Finanzen

Dax: Schwergewicht SAP überrascht Anleger mit plötzlicher Vorlage von Zahlen

Die Börsen entwickeln sich derzeit nur wenig. Eine Aktie macht dabei besonders auf sich aufmerksam.
15.01.2021 10:56
Lesezeit: 1 min
Dax: Schwergewicht SAP überrascht Anleger mit plötzlicher Vorlage von Zahlen
Das deutsche Leitbarometer bringt derzeit niemanden aus der Fassung. (Foto: dpa)

Der Dax hat am Freitag bis 11 Uhr Uhr 0,4 Prozent auf 13.933 Zähler verloren.

Eine Aktie, die heute Morgen die Anleger überrascht hat, war das Schwergewicht SAP, dessen Kurs 1,9 Prozent auf 105,98 Euro gewonnen hat.

Der Vorstand hatte am Vorabend völlig unerwartet vorläufige Ergebnisse für das letzte Quartal vorgelegt und einen Ausblick für 2021 präsentiert. Während die Viertquartalszahlen besser als die Erwartungen der Analysten ausgefallen waren, entsprach die Annahme des Konzerns für das laufende Jahr den Einschätzungen der Fachleute.

Darüber hinaus werden die Märkte unaufhörlich von den Diskussionen über die Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen belastet. Eigentlich wollte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel deswegen erst am 25. Januar mit den Länderchefs treffen. Jetzt werde sie dies vielleicht schon kommende Woche tun, spekulieren die Börsianer.

Doch gibt es noch andere Themen, die für die Anleger wichtig sind. Dazu gehört die Hoffnung auf ein riesiges Konjunkturpaket, das der neue US-Präsident Joe Biden schnüren könnte.

Auch gestern hat sich das deutsche Leitbarometer nur wenig bewegt. Doch ging es im Gegensatz zu heute zumindest etwas nach vorne: So schob sich der Index um 0,4 Prozent auf 13.988 Punkte in die Gewinnzone.

Volkswagen war am Donnerstag top. Die Aktie des Wolfsburger Konzerns rangierte mit einem Plus von fünf Prozent auf 151,98 Euro auf Platz eins. Die Nummer zwei war die Deutsche Bank, die 4,2 Prozent auf zehn Euro gewann und damit die Deutsche Post auf den dritten Rang verwies. Die Aktie des Logistikkonzerns verbuchte ein Plus von 3,3 Prozent auf 43,60 Euro.

Das Papier, das am meisten verlor, war Infineon, das mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 34,53 Euro aus dem Rennen ging. SAP, das heute mit Gewinnen überrascht, verlor gestern hingegen 1,1 Prozent auf 104,20 Euro und war auf der Liste der Verlierer die Nummer zwei. Danach folgte Beiersdorf (minus ein Prozent auf 92,14 Euro).

Vielleicht gibt es heute Nachmittag wieder etwas mehr Bewegung an den Börsen, wenn in den USA unterschiedliche Konjunkturdaten präsentiert werden. Um 14.30 Uhr MEZ erfahren die Anleger beispielsweise, wie sich die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze im Dezember entwickelt haben.

Die Volkswirte gehen davon aus, dass die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent rückläufig gewesen ist. Die Erlöse im Einzelhandel sind wohl um 3,6 Prozent gestiegen, glauben sie.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Yen-Intervention erschüttert die EZB und stellt Europas Vertrauen auf die Probe
10.08.2026

Washington stützt den Yen und greift dafür ausgerechnet auf Euro zurück. Dass die EZB erst nach der Intervention informiert wurde,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europa erhitzt sich: Wegen sinkender Flüsse werden Kraftwerke gestoppt
10.08.2026

Über Europa zieht bereits die vierte Hitzewelle dieses Jahres hinweg. Die Hitze wird nicht nur mit Tausenden zusätzlichen Todesfällen in...

DWN
Politik
Politik Rente, Haushalt, Wahlen - welche Probleme auf Merz warten 
10.08.2026

Das Regierungsviertel in Berlin döst noch vor sich hin. Doch ein stürmischer Herbst kündigt sich an: Auf den Kanzler warten nicht nur...

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenkrise Europa: Krieg wird zur größten Gefahr für das Finanzsystem
10.08.2026

Europas größte Banken halten militärische Konflikte inzwischen für die gefährlichste Bedrohung ihrer Bilanzen. Eine neue Untersuchung...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmer Stihl vor Tarifrunde: 35-Stunden-Woche nicht mehr zeitgemäß
10.08.2026

Rückkehr zur 40-Stunden-Woche – für dasselbe Gehalt? Nikolas Stihl sieht die 35-Stunden-Woche als Luxus vergangener Tage. Wie seine...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungsmangel treibt Preise: Mieten in Deutschland steigen deutlich
10.08.2026

Für Mieter gibt es weiter kaum eine Atempause: Ihre Wohnkosten ziehen kräftig an. Auch bei den Immobilienpreisen geht es bergauf. Die...

DWN
Finanzen
Finanzen Rüstungsbeschaffung: Top-Ökonom wirft Pistorius falsche Investitionen vor
10.08.2026

Droht das Milliarden-Programm für die Bundeswehr zu verpuffen? Top-Ökonom wirft Pistorius fatale Fehlplanung bei der Rüstungsbeschaffung...

DWN
Politik
Politik Regeln für Familiennachzug zu streng: keine Migrationswende mit der SPD
10.08.2026

Gut ein Jahr nach dem vorläufigen Stopp des Familiennachzugs für Geflüchtete mit eingeschränktem Status hat die SPD-Fraktion die...