Wirtschaft

US-Unternehmen verklagen Regierung wegen Handelskrieg mit China

Etwa 3.500 Unternehmen aus den USA haben die US-Regierung wegen der erhöhten Zölle auf Importe aus China verklagt.
06.10.2020 09:57
Lesezeit: 1 min

Rund 3.500 US-Unternehmen haben die Regierung in Washington wegen der erhöhten Zölle auf Importe aus China verklagt. Dazu heißt es am Dienstag in der belgischen Zeitung „De Standaard“:

„Je länger der Handelskrieg dauert, desto schmerzhafter wird er für viele amerikanische Unternehmen, die Zulieferungen aus China importieren und dafür mehr als bisher bezahlen müssen. Das Problem fängt an, so schwer zu wiegen, dass sie nicht länger davor zurückschrecken, gegen die hohen Zölle auf China-Importe öffentlich anzukämpfen. (...) Denn je länger der Handelskrieg anhält, desto deutlicher wird, dass nicht China den größten Teil der Kosten trägt - wie US-Präsident Donald Trump stets behauptete -, sondern die amerikanischen Unternehmen und Konsumenten.

Auch die versprochenen besseren Handelsbedingungen und zusätzlichen Jobs scheinen mittlerweile größtenteils eine Fata Morgana zu sein. Einige Studien - zuletzt eine der Wirtschaftsdenkfabrik Brookings Institution - lassen daran kaum Zweifel bestehen. Was ist die Schlussfolgerung? Der Handelskrieg mit China bringt der US-Wirtschaft mehr Schaden als Nutzen. Die meisten US-Unternehmen wissen das längst. Ob auch der amerikanische Wähler das begreift, werden wir Anfang November wissen.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Chat Control: Will die EU private Nachrichten lesen?
17.08.2026

Chat Control soll helfen, sexuelle Gewalt gegen Kinder im Netz aufzudecken. Doch die geplanten EU-Regeln lösen massive Kritik aus, da sie...

DWN
Technologie
Technologie Russlands Starlink-Kopie ist weiter als erwartet
17.08.2026

Russland arbeitet schneller als erwartet an einem eigenen Satellitennetz nach dem Vorbild von Starlink. Das System Rasswet hat bereits...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardendeal: Ventilatorenspezialist EBM-Papst wird an US-Konzern verkauft
17.08.2026

Mit dem Verkauf an den börsennotierten Konzern Madison Air will das fränkische Familienunternehmen EBM-Papst den Zugang zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dax-Konzerne: Rekordgewinne und Personalabbau  
17.08.2026

Trotz Rekordgewinnen von 52,6 Milliarden Euro bauen Deutschlands größte Börsenkonzerne massiv Stellen ab. Während die...

DWN
Politik
Politik SPD rutscht weiter in den Keller: Klingbeil verteidigt seinen Kurs
17.08.2026

An der SPD-Basis rumort es, weil Umfragewerte seit Wochen nicht besser werden und die Partei sich in der Koalition teils schwertut. Den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutscher Negativtrend: Immer mehr junge Menschen ohne Bildung und Arbeit
17.08.2026

In Deutschland steigt der Anteil junger Menschen ohne Job oder Bildungsplatz: Jeder zehnte junge Mensch zwischen 20 und 24 Jahren geht in...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Führungskräfteentwicklung: Deutschlands Unternehmen unterschätzen ihr größtes Risiko
17.08.2026

Viele Unternehmen befördern ihre besten Fachkräfte und lassen sie anschließend mit der Führungsrolle allein. Die Folgen sind...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: EU-Außenbeauftragte will Russland-Sanktionen weiter ausweiten
17.08.2026

Die EU hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs insgesamt 21 Sanktionspakete gegen Russland beschlossen. Nun drohen neue...