Wirtschaft

Wiederaufflammen der Corona-Pandemie in China lässt Ölpreise sinken

Die Ölpreise sind am Montag wegen der aktuellen Corona-Situation in China und der Entwicklung des Dollars gesunken.
11.01.2021 18:06
Lesezeit: 1 min
Wiederaufflammen der Corona-Pandemie in China lässt Ölpreise sinken
Chinas Präsident Xi Jinping und sein Vizepremier. Foto: Adrian Bradshaw

Am Montag um 10.28 Uhr MEZ fielen die WTI-Rohölpreise um 0,84 Prozent auf 51,84 US-Dollar. Die Rohölpreise für Brent waren um 1,11 Prozent auf 55,37 US-Dollar gefallen, nachdem sie am Freitag kurzzeitig 56 US-Dollar pro Barrel überschritten hatten. Die Ölrallye, die letzte Woche den größten wöchentlichen Gewinn seit September verzeichnete, kühlte sich zu Beginn dieser Woche ab.

In der vergangenen Woche stiegen die Ölpreise um mehr als acht Prozent, nachdem Saudi-Arabien angekündigt hatte, seine Ölproduktion in Eigenregie um eine Million Barrel pro Tag (bpd) im Februar und März zu senken, was den Markt sehr positiv überraschte.

In China meldeten die Behörden am Sonntag eine Verdoppelung der neuen Coronavirus-Fälle, was zu strengeren Verkehrsbeschränkungen beim weltweit größten Ölimporteur führte. China hat bisher den Ölmarkt und die Ölpreise mit seiner gesunden Rohölnachfrage unterstützt, während Europa und die USA aufgrund der Lockdowns „gesperrt“ blieben. Während in Europa die Volkswirtschaften heruntergefahren wurden, erfreuten sich die Chinesen zuvor nicht nur daran, dass sie durch die Ankurbelung ihrer Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Rest der Welt erlangt hatten, sondern feierten auch ausgelassen in Clubs und Party-Häusern.

Am Montag meldeten die chinesischen Behörden den größten täglichen Anstieg der COVID-Fälle auf dem chinesischen Festland seit über fünf Monaten. In den vergangenen Handelstagen konnte sich der US-Dollar von den jüngsten Kursverlusten etwas erholen. Die Gewinne der amerikanischen Währung belasteten die Ölpreise, weil Rohöl auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird. Ein festerer Dollar macht den Rohstoff außerhalb des Währungsraumes teurer und bremst so die Nachfrage.

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