Politik

Frankreich: Mediziner impfen 140 Personen „versehentlich“ mit Kochsalz

Etwa 140 Franzosen wurden mit einer Kochsalzlösung geimpft. Als der Skandal aufflog, entschuldigte sich das Impfzentrum.
24.04.2021 19:01
Aktualisiert: 24.04.2021 19:01
Lesezeit: 1 min
Frankreich: Mediziner impfen 140 Personen „versehentlich“ mit Kochsalz
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, nimmt nach einer nächtlichen Verhandlungssitzung an einem Runden Tisch beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teil. (Foto: dpa) Foto: Olivier Hoslet

Rund 140 Personen, die mit dem Pfizer-BioNTech-Impfstoff geimpft werden sollten, haben stattdessen Impfungen mit Kochsalz erhalten. Die Vorfälle fanden im Universitätsklinikum Reims in der Stadt Epernay, 130 Kilometer nordöstlich von Paris, statt. „Diese Injektion hat keine Auswirkungen auf die Gesundheit, da physiologisches Serum eine Salzwasserlösung ist, die bei verschiedenen Behandlungen wie der Wundreinigung oder als Verdünnungsmittel während der Injektionen verwendet wird“, so „France Bleu“. Das Impfzentrum räumte den Fehler ein, um den Betroffenen neue Impftermine zu geben, damit die französischen Bürger diesmal einen echten Impfstoff erhalten. Die französischen Behörden möchten sich zu diesem Fauxpas nicht äußern.

Die französische Impfaktion begann Ende Dezember 2020 aufgrund von Versorgungsengpässen in der EU nur schleppend. Aber das Impf-Tempo hat in letzter Zeit zugenommen. Premierminister Jean Castex sagte, dass 14 Millionen Menschen voraussichtlich bis Ende dieser Woche ihre erste Dosis erhalten werden. Bis Mitte Mai soll diese Anzahl auf 20 Millionen steigen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik AfD-Parteitag in Erfurt: SPD, Grüne und Linke rufen zu Protesten auf
02.07.2026

In Erfurt hält die AfD am kommenden Wochenende ihren Bundesparteitag ab. Laut Kopelke geht die Polizei in Thüringen von bis zu 50.000...

DWN
Technologie
Technologie Robotaxi: Zagreb fährt vor, Deutschland sucht noch den Anschluss
02.07.2026

In Zagreb fahren bereits Robotaxis, Waymo meldet Millionen autonome Meilen, China rollt ganze Flotten aus. Deutschland dagegen besitzt zwar...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Politik: Bundesregierung kündigt härteren Kurs an
02.07.2026

Deutschland will gegenüber China robuster auftreten und in strategisch wichtigen Bereichen stärker auf europäische Produktion setzen....

DWN
Politik
Politik Grenzkontrollen: Gericht erklärt Kontrollen für rechtswidrig – sie finden dennoch weiterhin statt
02.07.2026

Das Verwaltungsgericht München hat deutsche Grenzkontrollen in drei Fällen nachträglich beanstandet. Trotz des Urteils müssen...

DWN
Panorama
Panorama Informationsfreiheit: Bundesregierung will Anfragen deutlich einschränken
02.07.2026

Die Bundesregierung plant strengere Regeln für den Zugang zu amtlichen Informationen. Künftig sollen offenbar nur noch Privatpersonen...

DWN
Politik
Politik Staatliche Wohnungen: Koalition stoppt Enteignungspläne bei Mietwohnungen
02.07.2026

Die Bundesregierung will den Wohnungsbau ankurbeln und zugleich private Eigentümer vor Verstaatlichung schützen. Statt großer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bauern in Sorge: Hitze und Kosten belasten Weizenernte
02.07.2026

Deutschlands Bauern blicken mit Sorge auf die laufende Ernte. Nach der extremen Hitze im Juni drohen vor allem beim Weizen Einbußen bei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Niederlage vor EuGH: Google muss EU-Rekordstrafe zahlen
02.07.2026

Warum sind bestimmte Google-Apps auf Android-Handys Standard? Der Tech-Gigant muss eine milliardenschwere Wettbewerbsstrafe der...