Deutschland

Rekord bei Anträgen für Elektroauto-Kaufprämie

Die Bundesregierung hatte die staatlichen Zuschüsse im Zuge des Konjunkturpakets im Sommer deutlich angehoben, um die Nachfrage anzukurbeln. Das kostet den Bund Milliarden. Die erhöhte Prämie gilt bis Ende 2021.
04.11.2020 14:42
Lesezeit: 1 min
Rekord bei Anträgen für Elektroauto-Kaufprämie
Ein Mitarbeiter im Volkswagenwerk in Zwickau lädt einen VW ID.4 auf dem Werksgelände. (Foto: dpa) Foto: Hendrik Schmidt

Die erhöhte Kaufprämie für Elektroautos hat erneut zu einem Antragsrekord geführt. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, gab es im Oktober 32 324 Anträge. Dies sei den vierten Monat in Folge ein Rekord. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Reine Elektroautos werden mit einer Prämie von 9000 Euro gefördert. Davon übernimmt der Bund 6000 Euro, die Hersteller den Rest. Im Oktober wurden in Deutschland 23 158 Elektro-Pkw neu angemeldet. Damit besaß jede zwölfte Neuzulassung (8,4 Prozent) ausschließlich einen Elektromotor, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte.

Käufer von Elektroautos können nach Angaben des Wirtschaftsministeriums außerdem ab dem 16. November Förderprogramme von Bund und Ländern gleichzeitig in Anspruch nehmen. Dies ist seit dem Sommer nicht mehr möglich. Käufer konnten neben der Kaufprämie des Bundes nicht noch Förderungen etwa von Ländern in Anspruch nehmen.

Seit Juli wurden nach Angaben des Ministeriums mehr als 100 000 Anträge auf eine Prämie gestellt. Dies liege bereits deutlich über der Gesamtanzahl aus dem Jahr 2019. Allein im Oktober seien dreimal so viele Anträge gestellt worden wie im Vorjahresmonat. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle arbeite mit Hochdruck daran, alle Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten. Es sei 40 Prozent mehr Personal für die Bearbeitung der Anträge eingesetzt worden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Billiganbieter: Temu, Shein und Co. steigern Marktanteil auf Rekordwert
06.07.2026

Die Verbraucher in Deutschland geben online immer mehr Geld bei Shoppingplattformen wie Temu oder Shein aus. Während die asiatischen...

DWN
Politik
Politik Haushalt 2027: Höhere Neuverschuldung - Kritik an Haushaltsplänen
06.07.2026

Mehr Geld vor allem für Verteidigung, höhere Schulden - und Kürzungen im Klimafonds. Das prägt den Entwurf der Bundesregierung für...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau bei Porsche: Konzern streicht weitere 4.000 Jobs
06.07.2026

Wegen der Absatzkrise fallen beim Sportwagenhersteller Porsche bereits mehr als 4.000 Stellen weg. Diese Zahl könnte einem Bericht zufolge...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Geschäftsgründung ohne Kredit: Wenn Banken nicht an die Idee glauben
06.07.2026

Ein eigenes Café klingt nach Freiheit, Stil und Selbstbestimmung. Für Anella Veebel bedeutet es vor allem frühe Morgen, hohe Mieten und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Duale Ausbildung in der Krise: Deutschland verliert Azubis, andere Länder nicht
06.07.2026

In Deutschland gibt es heute rund ein Fünftel weniger Auszubildende als 2004. In Österreich fällt das Minus halb so stark aus, die...

DWN
Politik
Politik Umstrittene EEG-Reform: Grüne wollen Reiche in Ausschuss zitieren
06.07.2026

Wegen Verzögerungen bei der geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wollen die Grünen Wirtschaftsministerin...

DWN
Politik
Politik Ukraine Drohnenkrieg: Warum Moskau plötzlich verwundbar wirkt
06.07.2026

Lange galt Russland als Gegner mit endlosem Atem, riesigen Ressourcen und strategischer Tiefe. Doch die Ukraine verlagert den Krieg...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Škoda Indien: „In China überleben nur die Stärksten“
06.07.2026

China galt lange als Pflichtmarkt für jeden Autobauer, der global mitspielen wollte. Doch Škoda zieht sich zurück und setzt stattdessen...