Deutschland

Horror-Heim in Bayern? „Personal betrunken, Senioren verwahrlost und 17 Tote“

Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall der Seniorenresidenz Schliersee. Sie ermittelt in 17 Todesfällen und 88 mutmaßlichen Körperverletzungsfällen. Die 17 verstorbenen Senioren könnten angeblich verhungert sein.
24.03.2021 11:29
Aktualisiert: 24.03.2021 11:29
Lesezeit: 1 min

Der „BR“ berichtet: „In der Seniorenresidenz Schliersee sind Bewohner offenbar über Jahre vernachlässigt worden. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt wegen Körperverletzungsdelikten bei 88 Bewohnern und prüft 17 Todesfälle. Senioren könnten verhungert sein. Extrem dünn, nur noch Haut und Knochen war die alte Frau. Ihren Anblick wird Andrea Würtz nie vergessen; und wie diese Frau zu ihr sagte, dass sie so friere. Die Hände waren mit Stuhlgang verdreckt, die Füße wundgelegen. Im vergangenen Jahr war Andrea Würtz für das Gesundheitsamt Miesbach oft in der Seniorenresidenz Schliersee.“

Das Personal der Residenz soll alkoholisiert gewesen sein, während überall Schimmel und Schmutz festgestellt wurde.

Angehörige von ehemaligen Bewohnern und Ex-Mitarbeiter teilten dem „BR“ mit: „Mein Vater war nicht gewickelt, der war von oben bis unten voll Dreck. / Ich habe noch nie so viele halb verhungerte Bewohner gesehen. / Meine Mutter hat sich dort wundgelegen. Die offene Stelle war groß, ganz eitrig und entzündet. Ich habe sie entdeckt. / Da haben die alten Leute um Hilfe geschrien und keiner ist gekommen. / Die letzten Worte meiner Mutter waren: Bitte hol mich hier raus. Danach hat sie nie wieder gesprochen.“

Seit Mai 2020 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Ex-Heimleiterin. In 88 Fällen gibt es den Verdacht der Körperverletzung und in 17 Fällen um Todesermittlungsverfahren. Bis heute ist das Heim offen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Mercedes CLA im Test: Ungewöhnlich, sparsam und besser denn je
06.06.2026

Der neue Mercedes CLA sieht nicht sofort nach Liebe auf den ersten Blick aus. Doch unter der auffälligen Hülle steckt ein überraschend...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Logistik fordert Frachtgiganten heraus
06.06.2026

Die Frachtbranche galt lange als Geschäft aus Stahl, Schiffen und Terminals. Nun dringt KI in die Buchungen ein, automatisiert Dokumente...

DWN
Politik
Politik EZB warnt vor Risiken für die Finanzstabilität bei längerem Iran-Krieg
06.06.2026

Die Banken wirken stabil, die Märkte aber nicht. Der Iran-Krieg trifft auf hohe Bewertungen, nervöse Anleger und Staaten mit knappen...

DWN
Politik
Politik Atomabkommen mit dem Iran: Warum Trump Obamas Iran-Deal zu Fall brachte
06.06.2026

Donald Trump macht keinen Hehl daraus, dass er Barack Obamas Iran-Politik für einen Fehler hält. Der Ausstieg der USA aus dem...

DWN
Technologie
Technologie Der neue Fachkräftemangel: Jetzt fehlen Mitarbeiter mit KI-Kompetenz
06.06.2026

KI-Kompetenz wird zum neuen Engpass am Arbeitsmarkt. Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die Künstliche Intelligenz produktiv einsetzen,...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte schließen: Nasdaq von massivem Ausverkauf getroffen
05.06.2026

Ein plötzliches Beben erschüttert die Wall Street und zwingt Anleger zum sofortigen Umdenken – erfahren Sie, was hinter den Turbulenzen...

DWN
Politik
Politik Armenien-Wahl wird zum Testfall für Europas Machtanspruch
05.06.2026

Armenien steht vor einer Wahl, die weit über Jerewan hinausreicht. Im Südkaukasus entscheidet sich, ob Russland ein weiteres...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Bank-Analyse: S&P 500 wird zur Milliardenfalle für sorglose Anleger
05.06.2026

Der S&P 500 rennt von Rekord zu Rekord, doch ausgerechnet die Deutsche Bank sieht darin ein Warnsignal. Der rasante Anstieg erinnert an...