Unternehmen

RWE treibt im Westen Deutschlands Windpark-Geschäft voran

Die Stromproduktion aus Windkraft hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Jetzt forciert RWE den Bau neuer Anlagen.
11.01.2021 16:25
Aktualisiert: 11.01.2021 16:25
Lesezeit: 1 min

Der deutsche Energiekonzern RWE ist dabei, sein Windparkgeschäft auszubauen. Das Unternehmen will im Frühjahr in der Nähe der westdeutschen Stadt Bedburg einen neuen Park zu errichten, der über eine Gesamtkapazität von 28,5 Megawatt verfügt.

Der zukünftige Windpark „Bedburg A 44n“ liegt auf rekultiviertem Tagebaugelände an der gleichnamigen Neubaustrecke der Autobahn. Errichtet werden dort demnächst fünf Windkraftanlagen des Herstellers Nordex mit jeweils 5,7 Megawatt Nennleistung und einer Nabenhöhe von 164 Metern. Sie sollen Anfang 2022 in Betrieb gehen.

„Nordex ist ein Hersteller, mit dem wir zusammenarbeiten“, erklärte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) und wies darauf hin, dass es noch weitere Partner gibt.

Das Projekt wird ein Joint-Venture sein, an dem RWE Renewables 51 Prozent und Stadt Bedburg 49 Prozent der Anteile kontrolliert. Die gleiche Eigentümerstruktur weist bereits der benachbarte Windpark Königshovener Höhe auf, der über eine Kapazität von 67,2 Megawatt verfügt.

„Erneut errichtet RWE einen Windpark auf ehemaligem Tagebaugelände. Es ist bereits der sechste im Rheinischen Revier, wo wir demnächst über 200 Megawatt an Windkraft installiert haben werden. Diese neue Investition ist zugleich ein weiterer Schritt, um unsere konsequente CO2-Minderungsstrategie umzusetzen. Bis 2040 wird RWE insgesamt klimaneutral sein.“, sagte Katja Wünschel, COO Wind Onshore & Solar PV Europe & APAC der RWE Renewables.

Hintergrund: RWE betreibt derzeit in Deutschland Windparks auf dem Festland von insgesamt 650 Megawatt. Aktuell baut das Unternehmen unter anderem mit der Stadt Jüchen den Kooperationswindpark „Jüchen A44n“ mit einer Windkraftleistung von 27 MW.

Es werden sechs Anlagen auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Garzweiler errichtet. Die Inbetriebnahme ist im Frühjahr 2021 geplant. Beide Anlagen – Jüchen und Bedburg – werden nach ihrer Inbetriebnahme die Gesamtvolumina von RWE in Deutschland um acht Prozent erhöhen.

Damit liegt RWE im Trend des Gesamtmarktes: So haben die Hersteller im vergangenen Jahr bei der Stromproduktion aus Windenergie sogar einen neuen Rekord erreicht. Laut der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben die Unternehmen bis zum 21. Dezember 2020 etwa 124 Milliarden Kilowattstunden in die deutschen Stromnetze eingespeist. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag das Gesamtvolumen bei 123,8 Mrd. Kilowattstunden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Wie Verbraucher mit Risiko umgehen – zwischen Finanzentscheidungen und digitaler Unterhaltung

Risiko ist ein Begleiter fast jeder wirtschaftlichen Entscheidung. Mal ist es größer, mal kleiner. Mal offensichtlich, mal schwer...

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Das Ende vom kostenlosen Handgepäck? Lufthansa streicht freien Handgepäckkoffer
24.04.2026

Neuer Spartarif bei Lufthansa: Nur noch ein kleiner Rucksack oder eine Laptop-Tasche gratis – wer mehr will, zahlt drauf. Die Regelung...

DWN
Politik
Politik Angriffe auf Frachter nehmen zu: Konflikt in der Straße von Hormus weitet sich aus
24.04.2026

Die militärischen Spannungen zwischen Iran und den USA verlagern sich zunehmend auf zentrale Seewege und gefährden damit zunehmend den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreisschock: Ifo-Index sackt ab – Iran-Krieg bremst deutsche Wirtschaft
24.04.2026

Der Iran-Krieg drückt die Stimmung: Das Ifo-Geschäftsklima fällt stärker als gedacht, deutsche Unternehmen erwarten wenig Besserung.

DWN
Immobilien
Immobilien Baubranche: Iran-Krieg lässt Kosten für Hausbauer steigen
24.04.2026

Beton, Stahl, Dämmstoffe: Viele Baumaterialien haben sich mit dem Krieg im Nahen Osten deutlich verteuert. Das belastet Hausbauer. Die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Druschba-Pipeline im Fokus: Russland greift in Öltransport ein
24.04.2026

Russland verschärft den Druck auf Europas Energieversorgung und rückt eine zentrale Pipeline erneut ins Zentrum geopolitischer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Millionenhaftung nach Fehlurteil: Stiftung Warentest unterliegt vor Gericht
24.04.2026

Ein fehlerhaftes Testurteil kommt die Stiftung Warentest teuer zu stehen: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat dem Rauchmelder-Hersteller...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ritter Sport streicht Stellen: Schokoladenhersteller erstmals von Stellenabbau betroffen
24.04.2026

2025 war kein einfaches Jahr für den Schokoladenhersteller Ritter Sport. Hohe Kosten für Kakao, Energie und Logistik drückten die Firma...

DWN
Technologie
Technologie KI als Jobvernichter: Welche Jobs gefährdet sind und welche nicht
24.04.2026

Künstliche Intelligenz macht viele Arbeitsplätze überflüssig. Doch nicht alle Branchen sind betroffen und es entstehen auch ganz neue...