Deutschland

Warenhausriese Galeria warnt vor neuem Lockdown für Einzelhandel

Der größte deutsche Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof warnt vor einem schärferen Lockdown samt Ladenschließungen im für den Handel wichtigen Weihnachtsgeschäft.
09.12.2020 13:16
Lesezeit: 1 min
Warenhausriese Galeria warnt vor neuem Lockdown für Einzelhandel
Passanten gehen an einer geschlossenen Galeria Kaufhof Karstadt Filiale in der Mönckebergstraße vorbei. (Foto: dpa) Foto: Daniel Reinhardt

Der größte deutsche Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof warnt vor einem schärferen Lockdown samt Ladenschließungen im für den Handel wichtigen Weihnachtsgeschäft.

Das Geschäft um die Feiertage sei “für alle innerstädtischen Händler von existenzieller Bedeutung”, sagte ein Sprecher am Mittwoch. “Das gilt gerade jetzt, wo wir einen nie gesehenen Frequenzrückgang erleben”, fügte er hinzu. “Ein erneuter harter Lockdown des Handels, der nachweislich kein Pandemietreiber ist, würde ohne wirtschaftlichen Ausgleich für viele Händler fatale Folgen haben.”

Auch der Branchenverband HDE schlägt Alarm. “Offene Läden und die wirkungsvolle Bekämpfung der Pandemie sind kein Widerspruch, eine erneute Schließung vieler Geschäfte ist nicht notwendig”, hatte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth erklärt. Eine erneute Schließung von Geschäften abseits des Lebensmittelhandels würde für den “aufgrund der bisherigen Corona-Beschränkungen bereits stark existenzgefährdeten innerstädtischen Handel fatale wirtschaftliche Folgen” mit sich bringen. “Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist neben der Woche vor Heiligabend die umsatzstärkste Zeit des Weihnachtsgeschäfts.” Viele Händler fahren dem Verband zufolge im November und Dezember rund ein Viertel ihres Jahresumsatzes ein. Den Handel abseits des Geschäfts mit Lebensmitteln könnten erneute Ladenschließungen dem HDE zufolge bis zu eine Milliarde Euro Umsatz pro Tag kosten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Morgen, sie halte es mit Blick auf Empfehlungen der Wissenschaft, die Kontakte angesichts hoher Zahlen von Corona-Erkrankungen drastisch zu senken, für richtig, die Geschäfte nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar zu schließen.

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