Marktbericht

Dax feiert mit Gewinnen Sieg von Biden

Die deutschen Anleger haben heute den Sieg des Demokraten Joe Biden bei den US-Wahlen gefeiert. Allerdings ist das Thema damit noch nicht vom Tisch.
09.11.2020 10:32
Lesezeit: 1 min
Dax feiert mit Gewinnen Sieg von Biden
Die Börsianer freuen sich über den Sieg von Joe Biden. (Foto: dpa)

Der deutsche Leitindex hat heute Vormittag bis gegen 10.30 Uhr Gewinne von rund zwei Prozent auf Niveaus über 12.700 Punkte erreicht. Damit feiern die Anleger den Sieg des US-Demokraten Joe Biden.

Da die Entscheidung am Freitag noch nicht feststand, hatten die Börsen noch mit leichten Verlusten reagiert. So war der Dax mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 12.480 Punkte aus dem Handel gegangen. Auf der Liste der Tagesgewinner befand sich die Deutsche Telekom mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 14,18 Euro auf dem ersten Platz. Die zweite Position nahm HeidelbergCement ein, das 1,7 Prozent auf 54,66 Euro zulegte, gefolgt von adidas (plus 0,8 Prozent auf 277,40 Euro).

Daimler verlor 2,5 Prozent auf 48,18 Euro und lag damit an der Spitze der Aktien, die am meisten einbüßten. Bayer, das in der vergangenen Woche einen Verlust in Milliarden-Euro-Höhe meldete, verringerte sich um 2,4 Prozent auf 42,75 Euro. Delivery Hero reduzierte sich um 2,1 Prozent auf 112,35 Euro.

Die Vorgaben aus den USA für den heutigen Tag sind uneinheitlich: So ist der Dow Jones Industrial mit einem Minus von 0,2 Prozent aus dem Rennen gegangen. Die Nasdaq beendete die vergangene Woche mit einer Stagnation.

Die Zahl konjunktureller Berichte ist heute nur sehr begrenzt. Doch sollten die Anleger einen Termin um 15 Uhr MEZ unbedingt festhalten. Denn zu diesem Zeitpunkt spricht der Chefökonom der englischen Zentralbank, Andrew G. Haldane. Das Mitglied des währungspolitischen Ausschusses wird sich zur wirtschaflichen Entwicklung äußern. Das Geldinstitut geht für das vierte Quartal davon aus, dass die großbritannische Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal um zwei Prozent zurückgeht. Dies wäre ein deutlich geringerer Rückgang als noch im Frühjahr wärhend des ersten Lockdowns.

Allerdings ist das Thema "US-Wahlkampf" für die Märkte damit noch lange nicht vom Tisch. Denn der Verlierer Donald Trump hat angekündigt, die Wahlen juristisch anfechten zu wollen. Darüber hinaus wird die Sitzverteilung im Senat erst in einer Stichwahl im US-Bundesstaat Georgia entschieden. Davon wird abhängen, wie das US-Konjunkturpaket geschnürt wird, auf das alle Anleger schon so lange gewartet haben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiekrise in Europa: EU lässt Steuerspielräume ungenutzt
08.04.2026

Die EU reagiert auf steigende Energiepreise mit Appellen zum Energiesparen statt mit Eingriffen bei Steuern und Abgaben. Kann dieser Ansatz...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Uneinheitlicher Handel an der Wall Street, während die Frist für Trumps Iran-Ultimatum abläuft
07.04.2026

Geopolitische Spannungen und überraschende Unternehmensmeldungen halten die Märkte in Atem – erfahren Sie, was die Kurse heute bewegt...

DWN
Politik
Politik Straße von Hormus weiterhin blockiert: Europa zwischen Druck und Diplomatie
07.04.2026

Die Blockade der Straße von Hormus heizt die Energiekrise in Europa weiter an, der Umgang mit dem Iran und mögliche militärische...

DWN
Politik
Politik Russland profitiert von Hormus-Blockade
07.04.2026

Weil die Straße von Hormus gesperrt bleibt, sprudeln Russlands Rohstoffexporte. Öl, Gas und Dünger lassen den Rubel rollen.

DWN
Politik
Politik Schwarzer April: Inflation von bis zu 5 Prozent möglich
07.04.2026

Es ist laut IEA die "schwerste fossile Energiekrise unserer Zeit" – und die Inflation zieht bereits spürbar an. Experten warnen vor...

DWN
Panorama
Panorama 2,50 Euro für den Liter: Der Dieselpreis explodiert trotz Preisbremse
07.04.2026

Nach Einführung der 12-Uhr-Regel für Tankstellen sinken die Spritpreise nicht – sie klettern weiter auf neue Rekordstände. Die Politik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russlands Ölindustrie unter Druck: Ukraine-Angriffe führen zu Produktionskürzungen
07.04.2026

Die russische Ölproduktion gerät infolge ukrainischer Angriffe auf zentrale Infrastruktur zunehmend unter Druck. Welche Folgen haben die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Gaslighting im Job: Wenn Manipulation zur Strategie wird – und wie Sie sich schützen
07.04.2026

Ein Gespräch im Büro, ein scheinbar harmloser Kommentar – und plötzlich zweifeln Beschäftigte an sich selbst. Gaslighting und andere...