Technologie

Roboter sollen künftig aufgebrachte Kunden beruhigen

Viele Kunden benehmen sich beim Kontakt mit den Unternehmen alles andere als höflich, wenn sie nicht sofort bedient werden. Eine KI soll das nun ändern.
08.08.2020 07:00
Lesezeit: 1 min
Roboter sollen künftig aufgebrachte Kunden beruhigen
KI lässt sich überall einsetzen - auch im Kundendienst. (Foto: dpa) Foto: Axel Heimken

Eine alltägliche Szene: Das Internet geht nicht mehr, doch der Kunde bekommt keine Verbindung mit dem Provider. Stattdessen ist eine Ansage zu hören, die den Anrufer in die Endlosschleife schickt. Das Ergebnis: der Kunde fängt an zu fluchen und auf die Maschine zu schimpfen. Solche Situationen kommen im Kundendienst sehr oft vor.

Eine künstliche Intelligenz (KI) soll jetzt verhindern, dass Kunden, die nicht sofort bedient werden, ausfallend werden. Wie der Hersteller von Spezial-Software, Freshworks, herausgefunden hat, ist das despektierliche Verhalten ein riesiges Problem für die Firmen, das sich negativ auf die Geschäfte auswirkt. Nicht zuletzt versucht der Software-Produzent damit, die Arbeit für die Mitarbeiter im Kundendienst angenehmer zu machen.

Dabei werden Chatbots eingesetzt, die versuchen, die Kunden zu beruhigen, wie das Fachportal "Heise" berichtet. Durch die KI können Unternehmen die Aussagen der Kunden analysieren und Einsicht in das Verhalten oder die Vorlieben ihrer Kunden erlangen und so auch auf Vorlieben besser eingehen.

Hintergrund: Eine Umfrage unter 6055 Verbrauchern und 812 Entscheidungsträgern in Kundendienstabteilungen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden hat sehr negative Ergebnisse ergeben. Heraus kam dabei, dass in 82 Prozent der Kontakte im Kundendienst in Deutschland beleidigt und beschimpft wurde. Dabei liege Deutschland über dem Durchschnitt von 75 Prozent in den betrachteten Ländern. Deutlich höflicher seien die Briten: Von ihnen beleidigten 52 Prozent Chatbots oder Mitarbeiter im Kundenservice.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen Materialrückverfolgbarkeit in der Produktion: Wie Unternehmen MES-Software gezielt einsetzen
16.05.2026

Die Materialrückverfolgbarkeit entwickelt sich zunehmend zum entscheidenden Faktor für Qualität, Effizienz und regulatorische Sicherheit...

DWN
Politik
Politik Iran-Konflikt: 440 Kilo Uran und das iranische Atomprogramm verschärfen den Druck auf Teheran
16.05.2026

440 Kilogramm hoch angereichertes Uran sorgen weltweit für Sorge. Israel, die USA und der Iran ringen um Kontrolle, Sicherheit und...

DWN
Technologie
Technologie Anthropic entfacht den teuersten Machtkampf der KI-Branche
16.05.2026

Fast eine Billion Dollar Bewertung für einen KI-Konzern, der erst vor wenigen Jahren zum Herausforderer wurde. Anthropic will mit frischem...

DWN
Politik
Politik US-Verzicht auf Mittelstreckenwaffen in Deutschland: EU sucht Alternativen
16.05.2026

Der US-Marschflugkörper Tomahawk wird vorerst nicht in Deutschland stationiert. Die Verlegung von US-Mittelstreckenwaffen nach Deutschland...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EIB-Vizepräsident erklärt neue Sicherheitsstrategie: Warum Europas Verteidigung zunehmend von Banken abhängt
16.05.2026

Die Europäische Investitionsbank öffnet sich zunehmend der Verteidigungsfinanzierung und rückt damit näher an Europas neue...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Dynamik des US-Marktes verlangsamt sich, während Anleiherenditen steigen
15.05.2026

Erfahren Sie, welche treibenden Kräfte aktuell die Märkte bewegen und was Anleger jetzt unbedingt beachten sollten.

DWN
Politik
Politik Geheimdienstbericht: Versteckt sich Paranoider Putin wirklich in einem Bunker?
15.05.2026

Wladimir Putin steht in Russland zunehmend für ein System, das Kontrolle, Abschottung und Misstrauen zum Machtprinzip erhebt. Wie tief hat...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Berliner KI-Unternehmen Unframe will Datenchaos in Firmen ordnen
15.05.2026

Unframe will Unternehmen helfen, verstreute Informationen in nutzbare Arbeitsabläufe zu übersetzen. Im Fokus stehen Datenanalyse,...