Politik

EU will Handelsinteressen angeblich aggressiver gegen USA und China verteidigen

Die Europäische Union plant eine aktivere Handelspolitik gegenüber den USA und China. Entsprechende Vorschläge will die EU-Kommission am Donnerstag vorstellen.
18.02.2021 11:26
Lesezeit: 1 min
EU will Handelsinteressen angeblich aggressiver gegen USA und China verteidigen
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht während einer Pressekonferenz im EU-Hauptquartier. (Foto: dpa) Foto: Aris Oikonomou

Die Europäische Union plant eine aktivere Handelspolitik gegenüber den USA und China. Entsprechende Vorschläge will die EU-Kommission am Donnerstag vorstellen. In Interviews mit mehreren Medien sagte EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis, das Pariser Klima-Abkommen von 2015 solle ein wichtiger Gegenstand in künftigen Handelsgesprächen werden. Die G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer solle sich zu Zielen für Klimaneutralität bekennen, zitierte die „Financial Times“ den Letten.

Die USA wollen unter dem neuen Präsidenten Joe Biden zum Pariser Klimaabkommen zurückkehren. Sein Vorgänger Donald Trump hatte es gekündigt und auf G20-Ebene regelmäßig Klimabekenntnisse in den Abschlussdokumenten verhindert oder abgeschwächt. Trump hatte zudem einen Handelsstreit angezettelt und vor allem China mit höheren Zöllen belegt. Gegenmaßnahmen waren die Folge.

Dombrovskis sagte laut „Politico“, die EU müsse sich stärker verteidigen, wenn andere sich nicht an Regeln hielten. Die EU werde deswegen bestimmter in den Verhandlungen auftreten. Die Streitschlichtung der Welthandelsorganisation WTO müsse überarbeitet werden. Es brauche zudem Regeln für den digitalen Handel.

Außerdem werde die EU neue Regeln zu Lieferketten prüfen. Es sollten in europäischen Produkten keine Zulieferungen enthalten sein, die etwa in Verbindung mit Zwangsarbeit stünden. Die Bundesregierung plant ebenfalls ein Lieferkettengesetz. Damit sollen deutsche Unternehmen ab 2023 verpflichtet werden, gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden bei ihren ausländischen Zulieferern vorzugehen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen BMW-Aktie: Münchener Autobauer setzt auf KI – jede fünfte Führungsposition soll wegfallen
05.10.2026

Der deutsche Automobilkonzern BMW plant, mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) bis Mitte kommenden Jahres jede fünfte Führungsposition...

DWN
Politik
Politik Merz trotz russischer Warnungen in Kiew: „Vom Ausgang dieses Krieges hängt auch Deutschlands Sicherheit ab“
05.10.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz ist gemeinsam mit einer Delegation deutscher Wirtschaftsvertreter am gestrigen Sonntag in Kiew eingetroffen....

DWN
Panorama
Panorama Tankrabatt verpufft teilweise: Spritpreise ziehen nach Steuersenkung wieder an
05.10.2026

Seit dem 1. Oktober gilt die neue Entlastung bei der Energiesteuer auf Benzin und Diesel. An der Zapfsäule war der Effekt zunächst...

DWN
Finanzen
Finanzen Stablecoins: Amerikas neue Waffe im Kampf um die Macht des Dollars
05.10.2026

Stablecoins sollen Geld schneller, einfacher und stabiler machen. Doch hinter dem Boom der digitalen Dollar könnte weit mehr stecken als...

DWN
Politik
Politik Analyse: Putin will einen ewigen Krieg und lässt sich weder militärisch noch wirtschaftlich brechen
05.10.2026

Russlands Wirtschaft kollabiert nicht, und Wladimir Putin zeigt nach Einschätzung mehrerer Russland-Experten keinerlei Bereitschaft, den...

DWN
Finanzen
Finanzen E-Auto-Prämie erreicht 100.000 Antragsteller: Wer von der Förderung profitiert
05.10.2026

Hohe Spritpreise machen den Umstieg auf ein Elektroauto für viele Haushalte interessant. Die Bundesregierung unterstützt Kauf und Leasing...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Warum der Kurssprung nach den US-Jobdaten verpufft
05.10.2026

Der schwache US-Arbeitsmarkt schob den Goldpreis am Freitag kräftig an, doch der Kurssprung erwies sich als kurzlebig. Zum Wochenstart...

DWN
Finanzen
Finanzen Amazon Prime-Preiserhöhung: BGH kippt Amazon-Klausel – wie Kunden Geld zurückbekommen
05.10.2026

Nach dem BGH-Urteil zur Amazon Prime-Preiserhöhung bewegt sich etwas bei den Mitgliedsbeiträgen. Doch zwischen einer günstigeren...