Finanzen

Dax: Corona-Verschärfungen lassen Anleger nur mit den Achseln zucken

Das deutsche Leitbarometer legt zu - der verschärften Maßnahmen zum Trotz. Der wichtigste Termin ist heute Abend die Inthronisierung von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten.
20.01.2021 11:07
Lesezeit: 1 min
Dax: Corona-Verschärfungen lassen Anleger nur mit den Achseln zucken
Gestern hat MTU die Börsianer überzeugt, dessen Aktie der Tagesgewinner war. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat heute Morgen bis gegen 11 Uhr 0,7 Prozent auf 13.095 Punkte gewonnen. Der Grund für den Zuwachs: Die Verlängerung des Lockdowns und die Verschärfung der Maßnahmen in Teilen des öffentlichen Lebens hat niemanden überrascht.

Zusätzlich gibt es ein paar Makros aus Deutschland und Nachrichten aus China: Dabei kamen sogar positive Impulse aus dem Reich der Mitte, das heute Nacht MEZ Statistiken über die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) präsentiert hat.

Die Volumina sind im vergangenen Krisenjahr im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 144,4 Milliarden Dollar gestiegen. Die Deutschen waren mit dabei, doch nicht an der Spitze der Tabelle. Die Niederländer und die Briten waren diejenigen Investoren, die am meisten ihre Engagements aufstockten – der Pandemie zum Trotz. Sie erhöhten ihre Investitionen um fast 48 beziehungsweise rund 31 Prozent.

Diese Zuwächse zeigen, dass Chinas Wirtschaft die Pandemie offenbar überwunden hat. Für die Anleger kann dies ein Fingerzeig dafür sein, dass auch Deutschland die Krise irgendwann einmal überwinden kann.

Hierzulande hat das Statistische Bundesamt die Erzeugerpreise für den Dezember präsentiert. So sind Niveaus für gewerbliche Produkte sind um 0,2 Prozent höher gewesen als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,8 Prozent. Dabei war insbesondere Strom wesentlich teurer geworden, für den man 5,9 Prozent mehr bezahlen musste als noch zwölf Monate zuvor.

Gestern hat sich der Dax nur wenig bewegt: So verringert sich der Index um 0,2 Prozent auf 13.815 Zähler. Die Liste der Tagesgewinner führte MTU an, das 1,6 Prozent auf 213,60 Euro gewann. Danach folgte die Deutsche Börse ebenso mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 135,85 Euro. Fresenius kam mit einem Gewinn von 1,3 Prozent auf 30,73 Euro ins Ziel und landete damit auf dem dritten Platz.

Die Tabelle derjenigen Aktien, die am meisten verloren, führte die Deutsche Bank an. Das Papier des Konzerns verlor vier Prozent auf 9,29 Euro, gefolgt von adidas, das drei Prozent auf 286,20 Euro einbüßte. Der Dritte im Bunde war Daimler (minus 1,9 Prozent auf 55,60 Euro).

Der wichtigste Termin ist heute Abend um 18 Uhr MEZ. Denn dann wird Joe Biden als neuer US-Präsident vereidigt. Die Börsen dürfte das wohl nur wenig interessieren, weil das Ereignis schon lange bekannt und deswegen in den Kursen berücksichtigt ist.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesische Lkw-Offensive sorgt für Unruhe: „Fast zu gut“
06.10.2026

Die Elektrifizierung ist in vollem Gang, und die chinesischen Hersteller haben Lastwagen bereit, die in Europa auf die Straße kommen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Tech-Rally beflügelt Wall Street; Anleiherenditen steigen
05.10.2026

Welche Kräfte die US-Märkte zum Wochenstart bewegten und warum Anleger jetzt genau hinsehen sollten.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Elektroautos sollen Strom verkaufen: Neuer Markt für Fahrer und Energieversorger
05.10.2026

In Deutschland wird die gesetzliche Grundlage für eine breite Einführung des V2G-Systems vorbereitet. Elektroautos sollen künftig nicht...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Portfolio übernimmt das Depot: Kann Claude den S&P 500 schlagen?
05.10.2026

Ein Redakteur überlässt 1.000 Euro echtem Geld einer künstlichen Intelligenz. Claude darf Aktien kaufen und verkaufen, Risiken eingehen...

DWN
Politik
Politik Das Land, das blutiges Gold über die Welt verteilt
05.10.2026

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein Drehkreuz für einen bedeutenden Teil des weltweiten Goldhandels. Das hat Dubai den Spitznamen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedriglohnland Deutschland: Wo es millionenfach niedrige Löhne gibt
05.10.2026

Wenn Arbeit nicht vor Armut schützt: In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt arbeiten Millionen Menschen an der Schwelle zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lexus ES: Dieser Japaner greift Audi, BMW und Mercedes an
05.10.2026

Der Lexus ES will dort angreifen, wo Audi, BMW und Mercedes seit Jahrzehnten den Ton angeben. Die neue japanische Luxuslimousine setzt...

DWN
Politik
Politik BND-Chef Jäger warnt vor Russlands "Schattenkrieg" gegen Deutschland
05.10.2026

Sabotage, Desinformation und Einflussnahme auf Wahlen: Deutschlands Geheimdienste zeichnen ein beunruhigendes Bild russischer Aktivitäten....