Politik

Mehr als 500.000 Ost-Ukrainer erhalten russische Staatsbürgerschaft

In der Ost-Ukraine wurden mehr als 500.000 Einwohner durch Russland eingebürgert. Zuvor hatten die örtlichen Behörden der selbsternannten Teilrepubliken Lugansk und Donezk einige Zahlen bekannt gegeben.
20.04.2021 23:05
Aktualisiert: 20.04.2021 23:05
Lesezeit: 1 min

Die russische Nachrichtenagentur „Interfax“ meldet: „Mehr als 500.000 Einwohner von Donbass haben im Rahmen eines vereinfachten Systems die russische Staatsbürgerschaft erhalten, sagte der Leiter des Innenministeriums der selbsternannten Volksrepublik Lugansk (LPR), Igor Kornet, über den Pressedienst. In der LPR seien mehr als 215.000 Anträge auf Erlangung eines russischen Passes genehmigt worden. Am 16. März sagte der Führer der Volksrepublik Donezk, Denis Pushilin, dass zu dieser Zeit mehr als 224.000 Einwohner der selbsternannten Republik die russische Staatsbürgerschaft erhalten hätten (…) Im April 2019 unterzeichnete Präsident Wladimir Putin ein Dekret ,Zur Definition der Kategorie von Personen, die berechtigt sind, auf vereinfachte Weise die russische Staatsbürgerschaft für humanitäre Zwecke‘ zu beantragen. Diese Kategorie umfasst Einwohner bestimmter Gebiete der Regionen Donezk und Lugansk.“

Vor dem Hintergrund der angespannten Situation in der Ostukraine hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an seinen russischen Kollegen Wladimir Putin gewandt. „Ich bin bereit, weiter zu gehen und Ihnen ein Treffen an jedem Punkt des ukrainischen Donbass vorzuschlagen, wo Krieg herrscht“, sagte der 43-Jährige auf Russisch in einer am Dienstagabend veröffentlichten Ansprache. Gleichzeitig versicherte Selenskyj, dass die Ukraine nicht als erste einen Krieg anfangen werde, so die dpa.

Zwar würden die Ukraine und Russland unabhängig von der gemeinsamen Vergangenheit unterschiedlich auf die Zukunft blicken, sagte der ukrainische Präsident. Doch wäre das nicht unbedingt ein Problem, sondern eine Möglichkeit.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Wenn kleine digitale Geschenke mit Miete, Strom und Essen konkurrieren

Die Haushaltskasse leidet nur selten unter diesem Drama. Der Druck baut sich erst langsam auf: durch die Miete, steigende Stromrechnungen,...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Elon Musk vor neuer Vermögensdimension: Wird er mit SpaceX zum ersten Billionär?
17.04.2026

Elon Musk steht vor einem möglichen Börsengang von SpaceX, der sein Vermögen auf eine neue Größenordnung heben könnte. Wie gelingt es...

DWN
Politik
Politik Entwicklungshilfe in Krisenzeiten: Deutschland ist größter Geldgeber
17.04.2026

Die USA setzen neue Prioritäten, westliche Bündnisse geraten ins Wanken – mit spürbaren Auswirkungen auf die deutsche...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street schließt nach Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon im Plus
16.04.2026

Internationale Entwicklungen bringen frischen Wind an die Börse – worauf Anleger jetzt achten müssen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Pilotengehalt bei Lufthansa: So viel verdienen Piloten 2026 wirklich
16.04.2026

Die anhaltenden Streiks bei der Lufthansa rücken die Vergütungsstrukturen der Piloten erneut in den Mittelpunkt. Wie hoch sind die...

DWN
Panorama
Panorama Geld zurück aus illegalem Online-Glücksspiel?
16.04.2026

Der Europäische Gerichtshof bringt Bewegung in Millionenklagen rund um Online-Glücksspiel ohne deutsche Lizenz. Spieler hoffen plötzlich...

DWN
Politik
Politik Ungarn vor Kehrtwende: Debatte um EU-Kredit für die Ukraine nimmt Fahrt auf
16.04.2026

Nach dem politischen Umbruch in Ungarn rücken die EU-Finanzhilfen für die Ukraine wieder in den Fokus. Wird Budapest seine Blockade...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industriestrompreis: EU gibt Milliarden frei
16.04.2026

Die EU-Kommission öffnet den Weg für einen subventionierten Industriestrompreis in Deutschland. Milliardenhilfen sollen die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bosch kämpft mit Kostenexplosion: Gewinne brechen dramatisch ein
16.04.2026

Bosch steckt in der Krise – und schreibt erstmals seit Jahren rote Zahlen. Vor allem die enormen Kosten für den Stellenabbau belasten...