Finanzen

Miese Corona-Laune der Manager bremst deutsches Leitbarometer aus

Der Dax kommt heute Morgen gar nicht in die Gänge. Der Grund: Der ifo-Geschäftsklima-Index hat sich wegen der Pandemie zu Jahresanfang verschlechtert.
25.01.2021 10:55
Lesezeit: 1 min
Miese Corona-Laune der Manager bremst deutsches Leitbarometer aus
Eine Tochter von Siemens hat die Anleger heute ganz besonders überrascht. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat heute bis 11 Uhr bei 13.880 Zählern stagniert.

Der Index kommt kaum in Gänge, weil sich die Stimmung unter den deutschen Managern zu Jahresanfang verschlechtert hat. Das geht aus dem aktuellen ifo-Geschäftsklima-Index hervor, der im Januar auf 90,1 Punkte gefallen ist. Im Vormonat hatte das Barometer noch bei 92,2 Punkten gelegen. „Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Das Schwergewicht Siemens steht im Fokus: Die Aktie des Konzerns verlor zwar 0,2 Prozent auf 132,48 Euro. Doch hat das Unternehmen mit einer wichtigen Zahlenpräsentation auf sich aufmerksam gemacht. So hat die Tochter Energy im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres 2020/ 2021, das am 31. Dezember zu Ende gegangen ist, operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Zwölf Monate hatte es noch einen Verlust gegeben. Das berichtete das Unternehmen am Sonntagabend.

Bereits am Freitag hat der Gesamtkonzern im ersten Geschäftsquartal eine bessere Geschäftsentwicklung verzeichnet, als die Analysten erwartet hatten. So stieg die Siemens-Aktie um 7,3 Prozent auf 132,80 Euro und riss damit den gesamten Markt mit, der schließlich mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent auf 13.874 Punkte aus dem Handel ging.

Auf dem zweiten Platz der Liste der Tagesgewinner lag Volkswagen mit einem Gewinn von 165,08 Euro. Auf dem dritten Platz landete Delivery Hero, das ein Prozent auf 137,20 Euro zulegte. Die Liste der Tagesverlierer führte die Deutsche Bank an, die 2,8 Prozent auf 8,90 Euro einbüßte. Die Nummer zwei auf dieser Liste war Continental, das 2,5 Prozent auf 118,55 Euro verlor. Danach folgte HeidelbergCement – und zwar ebenso mit einem Minus von 2,5 Prozent, aber auf 64,62 Euro.

Um 14. 30 Uhr MEZ wird heute in den USA der Chicago-National-Aktivität-Index (CFNAI) für den Dezember veröffentlicht, der unter anderem die Inflation misst. Die Fachleute gehen von 0,1 aus. Im Vormonat lag das Niveau noch bei 0,27.

Zwei Stunden später um 16.30 Uhr MEZ erfahren dann die Anleger, wie sich die Produktion im Januar entwickelt hat. Darüber wird der Dallas-Fed-Herstellungsindex Aufschluss geben. Die Volkswirte rechnen mit einem Wert von 4,5. Im Vormonat hat das Niveau noch bei 9,7 gelegen. Zum Vergleich: Im April des vergangenen Jahres gab es wegen der Pandemie ein Minus von 74 - also einen Erdrutsch.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Wie Verbraucher mit Risiko umgehen – zwischen Finanzentscheidungen und digitaler Unterhaltung

Risiko ist ein Begleiter fast jeder wirtschaftlichen Entscheidung. Mal ist es größer, mal kleiner. Mal offensichtlich, mal schwer...

DWN
Finanzen
Finanzen Strom- und Gaskunden: Verivox-Chef warnt vor deutlich steigenden Gaspreisen
24.04.2026

Wer Auto fährt, wird entlastet - doch auch für die Strom- und Gaskunden kennen die Preise derzeit nur eine Richtung: nach oben.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ritter Sport streicht Stellen: Schokoladenhersteller erstmals von Stellenabbau betroffen
24.04.2026

2025 war kein einfaches Jahr für den Schokoladenhersteller Ritter Sport. Hohe Kosten für Kakao, Energie und Logistik drückten die Firma...

DWN
Finanzen
Finanzen Dividendenaktien mit Potenzial: Drei Aktien mit verlässlichen Ausschüttungen
24.04.2026

Dividendenaktien rücken in einem unsicheren Marktumfeld wieder stärker in den Vordergrund, da viele Anleger auf verlässliche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Das Ende vom kostenlosen Handgepäck? Lufthansa streicht freien Handgepäckkoffer
24.04.2026

Neuer Spartarif bei Lufthansa: Nur noch ein kleiner Rucksack oder eine Laptop-Tasche gratis – wer mehr will, zahlt drauf. Die Regelung...

DWN
Politik
Politik Angriffe auf Frachter nehmen zu: Konflikt in der Straße von Hormus weitet sich aus
24.04.2026

Die militärischen Spannungen zwischen Iran und den USA verlagern sich zunehmend auf zentrale Seewege und gefährden damit zunehmend den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreisschock: Ifo-Index sackt ab – Iran-Krieg bremst deutsche Wirtschaft
24.04.2026

Der Iran-Krieg drückt die Stimmung: Das Ifo-Geschäftsklima fällt stärker als gedacht, deutsche Unternehmen erwarten wenig Besserung.

DWN
Immobilien
Immobilien Baubranche: Iran-Krieg lässt Kosten für Hausbauer steigen
24.04.2026

Beton, Stahl, Dämmstoffe: Viele Baumaterialien haben sich mit dem Krieg im Nahen Osten deutlich verteuert. Das belastet Hausbauer. Die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Druschba-Pipeline im Fokus: Russland greift in Öltransport ein
24.04.2026

Russland verschärft den Druck auf Europas Energieversorgung und rückt eine zentrale Pipeline erneut ins Zentrum geopolitischer...