Deutschland

„Die Hotellerie kämpft ums nackte Überleben“

Die deutschen Hotels und Gaststätten fordern von der Bundesregierung das Angebot einer realen Öffnungsperspektive.
18.03.2021 13:01
Aktualisiert: 18.03.2021 13:01
Lesezeit: 1 min

Die am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Branchen fordern vor den nächsten Beratungen von Bund und Ländern trotz steigender Infektionen eine Öffnungsperspektive und mehr Hilfen für zwangsweise geschlossene Betriebe. "Was uns fehlt ist Pragmatismus und Mut", sagte der Vorsitzende des Hotelverbands IHA, Otto Lindner, am Donnerstag in Berlin. Deutschland müsse mehr Dinge ausprobieren, aus Fehlern lernen und technische Lösungen finden.

Bund und Länder beraten am Montag das nächste Mal über den weiteren Corona-Kurs und den für manche Branchen seit Anfang November geltenden Lockdown. Weitere Öffnungen gelten angesichts zuletzt deutlich steigender Infektionen nicht als wahrscheinlich. Mindestens eine Perspektive müsse es aber geben und dafür konkrete Kriterien definiert werden, sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Guido Zöllick. "Wenn die Politik dem Gastgewerbe erneut ein Sonderopfer abverlangt, damit andere Wirtschaftszweige sowie Schulen und Kitas geöffnet bleiben können, müssen die finanziellen Ausfälle entschädigt werden." Die Hilfen müssten aufgestockt und verlängert werden.

"Die Hotellerie kämpft ums nackte Überleben", sagte Lindner. Zöllick ergänzte, jeder vierte Betrieb denke konkret über eine Geschäftsaufgabe nach. "Die Kassen sind leer, die Rücklagen aufgebraucht." Die Corona-Hilfen der Regierung müssten auch schneller fließen, viele Unternehmen warteten immer noch auf die beantragten Gelder.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street klettert trotz Rückschlag bei Friedensplan leicht ins Plus
11.05.2026

Geopolitische Spannungen treffen auf Börsen-Optimismus – erfahren Sie, was die Märkte jetzt bewegt.

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie: Starker Auftragsbestand, schwacher Aktienkurs – die Hintergründe
11.05.2026

Bei der Rheinmetall-Aktie prallen derzeit starke Fundamentaldaten und wachsende Zweifel am kurzfristigen Kursverlauf aufeinander. Eine neue...

DWN
Politik
Politik Sanierungsstau trifft Akademiker-Nachwuchs: TU Berlin schließt marodes Hauptgebäude
11.05.2026

Behörden und Feuerwehr entdecken bauliche Mängel: Die Technische Uni Berlin zieht harte Konsequenzen und schließt ihr Hauptgebäude...

DWN
Finanzen
Finanzen Lagarde bremst Stablecoins: Warum die EZB den digitalen Euro schützen will
11.05.2026

EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellt sich skeptisch gegen Stablecoins in Euro. Sie sieht Risiken für Finanzstabilität, Banken und...

DWN
Finanzen
Finanzen Einbruch Gewerbesteuer: Finanzielle Krise in Baden-Württemberg verschärft sich
11.05.2026

Schon jetzt schreiben viele Städte und Gemeinden rote Zahlen und müssen Leistungen kürzen. Die aktuelle Steuerschätzung zeigt: Die...

DWN
Politik
Politik Der ewige Krieg in der Ukraine: Putin bringt Altkanzler Schröder als Vermittler ins Gespräch
11.05.2026

Kremlchef Putin möchte Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg. Bundesregierung und EU lehnen Putins Vorschlag ab -...

DWN
Panorama
Panorama Mitten in einer Kriegszone. Wenn die Kontrolle verschwindet, beginnt Führung.
11.05.2026

Ein Unternehmer wacht in Lwiw in der Ukraine auf und erfährt, dass Krieg ist. Seine Geschichte zeigt, was Führung bedeutet, wenn Pläne...

DWN
Politik
Politik Großbritannien: Labour verliert, Reform UK gewinnt - Rücktrittsforderungen nach Wahldebakel
11.05.2026

Der angezählte britische Premierminister Keir Starmer bemüht sich nach den historisch schlechten Wahlergebnissen bei den Kommunalwahlen...