Politik

Weißrussland bittet Russland um Waffenlieferungen

Weißrussland hat Russland um die Lieferung neuer Waffentypen gebeten."Wir können die Lage nicht nur im Inneren von Weißrussland, sondern auch an den Grenzen unter Kontrolle halten", sagte Präsident Lukaschenko am Mittwoch bei einem Treffen mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Minsk
16.09.2020 16:04
Lesezeit: 1 min
Weißrussland bittet Russland um Waffenlieferungen
14.09.2020, Russland, Sotschi: Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, und Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, geben sich bei einem Treffen in Putins Sommerresidenz Bocharow Ruchei die Hand. (Foto: dpa) Foto: -

Der durch Massenproteste unter Druck geratene weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Russland um die Lieferung verschiedener neuer Waffentypen gebeten. "Wir können die Lage nicht nur im Inneren von Weißrussland, sondern auch an den Grenzen unter Kontrolle halten", sagte Lukaschenko am Mittwoch bei einem Treffen mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Minsk, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Belta. Lukaschenko bekräftigte, es solle eine neue Präsidentenwahl geben, sobald eine neue Verfassung angenommen sei. Der Präsident ließ jedoch wieder offen, was mit der Reform bewirkt werden und wann sie in Kraft treten soll.

Lukaschenko hatte sich nach der Präsidentenwahl Anfang August zum Sieger erklärt. Seither reißen die Protestkundgebungen gegen ihn nicht ab, Oppositionelle werfen ihm Wahlbetrug vor.

Offenbar setzen sich nun Gegner von Lukaschenko gegen die Sicherheitskräfte mit der Veröffentlichung persönlicher Daten zur Wehr. Die Beamten sind in der Vergangenheit oft rabiat gegen Demonstranten vorgegangen und waren dabei wegen Gesichtsmasken nicht zu identifizieren. Informationen über rund 300 Polizeibeamte seien online gestellt worden, sagte der Vertreter des Innenministeriums Andrej Parschin. "Über 250 Beamte und ihre Familienangehörige werden unter Druck gesetzt."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Brutale Woche für Tech-Branche endet mit kurzer Verschnaufpause, doch KI-Zweifel bleiben
06.11.2026

Erfahren Sie, wie Schnäppchenjäger die Märkte kurzzeitig stabilisieren und welche unberechenbaren Risiken die Börsen weiterhin bedrohen.

DWN
Politik
Politik Schweden bestätigt Taurus-Lieferung: Marschflugkörper erreicht mehr als 500 Kilometer
06.11.2026

Schweden hat erstmals bestätigt, bereits Taurus-Marschflugkörper erhalten zu haben. Die Waffe kann Ziele in mehr als 500 Kilometern...

DWN
Politik
Politik Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier: Union und SPD für Ilse Aigner als Bundespräsidentin
06.11.2026

Ein Versorgungsposten zwischen den Unionsparteien und der SPD? Es herrscht anscheinend Einigung zwischen Union und SPD, dass Aigner...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt West Transport: Mit 22 Lastwagen gegen die Krise der Transportbranche
06.11.2026

Die Transportbranche kämpft mit steigenden Kosten, Fahrermangel und wachsendem Wettbewerbsdruck. Doch ein kleines Familienunternehmen aus...

DWN
Finanzen
Finanzen Gold vs. Bitcoin: Welcher Vermögenswert schützt in der Krise?
06.11.2026

Ende August bewegten sich Bitcoin und Gold so stark im Gleichlauf wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Dr. André Dragosch, Head of...

DWN
Politik
Politik Arbeitslosenversicherung: Milliardenloch steigt und immer mehr Arbeitslose: Kommen höhere Beiträge?
06.11.2026

Im Oktober gibt es knapp drei Millionen Menschen, die arbeitslos gemeldet sind. Die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung gerät...

DWN
Technologie
Technologie Der größte Kryptowährungsdiebstahl der Geschichte begann mit einem gefälschten Vorstellungsgespräch
06.11.2026

Ein vermeintliches Vorstellungsgespräch, manipulierte Software und ein internes KI-System wurden der Kryptobörse Binance zum Verhängnis....

DWN
Finanzen
Finanzen Ausverkauf von Tech-Aktien: Südkoreas Börse bricht ein
06.11.2026

Der Ausverkauf von Tech-Aktien in den USA belastet auch die Börsen in Asien. Besonders betroffen ist der südkoreanische Aktienmarkt. In...