Politik

EU-Trickserei? AstraZeneca-Impfstoff wird in Vaxzevria umbenannt

Die Europäische Arzneimittelagentur teilt mit, dass der AstraZeneca-Impfstoff von nun an Vaxzevria heißen wird.
30.03.2021 19:28
Aktualisiert: 30.03.2021 19:28
Lesezeit: 1 min

Aus der Webseite der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geht hervor, dass der AstraZeneca-Impfstoff in Vaxzevria umbenannt wird. Der Handelsname des Vakzins wurde am 25. März 2021 geändert.

„Vaxzevria ist ein Impfstoff zur Vorbeugung der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bei Menschen ab 18 Jahren. COVID-19 wird durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht. Vaxzevria besteht aus einem anderen Virus (aus der Adenovirus-Familie), das so modifiziert wurde, dass es das Gen zur Herstellung eines Proteins aus SARS-CoV-2 enthält. Vaxzevria enthält das Virus selbst nicht und kann kein COVID-19 verursachen.“

Zu den Nebenwirkungen führt die EMA aus: „Die häufigsten Nebenwirkungen von Vaxzevria in den Studien waren normalerweise leicht oder mäßig und besserten sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen und Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Schüttelfrost, Fieber, Gelenkschmerzen und Übelkeit. Sie betrafen mehr als 1 von 10 Personen. Erbrechen und Durchfall traten bei weniger als 1 von 10 Personen auf. Verminderter Appetit, Schwindel, Schwitzen, Bauchschmerzen und Hautausschlag traten bei weniger als 1 von 100 Personen auf. Bei Personen, die den Impfstoff erhalten, sind allergische Reaktionen aufgetreten. Wie bei allen Impfstoffen sollte Vaxzevria unter strenger Aufsicht und mit angemessener medizinischer Behandlung verabreicht werden.“

Zum Schutz berichtet die EMA: „Es ist derzeit nicht bekannt, wie lange der von Vaxzevria gewährte Schutz anhält. Die in den klinischen Studien geimpften Personen werden weiterhin 1 Jahr lang beobachtet, um weitere Informationen über die Schutzdauer zu erhalten.“

Der Namensänderung des AstraZeneca-Impfstoffs liegt offenbar der Gedanke zugrunde, dass der aktuelle AstraZeneca-Impfstoff mit seinem aktuellen Handelsnamen „COVID-19-Impfstoff AstraZeneca“ aufgrund eines massiven Vertrauensverlustes nicht mehr unter die Bürger gebracht werden kann. Der neue Handelsname soll offenbar dazu beitragen, dass der AstraZeneca-Impfstoff den Menschen über einen Umweg eingeimpft wird.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Unternehmen
Unternehmen Mindestlohn: Lohnerhöhungen führen zu Preissteigerungen und Stellenabbau
21.01.2026

Schritt für Schritt steigt der Mindestlohn in Deutschland - das führt zu einer Welle von Lohnerhöhungen. Wie die Unternehmen nun...

DWN
Politik
Politik Kabinett bringt digitales Führungszeugnis auf den Weg
21.01.2026

Wer ehrenamtlich Fußball-Nachwuchs trainiert, braucht es, wer als Kaufhausdetektiv arbeitet auch: Das Führungszeugnis soll künftig...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuererklärung 2025: Fristen, Formulare, Fallstricke – so vermeiden Sie typische Fehler
21.01.2026

Die Steuererklärung 2025 muss kein Stressfaktor sein – wenn Sie frühzeitig die richtigen Unterlagen sammeln. Viele verschenken jedes...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mehr arbeiten - wofür? Arbeit als Sinn des Lebens verliert an Bedeutung
21.01.2026

Kanzler Merz fordert mehr Leistung, mehr Einsatz, mehr Arbeitsstunden: Doch für viele Menschen steht das Ziel, mit Freude eine sinnvolle...

DWN
Finanzen
Finanzen Ära der Milliardäre: Vermögen von Milliardären legt rasant zu
21.01.2026

Debattenstoff für das Weltwirtschaftsforum in Davos: Seit 2020 wurden Milliardäre inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent reicher....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Stahlbranche: Stahlproduktion 2025 gesunken - Krise dauert an
21.01.2026

Strompreise, Importdruck, schwache Nachfrage: Warum die deutsche Stahlbranche auch 2025 unter massiven Problemen leidet – und was die...

DWN
Finanzen
Finanzen Digitalwährung: Sparkassenverband sieht digitalen Euro kritisch
21.01.2026

Verbandspräsident Hirsch sieht hohe Kosten und keinen Nutzen für Kunden. Außerdem wirft er Fragen zu möglichen Rollenkonflikten bei der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Neue Unternehmensform EU Inc: EU will Firmen-Registrierung in 48 Stunden möglich machen
21.01.2026

Firmengründer sollen neue Unternehmen in der EU künftig innerhalb von 48 Stunden online anmelden können. Das kündigt...