Finanzen

Deutscher Aktienmarkt: SAP stützt drögen Dax - nachmittags Konjunkturdaten aus den USA

Die Aktienmärkte bewegen sich heute Morgen nur sehr wenig. Gut, dass wenigstens ein deutsches Schwergewicht einen optimistischen Ausblick gegeben hat.
14.04.2021 11:03
Aktualisiert: 14.04.2021 11:03
Lesezeit: 1 min
Deutscher Aktienmarkt: SAP stützt drögen Dax - nachmittags Konjunkturdaten aus den USA
Heute Abend um 18 MEZ spricht US-Notenbankchef Jerome Powell. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat bis gegen 11 Uhr bei Werten um 15.222 Zählern stagniert - also eine ziemlich lustlose Performance abgegeben. Wichtig war, dass die Aktie von SAP um 4,6 Prozent auf 117,50 Euro zulegte und damit den Index vor einem weiteren Abrutschen bewahrte.

Das Management des Schwergewichtes überraschte die Anleger mit einem optimistischen Ausblick für das Cloud-Geschäft. Die Software-Erlöse dürften hier 2021 währungsbereinigt zwischen 23,4 bis 23,8 Milliarden Euro betragen, hatte das Unternehmen am Vortag Abend mitgeteilt.

Grundsätzlich sind die Börsianer derzeit eine besondere Spezies in Deutschland, weil sie sich von der verschärften Lage beim Kampf gegen die Pandemie überhaupt nicht erschüttern lassen. Deutschland diskutiert zwar derzeit einen Gesetzesentwurf, der den Ländern Kompetenzen bei der Gestaltung ihrer Maßnahmen wegnehmen soll.

Doch kümmert dies die Anleger nur wenig, die sich schlimmstenfalls bei ihren Engagements zurückhalten. Ans Verkaufen denken derzeit nur die wenigsten. Im Gegenteil: Nicht wenige Marktteilnehmer rechnen sogar damit, dass der Dax den Höchststand von Ostern, der bei 15 312 Punkten lag, noch einmal überschreiten wird.

Rekorde also statt Pandemie-Trübsinn und Angst.

Möglicherweise gibt es heute Nachmittag weitere positive Impulse, wenn in den USA die Export- und Importpreis-Indizes für den März veröffentlicht werden. Die Anleger müssen sich 14.30 Uhr MEZ in ihrem Terminkalender festhalten, wenn die Fachleute die Statistiken veröffentlichen. Die Preise für die Einfuhren dürften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent geklettert sein, glauben die Volkswirte. Ihren Einschätzungen zufolge sind die Export-Preise um 7,6 Prozent geklettert.

Um 18 Uhr MEZ tritt der Präsident der US-Notenbank, Jerome Powell, vor den Wirtschaftsclub, „Economic Club of Washington“. Der Oberste Währungshüter wird über die wirtschaftliche Entwicklung sprechen.

In Deutschland hingegen hat sich der Dax gestern ähnlich wie heute nur ein bisschen bewegt, das allerdings nach vorne. Das deutsche Leitbarometer gewann 0,1 Prozent auf 15.234 Zähler. Die Liste der Tagesgewinner führte Delivery Hero an, das 3,3 Prozent auf 124,25 Euro zulegte. Danach kam Covestro über die Ziellinie, das zwei Prozent auf 57,52 Euro gewann, gefolgt von Continental, das seine Sitzung mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 113,94 Euro beendete.

Darüber hinaus gab es Verlierer. Die Aktien, die sich in der Tabelle der Tagesverlierer auf den ersten drei Plätzen befanden, büßten alle jeweils 1,3 Prozent ein. Volkswagen schloss den Handelstag bei 232,45 Euro und war damit die Nummer eins, während MTU als Nummer zwei bei 196,60 Euro landete. Der Dritte im Bunde war die Deutsche Telekom, die ihren Tag bei 16,10 Euro beendete.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Benz-Aktie: Abfindungen bei Autobauer gehen in neue Runde – warum der Sparkurs teuer bleibt
29.10.2026

Mercedes-Benz will ab Dezember 2026 erneut freiwillige Abfindungen für Beschäftigte in Deutschland anbieten. Die jüngste Quartalsbilanz...

DWN
Politik
Politik Pflegeversicherung unter Druck: Linnemann schließt Leistungskürzungen nicht aus
29.10.2026

Millionen Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen, gleichzeitig steigen die Kosten immer weiter. Gesundheitsminister Carsten...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie im Fokus: Milliardenverlust bei VW – es läuft noch schlechter als gedacht
29.10.2026

Die VW-Aktie hat am Donnerstag im frühen Börsenhandel im Minus tendiert, weil es beim Autobauer noch schlechter läuft als gedacht....

DWN
Politik
Politik Haushaltskrise der Länder: Kommunale Schulden steigen um fast zehn Prozent
29.10.2026

4.907 Euro je Einwohner: Die Verschuldung der Kommunen ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Dabei fällt die Belastung regional sehr...

DWN
Finanzen
Finanzen Europäische Banken: Höhere Zinsen dämpfen bereits die Kreditnachfrage
29.10.2026

Vor ihrer Zinssitzung veröffentlichte die EZB einen Bericht über den Stand der Kreditvergabe der Banken. Daraus geht hervor, dass ihre...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bestattungshandwerk: Warum das Geschäft mit dem Tod wächst
29.10.2026

Rund eine Million Menschen starben 2024 in Deutschland – neun Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Davon profitiert das Bestattungshandwerk...

DWN
Panorama
Panorama Paul Klassen im Porträt: Vom Schweinestall zu Millionen auf dem Konto
29.10.2026

Paul Klassen baut Luxusautos für Kunden, denen selbst Rolls-Royce nicht exklusiv genug ist. Seine Fahrzeuge werden verlängert, gepanzert...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street schließt im Plus – Fed lässt Leitzinsen unverändert
28.10.2026

Bewegte Märkte an der Wall Street: Welche Faktoren die aktuellen Börsenkurse steuern und was Anleger jetzt wissen müssen.