Politik

Baerbocks geopolitisches Konzept: Gemeinsam mit den USA gegen „autoritäre Systeme“

Die Grünen-Chefin Baerbock spricht offen über ihr geopolitisches Konzept. Sie will, dass Deutschland ein Wertebündnis mit den USA eingeht, um weltweit gegen „autoritäre Systeme“ vorzugehen. „Es ist Zeit, wieder eine aktive Außen- und Sicherheitspolitik zu betreiben“, so Baerbock.
04.05.2021 21:14
Aktualisiert: 04.05.2021 21:14
Lesezeit: 1 min

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, macht keinen Hehl aus ihrer außenpolitischen Ausrichtung. Sie teilt über Facebook mit: „Es ist Zeit, wieder eine aktive Außen- und Sicherheitspolitik zu

betreiben. Und zwar eine wirklich europäische, im Dienst demokratischer und humanitärer Werte. Das habe ich gestern beim Deutschen Forum Sicherheitspolitik 2021 #DFS2021 betont. Denn in den vergangenen Jahren hat sich die weltpolitische Lage tiefgreifend verändert. Der Wettbewerb zwischen demokratischen und autoritären Systemen ist real und die globale Kooperation liberaler Demokratien wird immer wichtiger. Deshalb darf die deutsche außenpolitische Stimme nicht immer leiser werden. Das schwächt uns. Das schwächt Europa. Unsere Chance ist jetzt, eine bessere Außenpolitik zu gestalten. Zum Beispiel, indem wir das Wertebündnis mit den Vereinigten Staaten wieder vertiefen und so die wichtigste Voraussetzung für eine freie, kooperative und regelbasierte internationale Ordnung schaffen. Gemeinsam können wir die Zukunft prägen als Alternative zu Isolationismus und Protektionismus, als Bündnis gleichgesinnter Partner für globale Transformation, für eine Stärkung der Demokratie, des Klimaschutzes und der internationalen Ordnung.“

Der Linkspolitiker Oskar Lafontaine kritisiert die Grünen und Baerbock scharf. Über Baerbock meint er: „Vielleicht weiß sie noch nicht, dass es seit einem Jahrhundert das Hauptziel der USA ist, ein deutsch-russisches Bündnis zu verhindern.“ Was Lafontaine übersieht: Nicht nur die USA sind gegen ein deutsch-russisches Bündnis (Mehr HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Lageroptimierung als Wettbewerbsfaktor im Mittelstand

In Zeiten steigenden Wettbewerbsdrucks, globaler Lieferketten und wachsender Kundenerwartungen wird die Effizienz interner Prozesse zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB warnt vor Risiken im Nahost-Krieg: Energiepreise erhöhen Inflationsdruck
05.03.2026

Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise nach oben und erhöht den Druck auf die Inflation in der Eurozone. Welche Risiken...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Straße von Hormus im Krisenmodus: Irans Drohungen setzen Ölpreis-Entwicklung unter Druck
04.03.2026

Die Drohungen der iranischen Revolutionsgarde erhöhen den Druck auf eine der wichtigsten Energierouten der Welt und treiben die Spannungen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lithium-Boom inmitten von Deutschland: Warum Mitteldeutschland zum Lithium-Produzenten werden könnte
04.03.2026

Lithium ist einer der wichtigsten und wertvollsten Rohstoffe für Zukunftstechnologien. Noch bezieht die EU das „weiße Gold“ teuer...

DWN
Politik
Politik Macron stößt EU-Debatte an: Frankreich drängt auf stärkere nukleare Abschreckung
04.03.2026

Frankreich stößt eine Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung an und wirbt bei NATO-Staaten für ein erweitertes...

DWN
Politik
Politik Nachfolge und Machtkämpfe: Wer führt künftig den Iran?
04.03.2026

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei muss das iranische Machtgefüge klären, wer ihm nachfolgt. Doch in Kriegszeiten wird auch die Wahl...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Noch mehr Bürokratie? EU-Kommission will „Made in Europe“ - Vorgabe für öffentliche Aufträge
04.03.2026

Die Europäische Union muss ihre CO2-Emissionen senken und will ihre Industrie erhalten. Ist die Lösung, europäisch zu kaufen? Kritik...

DWN
Finanzen
Finanzen Ernährungsindustrie warnt: Iran-Krieg könnte Lebensmittelpreise erhöhen
04.03.2026

Die Folgen des Iran-Kriegs sind für Verbraucher in Deutschland zu spüren - etwa beim Tanken. Ist mit weiteren Auswirkungen zu rechnen?

DWN
Politik
Politik Wirtschaftsministerin Reiche: keine Spritpreisbremse - Öl und Gas nicht knapp
04.03.2026

Der Iran-Krieg lässt Öl-, Benzin- und Gaspreise steigen - doch Energiemangel droht in Deutschland nach Angaben der Wirtschaftsministerin...