Unternehmen

Rheinmetall erhöht Waffenverkäufe während der Corona-Krise

In den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres hat der deutsche Rüstungsbauer Rheinmetall seinen Rüstungsabsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich erhöht.
06.11.2020 10:59
Lesezeit: 1 min
Rheinmetall erhöht Waffenverkäufe während der Corona-Krise
07.03.2018, Niedersachsen, Unterlüß: Das Logo von Rheinmetall Defence an einer Wand des Verwaltungsgebäudes. (Foto: dpa) Foto: Hauke-Christian Dittrich

Ob Panzer, Militärlastwagen oder Munition: Sehr profitable Rüstungsgeschäfte halten Rheinmetall auf Kurs und bügeln die Schwäche seiner Autozuliefersparte großteils aus. In den ersten neun Monaten dieses Jahres zog der Umsatz der Defence-Sparte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro an, wie der Konzern am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Das operative Ergebnis lag in dem Bereich in den ersten drei Quartalen zusammengerechnet bei 200 Millionen Euro und damit 50 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Im dritten Quartal sanken die Rüstungserlöse zwar leicht, die Geschäfte wurden aber lukrativer als zuvor.

Der Bereich Autozulieferung bleibt hingegen ein Sorgenkind, hier sackte der Umsatz in dem Neun-Monate-Zeitraum um 27 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro ab - wie praktisch allen Zulieferern macht die Corona-Pandemie und die damit verbundene Nachfrageschwäche auch Rheinmetall zu schaffen. Immerhin gab es Zeichen der Erholung und die Lage entspannte sich etwas.

Für Militärgüter sind die Auftragsbücher voll. „Defence bleibt unser Stabilitätsanker“, erklärte Konzernchef Armin Papperger. Man profitiere „von der weltweit anhaltenden Nachfrage nach Produkten zur Sicherheitsvorsorge“.

Allerdings konnten Rüstungsgeschäfte die Kfz-Schwäche nicht komplett ausgleichen, insgesamt musste Rheinmetall im bisherigen Jahresverlauf einen Umsatzrückgang von 7,3 Prozent auf 3,98 Milliarden Euro hinnehmen. Der Konzern musste einen Gesamtverlust von 185 Millionen Euro hinnehmen, ein Jahr zuvor war es noch ein kräftiges Plus gewesen. Aber es geht bergauf: Nach einem heftigen Verlust im zweiten Quartal erwirtschaftete Rheinmetall im Zeitraum Juli bis September wieder einen Gewinn. Auf das Jahresende blickt die Führung des Konzerns mit seinen 23.000 Mitarbeitern optimistischer als zuvor.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Politik
Politik Deutschland vergreist: Kinderwunsch sinkt – das sind die Folgen
29.09.2026

In Deutschland sinkt nicht nur kontinuierlich die Geburtenrate, sondern erstmals seit vielen Jahren sogar auch der Wunsch nach eigenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lateinamerika-Aktien: Das Comeback, das kaum jemand auf dem Radar hat
29.09.2026

Jahrelang mieden Anleger Lateinamerika, nun schlägt die Region sogar den S&P 500. Rohstoffe, Banken und überraschend niedrige Bewertungen...

DWN
Politik
Politik Personalie Jens Spahn: Doch kein Comeback im Haushaltausschuss
29.09.2026

Der Skandal um die Leihmutterschaft kostete Jens Spahn seinen Posten an der Spitze der CDU‑Fraktion. Im Haushaltsausschuss wollte er...

DWN
Finanzen
Finanzen Ich habe zweimal in einem Jahr die Bank gewechselt: So viel habe ich gespart
29.09.2026

Im vergangenen Jahr habe ich zweimal die Bank gewechselt. Das brachte Ärger, Fehler und Verzögerungen, aber auch eine spürbare Ersparnis...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gold für mehr als acht Milliarden Dollar: Russland meldet weitere Verkäufe
29.09.2026

Russlands Zentralbank verkauft seit Jahresbeginn kontinuierlich Gold. Fast 56 Tonnen verschwanden bereits aus den offiziellen Reserven, ihr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankerfracht auf Rekordhoch: Anleger verdienen am Öl-Chaos
29.09.2026

Supertanker kosten inzwischen mehr als eine Million Dollar pro Tag, Raffinerien kämpfen mit explodierenden Transportkosten. Während...

DWN
Politik
Politik Kippt der Länderfinanzausgleich? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Politik
Politik Winterzeit, Tankrabatt, Bahnhöfe: Was sich im Oktober ändert
29.09.2026

Die Sommerzeit endet schon wieder und das Alkoholverbot an Bahnhöfen kommt - ein Blick auf die Neuerungen im Oktober.