Politik

Drohung aus der EU: „Angriff auf Ukraine heißt: sofortiges Öl/Gasembargo“ gegen Russland

Ein hochrangiger deutscher EU-Vertreter droht Russland bei einem Angriff auf die Ukraine mit einem Gas-Embargo, einem Ausschluss aus dem Swift-Zahlungssystem und weiteren Konsequenzen.
10.04.2021 23:41
Aktualisiert: 10.04.2021 23:41
Lesezeit: 1 min

Michael Gahler MdEP, Mitglied und Sprecher des Außenpolitischen Ausschusses im Europäischen Parlament und Vizepräsident der Paneuropa-Union Deutschland, droht Russland über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Jetzt muss der Westen Putin öffentlich mitteilen: Angriff auf Ukraine heißt: sofortiges Öl/Gasembargo, Ausschluss aus Swift-Zahlungssystem, Einfrieren aller Oligarchenkonten und deren Visa, jetzt bereits Lieferung von Panzerabwehrraketen u. weitere defensive Waffen an die Ukraine.“

Gahler, der auch der Koordinator der Auswärtigen Angelegenheiten im Europäischen Parlament ist, sitzt für Hessen im Europaparlament. Auf seiner Webseite teilt er mit: „Seit dem 23. April 1999 bin ich Ihr CDU Europaabgeordneter. Für die folgenden Landkreise bin ich in Hessen zuständig: DA, DA-DI, ERB, F, GG, HG, HP,LM, MTK, OF-Land, OF-Stadt, RÜD und WI.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Russlands Präsident Wladimir Putin zu einem Abzug russischer Soldaten von der ukrainischen Grenze aufgefordert, so Reuters. „Die Bundeskanzlerin forderte den Abbau dieser Truppenverstärkungen ein, um so eine Deeskalation der Lage zu erreichen“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am vergangenen Donnerstag zu einem Telefonat von Merkel mit Putin. Ferner sei über einige weitere außenpolitische Themen gesprochen worden, insbesondere Syrien, Libyen und Bosnien-Herzegowina.

Die russische Regierung betonte dagegen nach dem Telefonat, dass Putin der Ukraine schwere Vorwürfe gemacht habe. Das Nachbarland sei für Provokationen in der Ostukraine verantwortlich, durch die die dortige Situation angeheizt werde, teilte russische Präsidialamt mit. Putin und Merkel hätten ihre Besorgnis über die Lage in der Ostukraine zum Ausdruck gebracht. In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Berichte über russische Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine sowie Kämpfe an der Demarkationslinie zu den prorussischen Rebellen gegeben.

Mehr zum Thema:

Antwort an Nato und Ukraine? Russland startet großes Militär-Manöver im ganzen Land

DWN-SPEZIAL: Die Ukraine könnte Mariupol an Russland verlieren

Georgien rüstet seine Luftwaffe gegen Russland auf

Russland verlegt zehn Kriegsschiffe vom Kaspischen ins Schwarze Meer

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold erlebt ein Comeback: Wie das MTS Money Transfer System Sicherheit und digitale Freiheit verbindet

Steigende Staatsverschuldung, Inflation und geopolitische Spannungen stärken die Bedeutung von Gold als Vermögenswert. Das MTS Money...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Alarmstufe Rot bei Tech-Aktien
30.10.2026

Unerwartete Turbulenzen erschüttern die Märkte – was Anleger jetzt über die aktuellen Entwicklungen wissen müssen.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Drohnen-Shows: Das Start-up Skydance will mit 1.000 Drohnen Europas Himmel erobern
30.10.2026

400 Drohnen über einem Megafestival, ein QR-Code am Himmel und bald eine Flotte mit 1.000 Fluggeräten: Das slowenische Unternehmen...

DWN
Finanzen
Finanzen Verwirrung bei Rentenzahlung: Wer das November-Geld bekommt – und wem ein Zahlungsstopp droht
30.10.2026

An diesem Freitag werden die gesetzlichen Renten überwiesen. Doch die Zahlung betrifft je nach Rentenbeginn unterschiedliche Monate. Für...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn Paris brennt, denkt man an Anlageratschläge, Straßen und Blut
30.10.2026

Kann ein brennendes Paris gute Nachrichten für Anleger bedeuten? Auf den ersten Blick klingt diese Frage zynisch. Doch an den...

DWN
Finanzen
Finanzen Tankrabatt dämpft Inflation - aber noch keine Entwarnung
30.10.2026

Mit dem erneuten Tankrabatt ist die Inflationsrate in Deutschland deutlich gesunken. Doch eine Trendwende sehen Volkswirte nicht.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Das ist Russlands neuer Albtraum
30.10.2026

Das deutsche Verteidigungsunternehmen Helsing bringt zwei neue Luftabwehrraketen und ein KI-gestütztes Abwehrsystem auf den Markt. Ziel...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 49: Die Woche im Rückblick – KW 44
30.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Finanzen
Finanzen Silberpreis fällt zum Monatsende deutlich: Warum selbst ein Angebotsdefizit den Kurs nicht stützt
30.10.2026

Der Silberpreis steht zum Monatsende erneut unter Druck. Am Freitagmorgen rutschte der Kurs des Edelmetalls zeitweise nur rund 50,65...