Politik

Jetzt bahnt sich auch ein digitaler EU-Impfpass an

Am 25. und 26. Februar werden die Mitglieder des Europäischen Rates zusammenkommen, um über die Einführung von digitalen Impfpässen zu beraten. Der digitale EU-Impfpass soll das Reisen innerhalb der EU wieder möglich machen.
24.02.2021 22:06
Aktualisiert: 24.02.2021 22:06
Lesezeit: 1 min
Jetzt bahnt sich auch ein digitaler EU-Impfpass an
Eine Dosis mit dem Covid-19 Pfizer-Biontech Impfstoff steht neben einer Spritze auf einem Tisch im Impfzentrum. (Foto: dpa) Foto: Sina Schuldt

Am 25. Februar 2021 werden die Staats- und Regierungschefs der EU die Möglichkeit gemeinsamer nationaler Maßnahmen erörtern, um Reisen zwischen Mitgliedstaaten zu ermöglichen. Am 25. und 26. Februar werden die Mitglieder des Europäischen Rates zu einer Videokonferenz zusammenkommen, um über die aktuelle Lage in Bezug auf die COVID-19-Pandemie, über die Vorsorge gegen Gesundheitsgefahren, über Sicherheit und Verteidigung sowie über die Beziehungen zur südlichen Nachbarschaft zu beraten. Am Montag hatte das Bundeskabinett in Berlin die Einführung von nationalen digitalen Impfpässen beschlossen (HIER).

Griechenland, Italien, Spanien und Portugal gehören zu den Befürwortern von EU-weiten Impfpässen. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis fordert offiziell ihre Einführung. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte im Januar 2021, sie unterstütze die Idee (HIER).

Im Dezember 2020 veröffentlichte die Universität von Exeter in Großbritannien einen Bericht , in dem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen digitaler Gesundheitspässe auf den Datenschutz und die Menschenrechte geäußert wurden. Das Ada Lovelace Institute, eine unabhängige Forschungseinrichtung, hat eine Überprüfung praktischer und ethischer Fragen im Zusammenhang mit digitalen Impfpässen durchgeführt. Eine Expertengruppe unter Vorsitz von Professor Sir Jonathan Montgomery kam zu dem Schluss, dass die Einführung digitaler Pässe derzeit nicht gerechtfertigt ist , da der Impfstatus keine solide Grundlage für risikobasierte Entscheidungen darstellt.

Die EU-Kommission hatte zwei Jahre vor der Corona-Pandemie eine „Roadmap zur Impfung“ für die öffentliche Gesundheit ausgearbeitet (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Politik
Politik Robert Habeck warnt vor Putins nächster Falle: „Wir dürfen nicht wieder wegsehen“
01.11.2026

Europa hat die Gefahr durch Putin lange unterschätzt. Der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck fürchtet, dass sich dieser Fehler in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen US-Logistikkonzern C.H. Robinson verblüfft mit KI-gestütztem Gewinnsprung: So ist das gelungen!
01.11.2026

28 Prozent weniger Mitarbeiter, über 60 Prozent mehr Produktivität und Frachtangebote in nur 31 Sekunden: Der US-Logistikkonzern C.H....

DWN
Technologie
Technologie Millionen Hackerangriffe wegen PHP-Sicherheitslücke: Wie sicher sind Websites noch und was ist zu tun?
01.11.2026

Millionen Hackerangriffe innerhalb weniger Stunden, abgeschaltete Regierungswebsites und eine PHP-Sicherheitslücke, die seit mehr als...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quantum-Systems-Chef in Litauen: Drohnen kann man nicht im Lager anhäufen, Bedrohungen verändern sich
01.11.2026

Quantum Systems baut seine Präsenz in Litauen aus und wird dort die Bundeswehr-Brigade unterstützen. Produktionspläne hängen jedoch von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kupferpreise auf Rekordhoch: Warum das Kupfermetall knapp wird
01.11.2026

Das Industriemetall ist nicht nur bei Diebesbanden gefragt. Kaum eine Zukunftsbranche kommt ohne den Leiter zurecht. Nach Bewertung der IEA...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Server statt Spielzeug: Playmobil-Werk wird Rechenzentrum
01.11.2026

Die Mutter der bekannten Spielwarenmarke hat die Produktion ins Ausland verlagert. 350 Mitarbeitende verloren dabei ihren Arbeitsplatz....

DWN
Immobilien
Immobilien Preisschock am Bau: Neue KI soll explodierende Materialkosten und Baustopps verhindern
01.11.2026

Kriege, Krisen und explodierende Rohstoffpreise bringen die Baubranche zunehmend unter Druck. Bauprojekte werden teurer, Kalkulationen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Xiaomi-Elektroautos: Warum dieser Milliardär Volkswagen und Tesla gefährlich werden könnte
31.10.2026

Er verkaufte Smartphones, wurde Milliardär und stieg schließlich ins Autogeschäft ein. Mit seinem ersten Elektroauto gelang Xiaomi-Chef...