Unternehmen

Büromarkt: Umsätze der Vermieter brechen um ein Drittel ein

Die Krise hat den Büromarkt fest im Griff: 2020 erlebten die Vermieter einen massiven Einbruch.
14.01.2021 17:15
Lesezeit: 1 min

Die Vermieter von Büroflächen haben 2020 in den sieben wichtigsten Städten (Big 7) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Einbruch um ein Drittel hinnehmen müssen. Das geht aus Statistiken hervor, der der Fachdienstleister Leasing & Agency JLL Germany veröffentlicht hat. Unterm Strich betrug das vermieteten Gesamtvolumen in den großen Städten, zu denen Berlin, Düsseldorf und Frankfurt am Main sowie vier weitere Städte gehören, 2,67 Millionen Quadratmeter.

Die größten Umsatzrückgänge haben München und Stuttgart hinnehmen müssen. In der bayerischen Hauptstadt gingen die Volumina um 25 Prozent zurück, während sie in Stuttgart um 55 Prozent einbrachen. Ebenso mussten die Vermieter in Berlin ein Minus von 25 Prozent hinnehmen.

„In der aktuellen Rezession überwiegt der Rotstift“, sagte Konstantin Kortmann, der Head of Leasing & Agency JLL Germany. „Entweder werden Umzugspläne aufgeschoben oder es wird eine Verlängerung der Vermietung in den bestehenden Flächen angestrebt. Deshalb fehlen vor allem die großflächigen Vermietungen ab 10.000 Quadratmeter. Hier zeigen sich die Zurückhaltung und die Nachfrageschwäche besonders deutlich“, so der Experte.

„32 Abschlüsse mit insgesamt 656.000 Quadratmetern in der Aggregation über alle Big 7 konnten 2020 in dieser Größenordnung verzeichnet werden, entsprechend einem Minus von 43 Prozent gegenüber 2019 in Bezug auf die Anzahl der Deals“, sagte Kortmann.

Hintergrund: Aus der Sicht von Experten durchläuft Deutschland eine handfeste Konjunkturkrise, die im Prinzip alle Branchen erfasst hat. Eine wichtige Stütze für die Gesamtwirtschaft sind die Industrieunternehmen, bei denen die Kurzarbeit zum Jahresende in nahezu allen Wirtschaftssegmenten gesunken ist.

Allerdings wurde dieses Instrument weiterhin im Einzelhandel und im Gastgewerbe angewendet. Die Zahl der Arbeitnehmer in Kurzarbeit hat sich im Einzelhandel im Dezember um sechs Prozent erhöht. Im Gastgewerbe wurden sogar noch mehr in die Kurzarbeit geschickt: hier erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 39 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Fabrik der Zukunft: Die vollautomatische Produktion ist ein Irrweg
14.07.2026

Die vollständig menschenleere Fabrik galt lange als Ideal der Industrie. Doch ausgerechnet leistungsfähigere KI-Systeme machen...

DWN
Politik
Politik Kreml kritisiert Merz für geplante Sicherheitsgarantien an Kiew
14.07.2026

Der Streit um die künftige Absicherung der Ukraine verschärft sich: Der Kreml attackiert Friedrich Merz, während Bulgarien überraschend...

DWN
Finanzen
Finanzen IBM-Aktie verliert massiv: Quartalszahlen schocken Anleger
14.07.2026

Die IBM-Aktie verliert massiv an Wert, nachdem der IT-Konzern mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Anleger verfehlt hat. Ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Einzelhandel rutscht tiefer in die Krise
14.07.2026

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher trifft den deutschen Einzelhandel härter als noch vor einem Jahr. Eine neue HDE-Umfrage zeigt, wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Fluggastrechtereform: Das ändert sich für Millionen Reisende
14.07.2026

Wer innerhalb Europas fliegt, muss sich auf neue Regeln einstellen. Die geplante Reform verspricht mehr Transparenz und zusätzliche Rechte...

DWN
Politik
Politik Russische Wirtschaft: Das System steht vor der Zerreißprobe
14.07.2026

Russlands Wirtschaft wächst trotz Krieg und Sanktionen, behauptet die staatliche Statistik. Ein schwedischer Geheimdienst kommt zu einem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China überrollt Deutschland mit Exporten
14.07.2026

China liefert immer mehr Waren nach Deutschland, während deutsche Exporte kaum noch mithalten. Neue Zolldaten zeigen, wie sich das...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs im freien Fall: KI-Aktien ziehen Milliarden ab
14.07.2026

Der Bitcoin-Kurs stürzt ab, Milliarden fließen aus den großen Krypto-Fonds und selbst institutionelle Anleger ziehen sich zurück....