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Corona-Eklat bei RTL: „Bundesregierung verstößt gegen Grundgesetz, Medien sind gleichgeschaltet“

Lesezeit: 1 min
09.10.2020 14:13  Aktualisiert: 09.10.2020 14:13
Im Vorfeld der RTL-Fernsehshow Deutschland sucht den Superstar hat es einen Eklat gegeben. Ein Jury-Mitglied erhebt schwere Vorwürfe gegen die Corona-Politik der Bundesregierung. RTL spricht von „Verschwörungstheorien“.
Corona-Eklat bei RTL: „Bundesregierung verstößt gegen Grundgesetz, Medien sind gleichgeschaltet“
06.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Dieter Bohlen (l) singt mit Perücke und der Band "Capital Bra" den Song "Cheri Cheri Lady" bei der ersten Mottoshow bei Deutschland sucht den Superstar (DSDS). Kandidat Jonas (r) und die anderen Teilnehmer unterstützen ihn dabei. (Foto: dpa)
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Nach dem Corona-Eklat um Schlagersänger Michael Wendler hat sich RTL nochmals deutlich vom ehemaligen Jury-Mitglied seiner Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) distanziert. «Wir lassen uns eine erfolgreiche Show, die Millionen Menschen gerne sehen, sicher nicht von einem Verschwörungstheoretiker vermiesen oder generell vorschreiben, wie und was wir senden», erklärte RTL-Geschäftsführer Jörg Graf am Freitag. Derzeit befinde man sich mitten in der Produktion der Show und habe drei tolle Juroren. Wie es mit der Jury weitergehe, werde nun besprochen.

Wendler (48) hatte zuvor überraschend seinen Rückzug von DSDS erklärt. Der Sänger hatte darin für die neue Staffel einen Jury-Stuhl neben Dieter Bohlen, Popsänger Mike Singer und Maite Kelly eingenommen. Aufsehen erregte allerdings Wendlers Begründung für den Ausstieg: Er werfe der Bundesregierung in der Corona-Krise «grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung und das Grundgesetz vor», erklärte er. Weiter beschuldigte er die Fernsehsender - darunter RTL - «gleichgeschaltet» zu sein.

RTL erklärte, sich in den kommenden Wochen journalistisch vermehrt dem "Phänomen Verschwörungstheorien" widmen zu wollen. «Der aktuelle Fall zeigt erneut, dass die Unterhaltungsindustrie besonders anfällig zu sein scheint. Gerade weil wir mit unseren Angeboten sehr viele Menschen erreichen, tragen wir eine besondere Verantwortung und wollen mit Fakten zur Aufklärung beitragen», erklärte Graf.


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