Marktbericht

Dax eröffnet am Dienstag mit Verlusten - schlechte Nachrichten aus China für BMW

Die deutsche Börse hat am Dienstag mit Rückgängen aufgemacht. Heute Nachmittag warten die Anleger auf wichtige Konjunkturdaten aus den USA.
27.10.2020 10:43
Lesezeit: 1 min
Dax eröffnet am Dienstag mit Verlusten - schlechte Nachrichten aus China für BMW
Nach dem Wirbelsturm gestern geht es heute Morgen wieder etwas ruhiger zu. (Foto: dpa)

Der Dax hat am Dienstag den Handelstag mit Verlusten begonnen. So verlor das deutsche Leitbarometer bis gegen 10.30 Uhr etwa 0,8 Prozent auf Niveaus unter 12.100 Punkte. Am Vortag war die Börse unerwartet eingebrochen, weil SAP plötzlich eine Gewinnwarnung verkündet hatte.

Darüber hinaus belasten den Aktienmarkt noch andere Themen, die gewichtig sind. Dazu gehören die zähen Verhandlungen um das US-Konjunkturpaket, der Brexit und die steigenden Corona-Zahlen. Darüber hinaus wird in der kommenden Woche der US-Präsident gewählt.

Das größte Börsen-Schwergewicht SAP hatte am Montag den Dax in die Verlustzone gedrückt, der den Handelstag mit einem Minus von 3,7 Prozent auf 12.177 Punkte beendete. Die Aktie des Walldorfer Konzerns brach um 21,9 Prozent auf 97,50 Euro ein. Danach kam MTU mit einem Minus von 4,9 Prozent auf 161 Euro über die Ziellinie. Auf dem dritten Platz der Tagesverlierer landete HeidelbergCement mit einem Verlust von 3,5 Prozent auf 52,06 Euro.

Für die Automobil-Werte könnte eine Nachricht von BMW zur Belastung werden, die vorbörslich die Runde gemacht hatte. So hat eine Partnerfirma des bayerischen Autobauers in China Probleme, ihren Zahlungsverpflichtungen hinterherzukommen. Der Autokonzern Brilliance, der an der Shanghaier Börse notiert ist, hat am vergangenen Freitag Schwierigkeiten gehabt, eine Unternehmensanleihe zu begleichen. Die Nachricht war auf den Montag datiert.

Wichtig ist darüber hinaus für heute, dass die US-Schwergewichte 3M und Caterpillar ihre Ergebnisse fürs dritte Quartal bekannt geben. In Deutschland informiert Covestro, wie das vergangene Jahresviertel gelaufen ist.

Um 13.30 MEZ präsentieren die USA die Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter. Zusätzlich gibt es Zahlen über die Investitionsgüter, die nicht vom Militär stammen. Um 14 Uhr MEZ wird der Immobilienpreisindex veröffentlicht. Eine Stunde später warten die Anleger auf den Index für das Verbrauchervertrauen Conference Board.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Neue deutsch emiratische Investitionen stärken Dubais Standortrolle

Die Zeiten, in denen eine Firma vor allem am eigenen Standort und nur begrenzt darüber hinaus florieren wollte, sind vorbei. Heute sind...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rhein Group: Draghi versammelt Europas Machtelite
19.09.2026

Mario Draghi hat Europas wirtschaftliche Schwächen analysiert. Jetzt will er handeln: Mit der Rhein Group versammelt der frühere...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Das müssen Sie unbedingt wissen
19.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern wählt einen neuen Landtag – und diesmal könnte sich das politische Kräfteverhältnis grundlegend verschieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrigwasser am Rhein: Wenn der deutschen Wirtschaft das Wasser fehlt
19.09.2026

Der Rheinpegel in Kaub ist der wichtigste Pegel für die Schifffahrt zwischen Rotterdam und Basel. Dort fiel der Wasserstand im August 2026...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
19.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Politik
Politik Berlin wählt: Diese Koalitionen sind möglich – und was sonst noch wichtig ist!
19.09.2026

Rund 2,5 Millionen Berliner entscheiden am Sonntag über die politische Zukunft ihrer Stadt. Nach einem von Wohnungsnot, Verkehr und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Safran-Anbau: KI und Roboter sollen Europas Abhängigkeit beenden
19.09.2026

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, doch seine Lieferkette ist anfällig und kaum transparent. Ein schwedisches Start-up will das...

DWN
Technologie
Technologie Gefälschte IT-Mitarbeiter: Remote-Jobs werden zum Einfallstor für Spione
19.09.2026

Sie sehen aus wie ganz normale Bewerber, doch hinter Lebensläufen, Videogesprächen und vermeintlich echten Identitäten können...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi-Krise: „In zehn Jahren muss es Volkswagen noch geben“
19.09.2026

China holt Europas Autobauer nicht mehr nur ein. In wichtigen Technologiebereichen ist die Konkurrenz bereits vorbeigezogen. Audi-Chef...