Marktbericht

Deutsche Telekom und Linde treiben DAX immer höher - heute Tag der Dienstleistungs-Indizes

Das deutsche Elitebarometer marschiert nahezu unaufhaltsam weiter: Die großen Aktien Deutsche Telekom, Linde, aber auch adidas haben sich besonders gut entwickelt.
03.09.2020 08:19
Aktualisiert: 03.09.2020 08:19
Lesezeit: 2 min
Deutsche Telekom und Linde treiben DAX immer höher - heute Tag der Dienstleistungs-Indizes
Die Analysten von JPMorgan haben am Mittwoch die Anleger mit einer besonderen Einschätzung überrascht. (Foto: dpa)

Der DAX hat am Mittwoch wieder zugelegt und ein Plus von 2,1 Prozent auf 13.243 Punkte erreicht und damit wieder die Marke von 13.000 übersprungen. Und das, obwohl die Konjunkturdaten für den Einzelhandel in Deutschland, die vor Handelsbeginn veröffentlicht worden waren, eher ungünstig ausgefallen waren. Denn das Gewerbe hatte im Juli ein Umsatzminus verbucht. Eine wichtige Unterstützung gab es schließlich am Nachmittag durch die US-Börsen, die sich positiv entwickelt hatten.

Dass die Aktienmärkte insgesamt eine positive Performance aufwiesen, lag an der starken Entwicklung der Schwergewichte. Dazu gehörten in erster Linie die Deutsche Telekom (DT) und Linde, die einen Gewinn von 5,2 Prozent auf 15,40 Euro beziehungsweise von drei Prozent auf 217,10 Euro verzeichneten. Die Analysten von JPMorgan hat dem DT-Papier mit einer positiven Einschätzung einen Schub gegeben. Die Aktie war ihrer Ansicht nach "zu gering bewertet" gewesen. Linde hatte am Nachmittag Rückenwind von den US-Börsen erhalten, wo die Papiere ebenso rege gehandelt worden waren.

Zusätzlich erfreute die Aktie von adidas die Anleger, die mit einer Steigerung von 4,5 Prozent auf 266,50 Euro zu den Tagesgewinnern gehörte. Der Grund: Um die Mittagszeit hatte das Management Anleihen im Wert von einer Milliarde Euro platziert. Ebenso steigerte sich wie am Vortag Delivery Hero, das ein Plus von 2,9 Prozent auf 94,68 Euro erzielte. Das Papier macht immer noch die Verluste wett, die es in den vergangenen sieben Tagen hat hinnehmen müssen.

Darüber hinaus verbuchte Daimler ein Plus von einem Prozent auf 43,08 Euro. Das Unternehmen hatte die neue Version der S-Klasse präsentiert und eine neue digitalisierte Fabrik eröffnet. Darauf hatten die Anleger mit Spannung gewartet.

Chinesen, Russen und Europäer mit Einkaufsmanager-Index für Dienstleistungen

Die Börse bekommt heute Impulse aus Fernost. So haben die Chinesen in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag wieder ihren Einkaufsmanager-Index CAIXIN veröffentlicht - und zwar diesmal für die Dienstleistungen. Das Barometer hat im August bei 54 Punkten gelegen. Damit verringerte er sich zwar um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat, blieb aber insgesamt stabil. Ein Wert über 50 bedeutet grundsätzlich eine positive Stimmung.

Einen Dienstleistungs-Index präsentieren heute auch die Russen. Hier liegen die Schätzungen bei 58,50.

Darüber hinaus gibt es in Europa wichtige Daten für die Anleger: So warten um 9,55 Uhr in Deutschland die Investoren ebenso auf den Einkaufsmanager-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe für den August. Die Prognose für diese zweite Veröffentlichung geht von 50,8 aus. Zuvor wurden 55,6 gezählt.

Um 10 Uhr wird der EU-Einkaufsmanager-Index nichtverarbeitendes Gewerbe für den August präsentiert. Die Prognose dieser zweiten Veröffentlichung liegt bei 50,1. Bei der letzten Messung betrug der Wert 54,7.

Angesichts so vieler Präsentationen wollen auch die US-Amerikaner nicht hinten anstehen: Auch sie melden Daten - und zwar zu den Erstanträgen für die Arbeitslosenzahlen. Dies erfahren die Anleger um 14.30 Uhr MEZ. Die Prognose liegt bei 950.000. Bei der letzten Zählung waren etwas mehr als eine Million Anträge notiert worden. Um 15.45 Uhr erfahren die Investoren, wie der US-Einkaufsmanager-Index Service Markit im August ausgefallen ist. Die Prognose für diese zweite Veröffentlichung liegt bei 54,7. Zuvor hatte das Niveau bei 50 gelegen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis auf Dreiwochenhoch: Zollstreit und andere Unsicherheiten treiben Anleger in sichere Häfen
23.02.2026

Der Goldpreis zieht kräftig an und erreicht ein Dreiwochenhoch. Auslöser sind neue Turbulenzen im US-Zollstreit und überraschende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VDMA-Analyse: US-Zölle setzen Maschinenbau unter Druck – Exporte 2025 spürbar rückläufig
23.02.2026

Der deutsche Maschinenbau steckt im Spannungsfeld globaler Krisen, wie eine aktuelle VDMA-Analyse zeigt. Während einzelne Märkte Hoffnung...

DWN
Finanzen
Finanzen Hella-Aktie im Fokus: Anleger reagieren zurückhaltend auf komplizierten Ausblick
23.02.2026

Die Hella-Aktie steht vor einem herausfordernden Jahr: Sinkende Umsätze, eine schwächere Marge und ein anspruchsvolles Marktumfeld...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Crash geht weiter: Bitcoin-Kurs aktuell im Minus – Anleger leiden unter "extremer Angst"
23.02.2026

Der Bitcoin-Kurs gerät erneut massiv unter Druck. Politische Entscheidungen aus Washington, eskalierende Handelsspannungen und wachsende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitslosenquote gestiegen: 1,9 Millionen Hochgebildete von Armut gefährdet
23.02.2026

Gute Bildung bedeutet oft auch einen gut bezahlten Job – aber die Gleichung stimmt nicht immer. Für eine wachsende Zahl von Menschen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stickstoffdünger in der EU: CBAM verschärft den finanziellen Druck auf Landwirte
23.02.2026

Der drastische Rückgang der Stickstoffdünger-Importe in der EU trifft auf deutlich steigende Preise und verschärft den Druck auf die...

DWN
Politik
Politik EU-Rohstoffpolitik: Europäischer Rechnungshof sieht strukturelle Schwächen
22.02.2026

Die EU will mit ihrer Rohstoffpolitik die Versorgung mit kritischen Rohstoffen sichern, doch der Europäische Rechnungshof sieht deutliche...

DWN
Politik
Politik World Leaders Ranking: Indiens Premier Modi bleibt beliebtester Staatschef – wo steht Merz?
22.02.2026

Die aktuellen Ranglisten zur Zustimmung für Staats- und Regierungschefs offenbaren spürbare Verschiebungen im globalen Machtgefüge....