Politik

Merkel zu Weißrussland: „Unser Herz schlägt mit den friedlich Demonstrierenden“

Kanzlerin Angela Merkel hat sich am Samstagabend zu den Ereignissen in Weißrussland geäußert. „Dort wird der Einsatz für Demokratie buchstäblich mit Füßen getreten. Unser Herz schlägt mit den friedlich Demonstrierenden. Es ist bewundernswert, mit welchem Mut und mit welcher Entschlossenheit sie für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auf die Straße gehen“, so Merkel.
12.09.2020 22:05
Aktualisiert: 12.09.2020 22:05
Lesezeit: 1 min
Merkel zu Weißrussland: „Unser Herz schlägt mit den friedlich Demonstrierenden“
19.07.2020, Belgien, Brüssel: Angela Merkel, Bundeskanzlerin, trifft beim EU-Gipfel im Gebäude des Europäischen Rates ein. (Foto: dpa) Foto: John Thys

Kanzlerin Angela Merkel. hat in ihrer wöchentlichen Videobotschaft gesagt, dass sie sich über die Entwicklung in Weißrussland sorge. „Dort wird der Einsatz für Demokratie buchstäblich mit Füßen getreten. Unser Herz schlägt mit den friedlich Demonstrierenden. Es ist bewundernswert, mit welchem Mut und mit welcher Entschlossenheit sie für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auf die Straße gehen“, so Merkel.

Die staatlichen Corona-Beschränkungen hat sie erneut verteidigt, aber ausdrücklich die Möglichkeit zu demokratischen Debatten darüber betont. „Bei uns steht jedem frei, diese Entscheidungen der Regierung offen zu kritisieren“, so Merkel Jeder könne seine Haltung bei friedlichen Demonstrationen zum Ausdruck bringen. „Ein Staat, der Meinungsfreiheit, öffentliche Debatte und Teilhabe nicht unterdrückt, sondern garantiert - darum beneiden uns viele Menschen auf der Welt“, sagte Merkel zum "Internationalen Tag der Demokratie" der Vereinten Nationen am kommenden Dienstag.

Beschränkungen bei Kontakten, Besuchsmöglichkeiten und im kulturellen Leben in der Corona-Krise seien „wirklich demokratische Zumutungen“. Diese Maßnahmen, über die frei berichtet und breit öffentlich debattiert werde, hätten aber gewirkt. „Sie haben uns geholfen, eine unkontrollierte Ausbreitung der Pandemie zu verhindern.“

Merkel betonte mit Blick auf andere Staaten, dass Demokratie, Rechtsstaat und Freiheit leider keine Selbstverständlichkeit seien. „Wir sehen in der Welt, wie auch autoritäre Systeme wirtschaftlich erfolgreich sein können und uns auf vielen Gebieten herausfordern - dies aber auf Kosten elementarer Grundrechte.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Ist es sicher, auf Top-Up-Websites wie Refilled mit Kreditkarte zu bezahlen?

Jeden Tag gibt es mehr und mehr digitale Shops, die nach deinen Kredit- oder Debitkartendaten fragen. Mit Kreditkarte auf einer...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Weniger zahlen bei miesem Handynetz: Staat legt Regeln fest
16.04.2026

Die Handynetze werden besser, doch mancherorts gibt es noch immer Defizite. Sind die groß, kann der Verbraucher im Streit mit dem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Private Ersparnisse in Europa: EU will mehr Kapital in Investitionen lenken
16.04.2026

Europas enormes Sparvermögen rückt zunehmend in den Fokus der Wirtschaftspolitik, während die EU nach Wegen sucht, Kapital produktiver...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street schließt uneinheitlich, während Tech-Rallye den S&P 500 auf ein Rekordhoch treibt
15.04.2026

Ein spannender Handelstag voller Kontraste hält Anleger in Atem und sorgt für überraschende Wendungen.

DWN
Politik
Politik „Strategische Partnerschaft“ mit der Ukraine: Deutschland vereinbart Rüstungsdeals mit Selenskyj
15.04.2026

Die finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine nimmt federführend durch Deutschland und Großbritannien an Fahrt auf. Nachdem...

DWN
Technologie
Technologie Novo Nordisk-Aktie: KI von OpenAI soll Pharmaentwicklung beschleunigen
15.04.2026

Novo Nordisk treibt den Einsatz von KI in der Pharmaindustrie voran und setzt dabei auf eine Kooperation mit OpenAI. Kann künstliche...

DWN
Politik
Politik Deutschlands Photovoltaik-Ausbau: Wie Solarstrom Europas Energiemarkt stabilisiert
15.04.2026

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau gewinnt in einem angespannten geopolitischen Umfeld strategisch an Bedeutung für den europäischen...

DWN
Politik
Politik YouGov-Umfrage: AfD klar stärkste Kraft - Union stürzt auf schlechtesten Wert seit vier Jahren
15.04.2026

In einer YouGov-Umfrage kann sich die AfD deutlich von den anderen Parteien absetzen. Auch Grüne und Linke legen zu. Die einzigen, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Prognose der Deutschen Bank: US-Dollar verliert an Stärke
15.04.2026

Die Deutsche Bank sieht eine veränderte Ausgangslage an den Devisenmärkten und rät Marktteilnehmern zu einer Neuausrichtung ihrer...