Finanzen

Dax fast unverändert, nur Technologie-Aktien leicht im Plus

Anleger wagen sich am Donnerstagmorgen vorerst nicht aus der Deckung. Das Rekordhoch des technologielastigen Nasdaq-Composite-Index am Vorabend animierte die Anleger aber auch hierzulande zu ausgewählten Käufen.
26.11.2020 11:12
Lesezeit: 1 min
Dax fast unverändert, nur Technologie-Aktien leicht im Plus
Die US-Börsen bleiben am Donnerstag geschlossen. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Donnerstagmorgen nicht allzu weit aus der Deckung gewagt. Auf frische Impulse aus den USA müssen sie verzichten, denn die Börsen jenseits des Atlantiks sind wegen des «Thanksgiving»-Feiertags geschlossen.

Der Dax notierte im frühen Handel 0,04 Prozent höher bei 13 294,76 Punkten. Der Leitindex versucht sich weiter hartnäckig an der Hürde um die 13 300 Punkte. Tags zuvor hatte es das Börsenbarometer darüber geschafft, konnte das Niveau letztlich jedoch erneut nicht halten.

Der MDax der 60 mittelgroßen Werte legte am Donnerstag um 0,27 Prozent auf 29 107,86 Zähler zu. Für den EuroStoxx 50 ging es um rund 0,1 Prozent aufwärts.

Die Mehrheit der Börsianer sei - gespeist von der Hoffnung auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung - weiterhin optimistisch gestimmt, bemerkte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. Negative Fakten wie hohe Bewertungen fänden derzeit kaum Beachtung.

Allerdings trübten die verlängerten Coronamaßnahmen in Deutschland die Aussichten für das laufende Quartal, gab Helaba-Experte Ralf Umlauf zu bedenken und verwies auf striktere Begrenzungen für den Einzelhandel sowie fehlende Lockerungen für das Gastgewerbe. «Auch ohne die neuen Beschlüsse lastet der Lockdown bereits auf der Verbraucherstimmung. Fiskal- und Geldpolitik bleiben somit gefordert», so Umlauf.

Das Rekordhoch des technologielastigen Nasdaq-Composite-Index am Vorabend animierte die Anleger auch hierzulande zu Käufen von Technologiewerten. So stiegen die Aktien des Softwarekonzerns SAP wieder über die Marke von 100 Euro und gewannen an der Dax-Spitze 1,7 Prozent. Die Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Aixtron und des IT-Dienstleisters Bechtle waren mit Gewinnen von 5 Prozent beziehungsweise 2,2 Prozent unter den die Top-Werten im MDax.

Neuer Gegenwind aus Südkorea ließ die Aktien von Delivery Hero um 1,0 Prozent fallen. Das südkoreanische Ministerium (MSS) dringt die Wettbewerbshüter des Landes zu einer Untersuchung der Preisgestaltung der koreanischen Delivery-Hero-Tochter. Es bestehe der Verdacht, dass der Essenslieferant seine starke Marktstellung ausgenutzt habe, hieß es.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Erfolgreich mit Bio-Erdnüssen: Zwei Bauern sparen mit KI 90 Prozent der Arbeitskosten
23.10.2026

Trockenheit wird für Europas Landwirtschaft zum immer größeren Problem. Zwei Brüder aus Österreich reagieren darauf mit einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
23.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum Frankreich weniger Schulden hat als die USA, dafür aber härter bestraft wird
23.10.2026

Die neuesten Eurostat-Daten für das zweite Quartal zeigen, dass die französische Staatsverschuldung im Verhältnis zur...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr: Wehrdienst-Fragebogen ignoriert? Dann droht ein Bußgeld
23.10.2026

Seit Januar werden in Deutschland junge Menschen ab 18 von der Bundeswehr zu ihrer Bereitschaft eines möglichen Wehrdiensts angeschrieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DWN-Podcast Folge 48: Die Woche im Rückblick – KW 43
23.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...

DWN
Technologie
Technologie Weltweiter Kohlekraft-Ausbau steigt trotz Klimazielen
23.10.2026

Wind- und Solarenergie haben Kohle in vielen Teilen Europas überholt – doch weltweit wächst die Zahl geplanter Kohleprojekte weiter,...