Politik

US-Amerikaner behaupten: Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat US-Forschern zufolge die Marke von einer Million überschritten.
26.11.2020 23:09
Lesezeit: 1 min
US-Amerikaner behaupten: Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland
31.10.2020, USA, Flint: Joe Biden (r), Präsidentschaftskandidat der Demokraten, und Barack Obama, ehemaliger Präsident der USA, stehen bei einer Wahlkampfveranstaltung an einer Hochschule auf dem Podium. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa Foto: Andrew Harnik

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat US-Forschern zufolge die Marke von einer Million überschritten, so die dpa. Das ging am Donnerstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Rechnerisch wäre damit fast jeder 80. Deutsche bereits infiziert worden.

Die Daten der Forscher werden regelmäßig aktualisiert und zeigen daher häufig einen höheren Stand als offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der betroffenen Länder. In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch nachträglich korrigiert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983 588 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26. 11., 00.00 Uhr). Das RKI schätzt, dass rund 676 100 Menschen inzwischen genesen sind. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15 160.

Die ersten Corona-Infektionen in Deutschland waren Ende Januar bei der bayerischen Firma Webasto bestätigt worden. Ab Ende Februar verbreitete sich das Virus dann in der ganzen Bundesrepublik. Nachdem die Zahlen in die Höhe schnellten, trat ein Lockdown in Kraft, der das Infektionsgeschehen unter Kontrolle brachte. Den Sommer über gab es vergleichsweise wenig neue Corona-Nachweise in Deutschland. Das änderte sich spätestens im Herbst.

Nach einer raschen Zunahme im Oktober und Anfang November hatte sich die Zahl der neugemeldeten Corona-Fälle in Deutschland zuletzt auf hohem Niveau eingependelt. Am Donnerstag meldete das RKI unter Berufung auf die Gesundheitsämter 22 268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Das waren etwas weniger als Donnerstag vor einer Woche, als 22 609 Fälle gemeldet wurden. Am vergangenen Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,90 (Vortag: 0,87). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Johns Hopkins zufolge ist die Grenze von einer Million bestätigter Infektionen auch in anderen europäischen Ländern überschritten worden. In Frankreich gibt es den Daten zufolge 2,2 Millionen bekannte Infektionen, in Spanien und Großbritannien je etwa 1,6 Millionen, in Italien sind es 1,5 Millionen. Knapp unter der symbolischen Schwelle liegt mit rund 950 000 Infektionen Polen. Experten gehen in den meisten Ländern aber von einer hohen Dunkelziffer an nicht bestätigten Corona-Infektionen aus.

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