Finanzen

Großbank BNP Paribas verdient im Sommer überraschend viel

Die französische Großbank BNP Paribas ist dank eines starken Handelsgeschäfts und einer geringeren Sorge um gefährdete Kredite überraschend gut durch den Corona-Sommer gekommen.
03.11.2020 09:45
Lesezeit: 1 min
Großbank BNP Paribas verdient im Sommer überraschend viel
Ein Foto vom 14. September 2011 zeigt eine Filiale der französischen Bank BNP Paribas in der Nähe der ehemaligen Pariser Börse Bourse in Paris. (Foto: dpa) Foto: Ian Langsdon

Die französische Großbank BNP Paribas ist dank eines starken Handelsgeschäfts und einer geringeren Sorge um gefährdete Kredite überraschend gut durch den Corona-Sommer gekommen. Im dritten Quartal verdiente das Institut rund 1,9 Milliarden Euro und damit 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie es am Dienstag in Paris mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer höheren Risikovorsorge für Kreditausfälle, rückläufigen Erträgen und daher auch mit weniger Gewinn gerechnet.

Dabei hielt BNP Paribas ihre Erträge mit knapp 10,9 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Zudem legte die Bank weitere 1,25 Milliarden Euro für gefährdete Kredite zurück. In den ersten neun Monaten des Jahres hat sie damit insgesamt 4,1 Milliarden Euro in die Risikovorsorge gesteckt, rund 84 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Management sieht die Bank gerüstet, für das laufende Jahr eine Dividende zu zahlen, sofern die europäischen Bankenaufseher den wegen der Corona-Krise verhängten Dividendenstopp aufheben. Dann könnte die Hälfte des Jahresgewinns an die Aktionäre fließen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte: Nasdaq und S&P 500 sacken ab, während Inflationssorgen steigen
14.10.2026

Welche Entwicklungen die Märkte jetzt erschüttern und wo sich überraschende Chancen auftun.

DWN
Politik
Politik Wie gewinnt man den nächsten Krieg? Ex-US-Verteidigungsminister Austin erläutert in Warschau die NATO-Strategie
14.10.2026

Der pensionierte General Lloyd Austin, der unter Präsident Joe Biden US-Verteidigungsminister war, hat beim Warsaw Security Forum die...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell unter Druck: Nach US-Inflationsschub blicken Anleger auf die Fed
14.10.2026

Der Goldpreis tendiert am Mittwochnachmittag in der Verlustzone, weil höhere US-Verbraucherpreise die Hoffnung auf eine Zinssenkung...

DWN
Politik
Politik Trumps Vereinbarung mit Putin dreht sich um weit mehr als Diesel
14.10.2026

Donald Trumps Diesel-Abkommen mit Wladimir Putin wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: US-Gesetze begrenzen russische...

DWN
Technologie
Technologie Starlink in der Ukraine: Streit um neue Geschwindigkeitsgrenze
14.10.2026

In der Ukraine wächst der Ärger über eine offenbar neue Einschränkung beim Satelliteninternet Starlink. Nach Angaben aus dem Umfeld von...

DWN
Politik
Politik Zuckersteuer beschlossen: Kabinett bringt Extra-Steuer auf den Weg
14.10.2026

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der...

DWN
Politik
Politik Grüngasquote für private Haushalte ab 2028 sorgt für Kritik
14.10.2026

Die schwarz-rote Koalition hatte sich bei der Einigung auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz - als Nachfolger des...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Prognose: Warum die nächsten Tage alles verändern könnten
14.10.2026

Bitcoin steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Nach massiven Kapitalabflüssen aus Bitcoin-ETFs und einem Kursrutsch auf nahezu...