Finanzen

Die größten Kapitalvernichter: Kursverluste von mehr als 70 Prozent

Lesezeit: 1 min
18.03.2021 12:24
Mit den Aktien einiger Unternehmen haben Anleger im letzten Jahr regelrecht Geld verbrannt, darunter auch zahlreiche Dax-Konzerne.
Die größten Kapitalvernichter: Kursverluste von mehr als 70 Prozent
Auf der Liste mit den größten Kursverlusten finden sich auch namhafte Dax-Unternehmen wieder. (Foto: dpa)
Foto: Boris Roessler

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Mit den Aktien einiger Unternehmen haben Anleger regelrecht Geld verbrannt. Zu den größten "Kapitalvernichtern" über ein, drei und fünf Jahre zählt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) das Biotech-Unternehmen Epigenomics, den Finanzdienstleister Ferratum und den Autozulieferer Leoni. Auf den weiteren Plätzen folgen auch Dax-Konzerne wie Bayer, Fresenius und - mit zuletzt starken Kursgewinnen - die Deutsche Bank. Größe allein sei kein Schutz vor dem Niedergang an der Börse, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler am Donnerstag.

Auf Platz 1 der Liste mit den größten Kursverlusten landete Epigenomics, ein Entwickler von Technologien zur Krebserkennung, dessen Aktie alleine im vergangenen Jahr gut 70 Prozent einbüßte. Anteile der Gesellschaft Ferratum, deren Geschäftsmodell vor allem auf der Vergabe von Kleinkrediten beruht, verloren 2020 mehr als 46 Prozent. Leoni bescherte Aktionären Kursverluste von fast 36 Prozent.

Aus dem Dax landete der Pharma- und Chemiekonzern Bayer auf Platz 23, der Aktionären inklusive Dividenden Verluste von fast 31 Prozent binnen eines Jahres einbrockte. "Hier zeigt sich dramatisch ein Mix aus den Folgen der Monsanto-Übernahme und der Corona-Pandemie", sagte Tüngler. Auf Rang 37 folgt der Gesundheitskonzern Fresenius (minus 23 Prozent), der mit den Folgen der Pandemie und Gewinnwarnungen kämpft. Auch Dax-Absteiger wie Thyssenkrupp, die Commerzbank und Lufthansa tauchen auf der Liste auf.

Kritik äußerten die Anlegerschützer erneut an Online-Hauptversammlungen in Zeiten der Pandemie, da sie dort Aktionärsrechte und Interaktionsmöglichkeiten eingeschränkt sehen. Es gebe "die spürbaren Bestrebungen von Teilen der Wirtschaft, die virtuelle Hauptversammlung in der aktuellen, aktionärsunfreundlichen Form über das Ende der Pandemie hinaus beizubehalten", sagte die stellvertretende DSW-Hauptgeschäftsführerin Jella Benner-Heinacher.


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