Finanzen

650 Milliarden Dollar: Merkel-Regierung unterstützt Kapitalspritze für den IWF

Deutschland unterstützt Regierungskreisen zufolge die geplante Kapitalspritze für den Internationalen Währungsfonds (IWF) im Umfang von 650 Milliarden Dollar.
06.04.2021 13:04
Aktualisiert: 06.04.2021 13:04
Lesezeit: 1 min

Deutschland unterstützt Regierungskreisen zufolge die geplante Kapitalspritze für den Internationalen Währungsfonds (IWF) im Umfang von 650 Milliarden Dollar. „Das ist eine angemessene Hausnummer“, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag in Berlin. Das Thema sei lange diskutiert worden und nun auf dem richtigen Weg. Es werde damit gerechnet, dass die Ausschüttung im August über die Bühne gehen werde. 42 Prozent der Mittel dürften an besonders arme Länder gehen.

Mehr zum Thema: IWF kündigt Beginn eines neuen Finanz-Zeitalters an

Der IWF hat bislang eine Billion Dollar als mögliche Finanzhilfen zur Verfügung. In der Corona-Krise wurde allein 86 Ländern geholfen mit insgesamt 108 Milliarden Dollar. „Damit wurden viele Brände gelöscht“, sagte der Regierungsvertreter.

Der IWF hat vorläufig vorgeschlagen, sein Kapital um 650 Milliarden Dollar zu erhöhen. Damit könnten in der Krise vor allem Entwicklungsländer unterstützt werden, etwa beim Kauf von Impfstoffen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva zuletzt. Die USA als wichtigster Träger des IWF hatten lange die Erhöhung der Reserven blockiert. Unter der neuen Regierung von US-Präsident Joe Biden hat sich das geändert, sie ist nun offen dafür. Damit ist Experten zufolge kein Widerstand mehr in Sicht. Der IWF finanziert sich über diverse Kapitalanteile durch die internationalen Staaten. Wer am meisten zahlt, hat auch ein stärkeres Stimmrecht. Die USA haben den größten Stimmenanteil.

Mehr zum Thema: Größter Umbruch seit dem Zweiten Weltkrieg: IWF wird neues Währungssystem einleiten

Zuletzt wurden die IWF-Mittel 2009, also nach der globalen Finanzkrise, aufgestockt - um damals 250 Milliarden Dollar. Das erfolgt über sogenannte Sonderziehungsrechte, der künstlichen Währung des IWF.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Digitaler Impuls versus reale Werte

Am Montag hat ein einzelner Social-Media-Beitrag von Donald Trump die Finanzmärkte um 1,7 Billionen US-Dollar bewegt – und zwar nicht...

DWN
Technologie
Technologie Neuer Skoda Epiq im Check: City-SUV mit cleveren Details kommt im Herbst
28.03.2026

Der Skoda Epiq will ab Herbst den Markt der günstigen Elektro-SUVs aufmischen. Mit viel Platz, cleveren Details und moderner Technik...

DWN
Politik
Politik Krieg im Iran: Rückenwind oder Risiko für Netanjahu?
28.03.2026

Israel steht erneut im Krieg mit dem Iran, während im Inland politische Spannungen wachsen. Viele Bürger unterstützen die Angriffe, doch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen EU Inc.: Neue EU-Unternehmensform soll Binnenmarkt stärken
28.03.2026

Europas Start-up-Branche wird von unterschiedlichen Rechtsvorschriften der einzelnen Mitgliedsstaaten ausgebremst. Jetzt hat die...

DWN
Politik
Politik Grüne EU-Industrie: Von der Leyen plant Milliarden-Investitionen – Streit um ETS-Zertifikate
28.03.2026

Mit einem milliardenschweren Programm will Brüssel die grüne EU-Industrie stärken und Investitionen ankurbeln. Doch Uneinigkeit über...

DWN
Panorama
Panorama Zeitumstellung: Sommerzeit verlängert den Abend – wie Sie die Extra-Stunde optimal nutzen
28.03.2026

Mit der Zeitumstellung beginnt die Sommerzeit und die Tage wirken spürbar länger. Mehr Licht am Abend klingt verlockend, doch viele...

DWN
Finanzen
Finanzen Matt Cooper: Neues Buch eines Ex-Goldman-Chefs wirft eine drängende Frage zu Trump und diesem Wall-Street-Titel auf
27.03.2026

Zwischen Selbstinszenierung und Machtanalyse: Lloyd Blankfein erzählt seine Karriere als Aufstieg aus einfachen Verhältnissen – und...

DWN
Politik
Politik Billiger Tanken vor Ostern: Polens Präsident unterzeichnet Spritpreispaket
27.03.2026

Tanken in Polen könnte schon vor Ostern deutlich günstiger werden. Die Regierung in Warschau senkt die Steuerabgaben auf Benzin und...