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Aida plant erste Kreuzfahrten ab September von Deutschland aus

Lesezeit: 3 min
10.08.2020 09:59  Aktualisiert: 10.08.2020 09:59
Während die Coronakrise den Kreuzfahrt-Anbieter im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen segeln lässt, plant Aida wieder erste Kreuzfahrten ab September von Deutschland aus. Lesen Sie diese und weitere Meldungen vom Montag im Firmenblick.
Aida plant erste Kreuzfahrten ab September von Deutschland aus
Die AIDAmar läuft am 18. Juli von der Ostsee kommend ohne Passagiere in den Seekanal von Warnemünde ein. (Foto: dpa)
Foto: Bernd W

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Aida plant erste Kreuzfahrten ab September von Deutschland aus

AIDA CRUISES - Düsseldorf: Die Carnival-Tochter will den Neustart von Kreuzfahrten ab Deutschland Anfang September wagen. Ab dem 6. September sollen die ersten Fahrten ab Kiel losgehen. Danach folgen ab Hamburg die ersten Kreuzfahrten zu den norwegischen Fjorden. Mit Ausnahme dieser Reisen verlängerte Aida aber wegen der Corona-Pandemie die Unterbrechung der Kreuzfahrtsaison bis zum 30. September.

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ROYAL CARIBBEAN - Bangalore: Die Coronakrise lässt den Kreuzfahrt-Anbieter im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen segeln. Der Nettoverlust betrug 1,64 Milliarden Dollar, erklärte Royal Caribbean. Der nach Carnival zweitgrößte Kreuzfahrtkonzern der Welt rechnet damit, dass er wegen der Corona-Beschränkungen monatlich durchschnittlich 250 bis 290 Millionen Dollar an Bargeld verbrennen wird. Die Aktien des Unternehmens haben in diesem Jahr über 60 Prozent ihres Wertes verloren.

MARRIOTT - Bengaluru: Der US-Hotelbetreiber hat aufgrund der Corona-Pandemie einen größeren Quartalsverlust verzeichnet als erwartet. Das Unternehmen habe im zweiten Quartal einen Verlust von 234 Millionen Dollar erlitten, verglichen mit einem Nettogewinn von 232 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte Marriott mit. Die Gesamteinnahmen stürzten um 72,4 Prozent auf 1,46 Milliarden Dollar ab. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer, ein wichtiger Leistungsmaßstab für die Hotelbranche, brach sogar um 84,4 Prozent ein. "Während unser Geschäft weiterhin tief greifend von Covid-19 beeinflusst wird, sehen wir stetige Anzeichen für eine Rückkehr der Nachfrage", sagte Marriott-Chef Arne Sorenson.

SUPERDRY - London: Der britische Modehändler hat in der Coronakrise geringere Einbußen erlitten als befürchtet. Als Grund nannte der Vorstand das Umsatzwachstum im Onlinegeschäft, das im ersten Quartal 2020/21 um 93,2 Prozent zulegte. Derweil brachen die Filial-Erlöse wegen der staatlich verordneten Geschäftsschließungen um rund 58 Prozent ein und der Großhandel um 31 Prozent. Insgesamt schrumpfte der Konzernumsatz in dem am 25. Juli endenden Auftaktquartal des Bilanzjahres 2020/21 um 24,1 Prozent. Der Vorstand teilte zudem mit, die Liquidität über einen neuen Kredit in Höhe von 70 Millionen Pfund (77,7 Millionen Euro) gestärkt zu haben. Die Analysten von Liberum betonten, dass sich der Handel in den Geschäften wie auch der Onlinehandel besser entwickelt habe als erwartet. An der Londoner Börse verbuchten die Aktien von Superdry mit einem Plus von mehr als 21 Prozent einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte.

TEMASEK/KEPPEL - Singapur: Der singapurische Staatsfonds hat die geplante Mehrheitsübernahme des in die Krise geratenen Mischkonzerns Keppel abgeblasen. Als Grund nannte Temasek den Quartalsverlust von Keppel, der die festgelegte Schwelle gerissen habe. Temasek hatte im Oktober 2019 angekündigt, für umgerechnet 2,7 Milliarden Euro die Mehrheit an Keppel übernehmen zu wollen.

ALSTOM - Paris: Der französische TGV-Hersteller will bei der Übernahme der Zugsparte von Bombardier dessen schwaches Ergebnis bei den Verhandlungen mit einbeziehen. "Alstom ist weiterhin von den starken strategischen Gründen für die Akquisition von Bombardier Transportation überzeugt und zuversichtlich, mittelfristig die Rentabilität und wirtschaftliche Leistung des Unternehmens wiederherstellen zu können", hieß es. Doch die unerwartet negative Entwicklung müsse bei den Übernahmegesprächen thematisiert werden. Anfang des Monats hatte die kanadische Bombardier einen vierteljährlichen Verlust von 319 Millionen Dollar gemeldet.

BERTRANDT - Berlin: Der Ingenieur-Dienstleister für die Autoindustrie leidet unter dem Wirtschaftseinbruch in Folge der Corona-Krise. Das Betriebsergebnis (Ebit) brach im abgelaufenen Quartal um 58 Prozent auf 19,4 Millionen Euro ein, wie das in Ehningen ansässige Unternehmen mitteilte. Einige Projekte hätten sich verzögert, seien unterbrochen oder vereinzelt auch abgebrochen worden. Alle Einsparmöglichkeiten seien genutzt worden. Bertrandt zählte Ende Juni noch knapp 12.800 Mitarbeiter und damit fast 700 weniger als im Vorjahr. Das Unternehmen verzichtet angesichts der Herausforderungen weiterhin auf eine Prognose für das im September endende Geschäftsjahr 2019/20.

LUFTHANSA - Berlin: Der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller, fordert mehr Druck vom Bund auf die Airline. Die Lufthansa müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten. "Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt", sagte Müller den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Schließlich müssten nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung vorausbezahlte Kundengelder innerhalb von sieben Tagen nach Stornierung durch die Airline zurückgezahlt werden. "Das ist geltendes Recht, also eigentlich eine Selbstverständlichkeit."

VUE ENTERTAINMENT - Berlin: Der Cinemaxx-Mutterkonzern zeigt sich mit der gegenwärtigen Entwicklung in der Corona-Krise zufrieden. Aktuell kämen 50.000 bis 60.000 Besucher pro Woche in die 31 Kinos der Kette, sagte Konzernchef Frank Thomsen der Funke-Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. "Damit sind wir insofern zufrieden, weil uns derzeit die großen Blockbuster fehlen." Thomsen hatte im Juli der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview erklärt, trotz der wochenlangen Schließungen sei Vue nicht in die roten Zahlen gerutscht.

 


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