Wirtschaft

Gazprom sieht bis Ende 2021 eine vollständige Erholung der Öl-Nachfrage

Nach einer Prognose von Gazprom soll sich die Ölnachfrage bis Ende des Jahres erholen.
25.09.2020 15:34
Aktualisiert: 25.09.2020 15:34
Lesezeit: 1 min
Gazprom sieht bis Ende 2021 eine vollständige Erholung der Öl-Nachfrage
Das Logo von Gazprom. (Foto: dpa) Foto: Sergei Ilnitsky

Der russische Ölproduzent Gazprom geht davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 wieder auf das Niveau der Vor-Pandemie-Zeit zurückkehren wird. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Alexander Dyukov am Mittwoch auf einem Energieforum in Russland.

„Viele Länder erwarten oder stehen vor einer zweiten Welle, aber wir glauben, dass sehr strenge Quarantänemaßnahmen, wie sie zu Beginn dieses Jahres insbesondere in Europa durchgeführt wurden, nicht erneut verhängt werden. Wir hoffen, dass der Ölverbrauch in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren wird“, zitiert die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass Dyukov.

Russlands Energieminister Alexander Novak ist sogar noch etwas optimistischer als Dyukov. In der vergangenen Woche sagte Novak, er erwarte, dass sich die Ölnachfrage bis zum zweiten Quartal 2021 vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholen werde.

Die weltweiten Rohölbestände gingen im August um 45 Millionen Barrel zurück, nachdem sie im Juli um 34 Millionen Barrel reduziert worden waren, sagte Novak in einem Fernsehinterview.

„Die im zweiten Quartal angesammelten Reserven schrumpfen allmählich, und wir sehen, dass Juli und August die ersten beiden Monate waren, in denen die Lagerbestände allmählich zurückgingen. Die Reduzierung belief sich im August auf ungefähr 45 Millionen Barrel und im Juli auf 34 Millionen Barrel “, sagte Novak gegenüber Rossiya-24. Er rechnet damit, dass sich die Ölnachfrage bis zum zweiten Quartal 2021 vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholen wird. Bereits jetzt weise der Ölmarkt ein Angebotsdefizit von 1,5 bis zwei Millionen Barrel pro Tag auf, was zur Reduzierung der Lagerbestände beitrage.

Die OPEC und die Internationale Energieagentur (IEA) glauben jedoch nicht, dass sich die weltweite Ölnachfrage im nächsten Jahr vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholen wird.

Die OPEC sieht in diesem Jahr einen Rückgang der Ölnachfrage um 9,5 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zu 2019.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Politik
Politik Tabaksteuer: Zigaretten dürften bald sehr viel teurer werden
15.10.2026

Millionen Menschen rauchen in Deutschland, das beschert dem Fiskus Jahr für Jahr Milliardeneinnahmen. Künftig möchte der Bund noch mehr...

DWN
Politik
Politik EU-Haushalt 2028-2034: Nichts im Leben ist umsonst
15.10.2026

Vor der entscheidenden Phase der Verhandlungen über den siebenjährigen EU-Haushalt 2028 bis 2034 sollte man das deutsche Sprichwort auch...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte: Nasdaq und S&P 500 sacken ab, während Inflationssorgen steigen
14.10.2026

Welche Entwicklungen die Märkte jetzt erschüttern und wo sich überraschende Chancen auftun.

DWN
Politik
Politik Wie gewinnt man den nächsten Krieg? Ex-US-Verteidigungsminister Austin erläutert in Warschau die NATO-Strategie
14.10.2026

Der pensionierte General Lloyd Austin, der unter Präsident Joe Biden US-Verteidigungsminister war, hat beim Warsaw Security Forum die...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell unter Druck: Nach US-Inflationsschub blicken Anleger auf die Fed
14.10.2026

Der Goldpreis tendiert am Mittwochnachmittag in der Verlustzone, weil höhere US-Verbraucherpreise die Hoffnung auf eine Zinssenkung...

DWN
Politik
Politik Trumps Vereinbarung mit Putin dreht sich um weit mehr als Diesel
14.10.2026

Donald Trumps Diesel-Abkommen mit Wladimir Putin wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: US-Gesetze begrenzen russische...

DWN
Technologie
Technologie Starlink in der Ukraine: Streit um neue Geschwindigkeitsgrenze
14.10.2026

In der Ukraine wächst der Ärger über eine offenbar neue Einschränkung beim Satelliteninternet Starlink. Nach Angaben aus dem Umfeld von...

DWN
Politik
Politik Zuckersteuer beschlossen: Kabinett bringt Extra-Steuer auf den Weg
14.10.2026

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der...