Finanzen

Der ständige Kampf gegen die Pandemie stoppt den Dax – löst VW seinen E-Mobilitäts-Vorstand auf?

Die Krise wirkt sich weiterhin auf die Märkte aus. Immerhin hat Großbritannien den Impfstoff von Biontech und Pfizer bereits zugelassen. Ein Zeitungsbericht über VW lässt die Anleger aufhorchen.
02.12.2020 10:57
Lesezeit: 2 min
Der ständige Kampf gegen die Pandemie stoppt den Dax – löst VW seinen E-Mobilitäts-Vorstand auf?
Der Dax hat heute Morgen leichte Verluste ausgewiesen. (Foto: dpa)

Der Dax hat heute Morgen bis 11 Uhr einen Verlust von 0,2 Prozent auf 13.350 Punkte ausgewiesen.

Die Märkte stehen weiterhin unter dem Eindruck der Pandemie: So hat Großbritannien den Impfstoff von Biontech und Pfizer bereits heute zugelassen – und zwar noch bevor der Stoff in der EU auf den Markt kommt. Dies ist dessen erste Zulassung weltweit. Die britischen Behörden teilten mit, dass er bereits in der kommenden Woche im Land erhältlich sein soll. „Die Hilfe ist unterwegs“, twitterte das britische Gesundheitsministerium.

Zusätzlich gab es beim Rennen um den ersten Impfstoff am Kapitalmarkt noch eine weitere wichtige Nachricht, die zwar noch keine Zäsur darstellt, doch den Fachleuten ins Auge gesprungen ist. So hat die US-Investmentbank Bank of America die Papiere von Biontech von „Buy“ auf „Neutral“ herabgestuft. Die Studiendaten des Impfstoffes sind seinen Aussagen zwar von hoher Qualität, doch mittlerweile bereits im Kurs berücksichtigt. Der Wert der Aktie hatte sich seit März vervierfacht. Sie hat heute Morgen fast sieben Prozent auf Niveaus um 101 Euro gewonnen.

In Deutschland macht zurzeit eine bedeutsame Meldung des „Handelsblatt“ die Runde. Das Blatt schreibt, dass der E-Mobilitätsvorstand von Volkswagen, Thomas Ulbrich, seinen Hut nimmt. Das Sonderressort, das der Manager leitet, soll nach Informationen der Zeitung aufgelöst werden und in den regulären Produktionsbereich integriert werden. Die Publikation beruft sich auf Konzernkreise.

Gestern lag die VW-Aktie noch an der Spitze der Tagesgewinner, als sie mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 147,36 Euro aus dem Handel ging. Damit gab die Leit-Aktie dem gesamten Dax wichtige Schübe, der die Sitzung mit 0,7 Prozent auf 13.382 Zähler beendete. Auf dem zweiten Platz der Aktien, die am meisten zulegten, lag Continental mit einem Gewinn von 4,1 Prozent auf 118,85 Euro, gefolgt von der Münchener Rück (plus 3,8 Prozent auf 242,50 Euro).

In der Tabelle derjenigen Aktien, die am meisten verloren, lag Deutsche Wohnen mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 41,07 Euro auf dem ersten Platz. Delivery Hero folgte danach mit einem Rückgang von 1,8 Prozent auf 99,48 Euro. Schließlich büßte Vonovia 1,3 Prozent auf 56,72 Euro ein und rangierte in dieser Statistik auf dem dritten Platz.

Positive Vorgaben aus den USA erfreuen die Anleger

Die Vorgaben aus den USA sind positiv: Der Dow Jones ist mit einem Plus von 0,6 Prozent aus dem Handel gegangen, während der Nasdaq Composite einen Gewinn von 1,5 Prozent verzeichnete.

Nach den US-Wahlen braut sich dort wieder ein massiver politischer Konflikt zusammen. Der abgewählte Präsident Donald Trump hat gedroht, den Verteidigungshaushalt zu blockieren, sollten Onlinedienst wie Twitter und Facebook nicht künftig für Inhalte auf ihren Plattformen haftbar gemacht werden. In den USA wird derzeit des alten Gesetzes diskutiert, das seine Ursprünge in den neunziger Jahren hat.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Tech-Rally beflügelt Wall Street; Anleiherenditen steigen
05.10.2026

Welche Kräfte die US-Märkte zum Wochenstart bewegten und warum Anleger jetzt genau hinsehen sollten.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Elektroautos sollen Strom verkaufen: Neuer Markt für Fahrer und Energieversorger
05.10.2026

In Deutschland wird die gesetzliche Grundlage für eine breite Einführung des V2G-Systems vorbereitet. Elektroautos sollen künftig nicht...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Portfolio übernimmt das Depot: Kann Claude den S&P 500 schlagen?
05.10.2026

Ein Redakteur überlässt 1.000 Euro echtem Geld einer künstlichen Intelligenz. Claude darf Aktien kaufen und verkaufen, Risiken eingehen...

DWN
Politik
Politik Das Land, das blutiges Gold über die Welt verteilt
05.10.2026

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein Drehkreuz für einen bedeutenden Teil des weltweiten Goldhandels. Das hat Dubai den Spitznamen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedriglohnland Deutschland: Wo es millionenfach niedrige Löhne gibt
05.10.2026

Wenn Arbeit nicht vor Armut schützt: In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt arbeiten Millionen Menschen an der Schwelle zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lexus ES: Dieser Japaner greift Audi, BMW und Mercedes an
05.10.2026

Der Lexus ES will dort angreifen, wo Audi, BMW und Mercedes seit Jahrzehnten den Ton angeben. Die neue japanische Luxuslimousine setzt...

DWN
Politik
Politik BND-Chef Jäger warnt vor Russlands "Schattenkrieg" gegen Deutschland
05.10.2026

Sabotage, Desinformation und Einflussnahme auf Wahlen: Deutschlands Geheimdienste zeichnen ein beunruhigendes Bild russischer Aktivitäten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gasspeicher nur zu 58 Prozent gefüllt: Was das für den Winter bedeutet
05.10.2026

Deutschland startet mit ungewöhnlich niedrigen Gasvorräten in die Heizperiode. Die Speicher sind nach Angaben der Bundesnetzagentur nur...