Deutschland

Bundesbehörde behauptet nun: Vogelgrippe in Norddeutschland konnte sich durch Menschen verbreiten

Dem Friedrich-Loeffler-Institut zufolge, das eine selbstständige Bundesoberbehörde des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist, wurde die aktuelle Vogelgrippe in Norddeutschland nicht durch Wildvögel, sondern durch Menschen verbreitet.
27.02.2021 21:56
Lesezeit: 1 min
Bundesbehörde behauptet nun: Vogelgrippe in Norddeutschland konnte sich durch Menschen verbreiten
Ein Warnschild mit der Aufschrift "Seuchenobjekt Betreten verboten!" hängt nach dem Vogelgrippe-Ausbruch im Gut Eschenhörn. (Foto: dpa) Foto: Jens Büttner

Das Friedrich-Loeffler-Institut behauptet, dass die aktuelle Vogelgrippe in Deutschland offenbar durch Menschen von Hof zu Hof geschleppt wurde. Damit widerlegt das Institut die Theorie, wonach Wildvögel die Vogelgrippe nach Norddeutschland eingeschleust haben sollen. Das geht aus einem Bericht des „NDR“ hervor. Das Friedrich-Loeffler-Institut ist eine selbstständige Bundesoberbehörde des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

In Deutschland wurden mehrfach Ausbrüche von Vogelgrippe bei Tieren nachgewiesen. Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet. Die Vogelgrippe tritt mit verschiedenen Subtypen auf. Von mehreren war bislang schon bekannt, dass sich Menschen damit anstecken können.

In Russland ist nach Angaben der Behörden erstmals eine Übertragung der Vogelgrippe vom Subtyp H5N8 von Tieren auf den Menschen nachgewiesen worden. Die Informationen zu dem weltweit ersten Fall seien der Weltgesundheitsorganisation WHO übermittelt worden, sagte Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa am Samstag im Staatsfernsehen. Sieben Mitarbeiter einer Geflügelfarm im Süden des Landes seien im Dezember erkrankt. Den Betroffenen gehe es aber gut, sie hätten sich wieder erholt. Die Krankheit sei mild verlaufen.

Laut regionalen Behörden war eine Hühnerfarm in der Nähe der Großstadt Wolgograd betroffen. Nach Ausbruch der Vogelgrippe sei das Gelände unter Quarantäne gestellt worden, teilte die Verwaltung der Agentur Interfax zufolge am Sonntag mit. Die Tiere seien getötet, Eier und gefrorenes Fleisch vernichtet worden.

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