Finanzen

Analyse: 11 Aktien, mit denen sich ein Portfolio gegen Nahost-Spannungen absichern lässt

Der Krieg im Iran hat die Finanzmärkte stark verunsichert. Eine Analyse von MarketWatch zeigt, welche Aktien in geopolitischen Krisen besonders stabil bleiben können.
16.03.2026 08:55
Lesezeit: 2 min

Diese 11 Aktien gelten als besonders widerstandsfähig

Bestimmte Aktien entwickeln sich in geopolitischen Krisen häufig besonders gut. MarketWatch identifizierte 11 Unternehmen, die in drei angespannten Phasen deutliche Gewinne erzielten: während des aktuellen Iran-Konflikts, nach der Bombardierung des Iran im Juni des vergangenen Jahres sowie in den ersten Tagen der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022.

Nach Einschätzung des estnischen Portals Äripaev unter Berufung auf MarketWatch gibt es mehrere theoretische Gründe, warum diese Aktien in Krisenzeiten besonders attraktiv sein könnten. Vor allem gelten sie als relativ unempfindlich in Situationen, in denen der Aktienmarkt an Liquidität verliert und Investoren verstärkt in sichere Anlagen flüchten.

Wie bereits vor rund 25 Jahren eine einflussreiche Studie der Ökonomen Robert Stambaugh von der Wharton School der Universität Pennsylvania und Lubos Pastor von der Universität Chicago zeigte, reagieren Aktien unterschiedlich stark auf Veränderungen der Marktliquidität. Titel mit geringer Sensibilität gegenüber Liquiditätsschwankungen neigen dazu, auch in späteren Krisen weniger anfällig zu sein. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich auf Aktien zu konzentrieren, die sich in früheren Phasen niedriger Marktliquidität besonders stabil gezeigt haben.

Welche Kriterien für die Auswahl der Aktien entscheidend waren

In der entsprechenden Tabelle der Analyse werden jene Aktien aufgeführt, die während geopolitischer Schocks im Durchschnitt Kursgewinne erzielten. Da die russische Invasion in die Ukraine weiterhin andauert, berücksichtigte das Finanzportal für seine Berechnungen die Renditen der ersten zwölf Tage nach Beginn der Invasion. Dieser Zeitraum wurde gewählt, um ihn mit der Dauer der iranischen Bombardierung im Juni des vergangenen Jahres vergleichbar zu machen.

Aus der Liste wurden Aktien aus dem Öl- und Gassektor ausgeschlossen, da ihre Ergebnisse während geopolitischer Krisen in erster Linie von steigenden Ölpreisen beeinflusst wurden und nicht von Veränderungen der Marktliquidität. Außerdem wurde die Auswahl auf Unternehmen beschränkt, die auch von anderen Finanz-Newslettern empfohlen werden, die das Portal regelmäßig auswertet.

Geopolitische Krisen führen häufig zu starken Schwankungen an den Finanzmärkten. Einige Aktien zeigen jedoch eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Liquiditätsveränderungen und können sich deshalb in unsicheren Zeiten relativ stabil entwickeln. Für Anleger kann es sich daher lohnen, Unternehmen zu berücksichtigen, die sich bereits in früheren Krisenphasen als widerstandsfähig erwiesen haben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Minijob 2026: Rückkehr in die Rentenversicherung möglich – was zu beachten ist
24.06.2026

Wer sich als Minijobber von der Versicherungspflicht befreien ließ und bislang keinen Eigenanteil für die Rentenversicherung zahlt, kann...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Tech-Ausverkauf setzt sich fort, während der Ölpreis nachgibt
24.06.2026

Spannung an der Wall Street: Welche Sektoren jetzt unter Druck geraten und wo sich neue Chancen auftun.

DWN
Politik
Politik Gipfeltreffen E5: Europäer sichern Ukraine anhaltende Unterstützung zu
24.06.2026

Die Europäer wollten in Ankara ein starkes Zeichen der Unterstützung für die Ukraine setzen, sagte Kanzler Merz. Die Bundesregierung...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie crasht: Wie tief kann es noch gehen?
24.06.2026

Milliarden-Schock für Rheinmetall: Berlin stoppt das größte deutsche Kriegsschiff-Projekt seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Aktie stürzt...

DWN
Politik
Politik Bertelsmann Stiftung warnt: Abkehr von Energiewende gefährdet Jobs
24.06.2026

Eine Untersuchung sieht einen Beschäftigungsrekord bei erneuerbaren Energien. Eine energiepolitische Kursänderung der Bundesregierung...

DWN
Politik
Politik Aus für milliardenteures Rüstungsprojekt: Pistorius zieht den Stecker für Fregatte F126
24.06.2026

Erst der Flop beim deutsch-französischen Luftkampfsystem FCAS, nun das Ende für das Fregattenprojekt F126. Binnen weniger Wochen platzen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW-Aktie im Krisenmodus trotz radikalem Jobabbau
24.06.2026

Volkswagen will sparen, kürzen und umbauen, doch der Druck auf den Konzern bleibt enorm. Zehntausende Stellen fallen weg, Werke verlieren...

DWN
Politik
Politik Bundestag: Ein Drittel der Bundestagsabgeordneten hat Nebeneinkünfte
24.06.2026

Mehr als ein Drittel der Bundestagsabgeordneten hat in der laufenden Legislaturperiode meldepflichtige Nebeneinkünfte bezogen - neben...