Finanzen

Dax: Anleger zeigen EZB-Chefin Lagarde die kalte Schulter

Bei den Themen, die aktuell die Anleger beschäftigen, gibt es nur wenig Neues. Insbesondere mit der Entscheidung der EZB, das Pandemieprogramm aufzustocken, hatte der Großteil der Börsianer gerechnet.
11.12.2020 10:56
Lesezeit: 1 min
Dax: Anleger zeigen EZB-Chefin Lagarde die kalte Schulter
Die Börsen entwickeln sich heute Morgen ruhig. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer schiebt sich mit leichten Verlusten dem Wochenende entgegen: So hat der Dax am Freitag bis um 11 Uhr 0,9 Prozent auf 13.170 Zähler eingebüßt.

Wesentlich ist, dass die Anleger der EZB-Chefin Christine Lagarde die kalte Schulter gezeigt haben. Die Leiterin der Europäischen Zentralbank hatte am Vortag das billionenschwere Anleihen-Rückkaufprogramm um weitere 500 Milliarden Euro aufgestockt. Dies war die Summe, die der Großteil des Marktes auch erwartet hat.

Auch die anderen Themen – die Entwicklung der Infizierten und die Zahl der Toten und die Verhandlungen um den Brexit – bieten für den Markt keine grundlegenden Neuigkeiten, so dass sich die Kurse relativ emotionslos entwickeln.

Die Lage bleibt in Deutschland insgesamt angespannt, so dass die Forderungen nach weiteren Verschärfungen des Lockdowns immer lauter werden. Die EU und Großbritannien können sich immer noch nicht auf ein Abkommen für den Austritt der Briten aus der Gemeinschaft einigen.

Immerhin gab es bei der Bekämpfung der Pandemie einen wichtigen Fortschritt: Ein Gremium von Fachleuten der US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Notfallzulassung des Impfstoffes von Biontech und Pfizer am Donnerstag empfohlen. Es stimmt einstimmig für die Zulassung in den USA. Bereits am Dienstag hatte die Einrichtung gesagt, der Stoff sei sicher und wirksam. Die Aktie von Biontech hat heute Morgen 0,7 Prozent auf 107,16 Euro zugelegt.

Der Dax hat am Donnerstag seine Sitzung mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 13.280 Punkte beendete. Die Zahl der Gewinner und Verlierer war nahezu gleichmäßig verteilt. Delivery Hero hat einen Gewinn von drei Prozent auf 108,30 Euro verzeichnet. Vonovia legte 1,7 Prozent auf 56,88 Euro zu. Deutsche Wohnen gewann ein Prozent auf 42,51 Euro.

Die Liste der Aktien, die am meisten verloren, hat BMW angeführt: So büßte der Autohersteller 2,4 Prozent auf 71,36 Euro ein. Infineon verlor 2,3 Prozent auf 29,05 Euro, und die Deutsche Bank beendete den Tag mit einem Verlust von 2,1 Prozent auf 9,11 Euro.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Unternehmen
Unternehmen Escort zwischen Plattform und Premiumservice: Wie sich ein diskreter Markt professionalisiert

Wenn über Escort-Services gesprochen wird, kommen dabei oft veraltete Assoziationen auf. Der Markt hat sich aber in den vergangenen Jahren...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Panorama
Panorama Rundfunkbeitrag: VGH-Urteil weist Kritik von Klägern zurück
21.04.2026

Immer wieder sorgt der Rundfunkbeitrag für Diskussionen über Fairness und Inhalte im ÖRR. Sieben Kläger zogen vor Gericht, um die...

DWN
Politik
Politik USA-Iran-Konflikt: Seeblockade bremst Verhandlungen
21.04.2026

Die fragile Waffenruhe zwischen Washington und Teheran wankt. Hinter den Kulissen laufen Gespräche, doch Misstrauen und harte Bedingungen...

DWN
Politik
Politik Kritik am Tankrabatt: Verbraucherschützer fordern Direktzahlungen
21.04.2026

Die Diskussion um Entlastungen bei hohen Energiepreisen spitzt sich zu: Während die Bundesregierung auf Tankrabatte setzt, sehen...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs aktuell über wichtiger Trendlinie - positive Signale stabilisieren die Börsen
21.04.2026

Der DAX-Kurs zeigt sich nach einem schwachem Wochenstart wieder stabiler. Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Nahost-Konflikt treibt...

DWN
Technologie
Technologie Umfrage: Atomausstieg wird kritisch bewertet - Mehrheit dennoch gegen Rückkehr zur Kernenergie
21.04.2026

Drei Jahre nach dem Ende der Kernenergie wächst die Kritik in der Bevölkerung. Viele Deutsche zweifeln am damaligen Beschluss, doch ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis aktuell uneinheitlich: Hoffnung auf Gespräche zwischen USA und Iran
21.04.2026

Die Ölpreise reagieren empfindlich auf neue Signale aus der Geopolitik. Gespräche zwischen Iran und USA könnten den Markt beruhigen –...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bruttoverdienst: Große Unterschiede zwischen Ost und West
21.04.2026

Mehr als drei Jahrzehnte nach der Einheit bleibt der Bruttoverdienst zwischen Ost und West deutlich unterschiedlich. Neue Zahlen zeigen...

DWN
Panorama
Panorama Buckelwal in der Ostsee: Timmy kämpft weiter ums Überleben - ist Nichtstun vielleicht die beste Option?
21.04.2026

Buckelwal Timmy kämpft in der Ostsee weiter ums Überleben: Nach mehreren Strandungen hoffen Helfer auf eine Wendung. Doch Fachleute...