Marktbericht

Ständiges Warten aufs neue US-Konjunkturpaket drückt Dax immer weiter in die Verlustzone - heute Blick in die Türkei

Die Woche läuft derzeit an den deutschen Börsen alles andere als gut. So treiben unter anderem die steigenden Corona-Zahlen den Anlegern die Sorgenfalten auf die Stirn.
22.10.2020 10:27
Lesezeit: 1 min
Ständiges Warten aufs neue US-Konjunkturpaket drückt Dax immer weiter in die Verlustzone - heute Blick in die Türkei
Die deutschen Börsen haben seit Wochenanfang bereits vier Prozent verloren. (Foto: dpa)

Der Dax hat am Donnerstag in der ersten Zeit nach der Eröffnung Verluste um ein Prozent verbucht. So rutschte der Index unter die Marke von 12.500 Punkten und setzte seine Talfahrt fort. Denn er hatte schon am Mittwoch 1,4 Prozent auf 12.558 Punkte verloren.

Zuletzt hatten weiter steigende Infektionszahlen und die Sorgen vor möglichen Lockdowns in den einzelnen Ländern die deutschen Aktienmärkte belastet. Die Anleger hatten deswegen zuletzt Gewinne mitgenommen. Die deutschen Börsen haben so seit Wochenbeginn rund vier Prozent verloren – Tendenz steigend.

Zu den Tagesverlieren gehörten Delivery Hero, das vier Prozent auf 94,50 Euro abgab. Danach folgten MTU mit einem Minus 3,10 Prozent auf 154,95 Euro und Bayer, das mit einem Verlust von 2,6 Prozent auf 42,50 Euro über die Ziellinie kam.

Die US-Börsen haben Verluste verbucht und somit für negative Vorgaben gesorgt: So hat der Dow Jones Industrial ein Minus um 0,4 Prozent auf 28.211 Zähler verzeichnet. Ebenso gab die Nasdaq 1,5 Prozent nach. Die Anleger warten immer noch auf Signale aus den USA, ob sich die Demokraten und Republikaner auf eine neues Konjunkturpaket einigen können.

Doch nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa gibt es einige wichtigen Events: Dazu gehören Informationen aus der Türkei, das als wichtiges Bindeglied zwischen Europa und Asien gilt.

So erteilt Ankara um 13.30 Uhr Auskunft über die Auslandsreserven der Türkei. Die Schätzungen gehen von rund 41 Milliarden Dollar aus.

Heute Nachmittag werden wichtige Konjunkturdaten aus den USA präsentiert – beispielsweise aus um 14.30 Uhr MEZ Arbeitsmarktdaten.

Um 16 Uhr blicken die Anleger wieder nach Europa, wo Informationen über das Verbrauchervertrauen in der Eurozone veröffentlicht werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland erzielt mit Europas Energiekäufen Einnahmen von rund 322 Milliarden Euro
13.10.2026

Europa will seine Energieabhängigkeit von Russland beenden. Doch trotz Sanktionen fließt weiterhin eine große Menge Kapital nach Moskau....

DWN
Finanzen
Finanzen Rente 2026: Fast 2.000 Euro? Für die meisten ein Traum – 5 Zahlen zeigen die Realität
13.10.2026

Die Politik verweist auf ein stabiles Rentenniveau und knapp 2.000 Euro Standardrente. Doch amtliche Zahlen zeigen: Das ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland baut neue Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover – aber erst 2050
13.10.2026

Überlastete Strecke: Zwischen Hamburg und Hannover fahren täglich rund 200 Güterzüge, dazu ICE- und Regionalzüge. Staus und...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Hat Trump den größten Fehler der USA begangen?
13.10.2026

Donald Trump wollte Iran in die Knie zwingen. Stattdessen gerät die amerikanische Supermacht selbst unter Druck. Der Krieg verschlingt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Präsentismus: Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten 
13.10.2026

Mit Halskratzen aufgewacht und dennoch zur Arbeit gegangen, „weil es ja nicht so schlimm ist“. Viele Beschäftigte neigen dazu, trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nel ASA-Aktie hebt ab: Kooperation mit Rheinmetall bei E-Fuels treibt Pennystock nach oben
13.10.2026

Nel ASA und Rheinmetall wollen bei dezentraler Produktion synthetischer Kraftstoffe zusammenarbeiten. Die norwegische Wasserstoff-Aktie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation steigt auf über 3 Prozent
13.10.2026

Die Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren: Im September verteuerten sich Waren...