Panorama

Beamte in Japans Gesundheitsministerium verstoßen gegen Corona-Regeln

Eine große Feier von Beamten des japanischen Gesundheitsministerium hat in jeder Hinsicht eklatant gegen die Corona-Vorschriften verstoßen, die zugleich von diesen Beamten gegen die Bürger durchgesetzt werden.
30.03.2021 09:56
Aktualisiert: 30.03.2021 09:56
Lesezeit: 1 min

Japans Gesundheitsministerium wird mitten im Kampf gegen das Coronavirus von einem handfesten Skandal um Party feiernde Beamte erschüttert. Gesundheitsminister Norihisa Tamura sah sich am Dienstag zu einer Entschuldigung bei der Bevölkerung gezwungen, nachdem 23 Beamte seines Hauses bei einer Feier in einem Restaurant auf Tokios Luxus-Einkaufsmeile eklatant gegen die Corona-Regeln verstoßen hatten.

Die Staatsbediensteten hätten das "Vertrauen der Menschen verraten", sagte Tamura. Zwar ist der Notstand in Tokio aufgehoben, die Regierung verlangt von Restaurants und Bars jedoch, schon um 21.00 Uhr zu schließen. Die mit der Gesundheit von Senioren beauftragten Beamten scherte das nicht, sie feierten bis Mitternacht.

Das Gesundheitsministerium steht an vorderster Front im Kampf gegen die Pandemie und ist verantwortlich für den vergleichsweise langsamen Impfprozess im Land. Von den Bürgern wird erwartet, dass sie zum Essen in Gruppen von höchstens vier Personen aus dem engsten Familien oder Kollegenkreis ausgehen.

Dass gleich 23 Beamte in einem Restaurant vergangene Woche Party machten, einige auch noch ohne Maske, sei eine "abnormal hohe Zahl und ein großes Problem", wurde Minister Tamura zitiert. Das Ministerium prüfe nun, ob Beamte seines Hauses noch andere Partys zu nächtlicher Stunde gefeiert haben.

Mehr zum Thema: Grünen-Politiker Boris Palmer fordert Ausgangssperren ab 20 Uhr

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Politik
Politik Per Haftbefehl gesucht: Mehr als 148.000 offene Haftbefehle in Deutschland
09.10.2026

Warum bleiben Tausende Haftbefehle in Deutschland offen? Welche Rolle spielen Ersatzfreiheitsstrafen und die Staatsangehörigkeit dabei?

DWN
Unternehmen
Unternehmen Entstehung eines Mega-Reeders stockt: Israel hat ZIM-Übernahme noch nicht genehmigt
09.10.2026

Hapag-Lloyd will mit der Übernahme von ZIM einen der größten Deals seiner Geschichte abschließen. Doch Israel hat dem 4,2 Milliarden...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 46: Die Woche im Rückblick – KW 41
09.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Führerscheinreform: Führerschein könnte bis zu 1.000 Euro günstiger werden
09.10.2026

Wie viel spart man wirklich durch die Führerscheinreform? Verkehrsminister Steffen Bilger nennt erstmals konkrete Zahlen – und erklärt,...

DWN
Finanzen
Finanzen Gold schützt nicht vor jedem Risiko
09.10.2026

Gold gilt als sicherer Hafen – doch wer sein Vermögen schützen will, sollte sich nicht auf ein einziges Edelmetall verlassen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ökostromanbieter grüüün gibt auf: Was der Lieferstopp für rund 200.000 Kunden bedeutet
09.10.2026

Der Stromversorger grüüün beendet zum 31. Oktober 2026 die bundesweite Belieferung von Privatkunden. Das junge Unternehmen macht...

DWN
Politik
Politik Geheime Gespräche zwischen USA und Russland: Amerikaner wollen bei Nord Stream einsteigen und Gasgewinne teilen
09.10.2026

Hinter den Kulissen wird offenbar über eine Rückkehr von Nord Stream gesprochen. Nach Reuters-Informationen prüfen Vertreter der USA und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unternehmenspleiten in Deutschland: Höchster Stand seit 2013
09.10.2026

Vor allem kleinere Firmen rutschen in die Zahlungsunfähigkeit. Gläubiger verlieren zwar weniger Geld als im Vorjahr, doch manche Branchen...