Politik

Mitglieder der Grünen wollen „Deutschland“ aus Wahlprogramm-Titel streichen

Hunderte Mitglieder der Grünen haben ein Problem mit Deutschland.
07.05.2021 12:01
Aktualisiert: 07.05.2021 12:01
Lesezeit: 1 min
Mitglieder der Grünen wollen „Deutschland“ aus Wahlprogramm-Titel streichen
Zu Beginn des Bundesparteitags der Grünen stimmen die Delegierten mit einer Stimmkarte ab, auf der "Kein Blatt vor den Mund nehmen" steht. (Foto: dpa) Foto: Guido Kirchner

Mehr als 300 Mitglieder der Grünen wollen den Begriff «Deutschland» aus dem Titel des Wahlprogramms der Grünen zur Bundestagswahl im September streichen. «Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch in seiner Würde und Freiheit. Und nicht Deutschland», heißt es in der Begründung eines Änderungsantrages, der bereits am 19. März bei der Partei eingereicht wurde. Bei einem Parteitag Mitte Juni wollen die Grünen über das Wahlprogramm und Änderungsanträge abstimmen.

Der Titel des Programmentwurfs der Grünen lautet: «Deutschland. Alles ist drin.» Einigen Mitgliedern gefällt das offenbar nicht. Einer der Antragsteller, Michael Schneiß, der in Berlin für den Europa-Abgeordneten Erik Marquardt arbeitet, schrieb am Donnerstag dazu auf Twitter: «Warum ich an 1 von 110 Stellen „Deutschland“ im Wahlprogramm streichen will? Die Überschrift setzt den Rahmen und grüne Politik sollte sich an Menschenwürde und Freiheit in einer globalisierten Welt ausrichten.»

Aus den anderen Parteien gab es zu dem Vorschlag viel Kritik. «Regieren wollen ohne Bekenntnis zum Land - was kommt als nächstes?», schrieb etwa der Generalsekretär der CSU, Markus Blume. Er warf den Grünen ein «gestörtes Verhältnis zum Vaterland vor». Ähnlich äußerte sich Volker Wissing, Generalsekretär der FDP: «Die Grünen sind gegen Deutschland, wollen aber hier gewählt werden und regieren!?»

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie rutscht ab: Vonovia muss Sparen und senkt Erwartungen für 2026 und 2028
29.10.2026

Die Vonovia-Aktie steht am Donnerstag mächtig unter Druck. Der Immobilienkonzern nimmt seine Wachstumsziele zurück und will Investitionen...

DWN
Politik
Politik Spritpreisdeckel lässt auf sich warten: SPD drängt Reiche zur Eile
29.10.2026

Im September hatte sich die schwarz-rote Koalition auf einen erneuten Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel verständigt. Während der...

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Benz-Aktie: Abfindungen bei Autobauer gehen in neue Runde – warum der Sparkurs teuer bleibt
29.10.2026

Mercedes-Benz will ab Dezember 2026 erneut freiwillige Abfindungen für Beschäftigte in Deutschland anbieten. Die jüngste Quartalsbilanz...

DWN
Politik
Politik Pflegeversicherung unter Druck: Linnemann schließt Leistungskürzungen nicht aus
29.10.2026

Millionen Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen, gleichzeitig steigen die Kosten immer weiter. Gesundheitsminister Carsten...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie im Fokus: Milliardenverlust bei VW – es läuft noch schlechter als gedacht
29.10.2026

Die VW-Aktie hat am Donnerstag im frühen Börsenhandel im Minus tendiert, weil es beim Autobauer noch schlechter läuft als gedacht....

DWN
Politik
Politik Haushaltskrise der Länder: Kommunale Schulden steigen um fast zehn Prozent
29.10.2026

4.907 Euro je Einwohner: Die Verschuldung der Kommunen ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Dabei fällt die Belastung regional sehr...

DWN
Finanzen
Finanzen Europäische Banken: Höhere Zinsen dämpfen bereits die Kreditnachfrage
29.10.2026

Vor ihrer Zinssitzung veröffentlichte die EZB einen Bericht über den Stand der Kreditvergabe der Banken. Daraus geht hervor, dass ihre...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bestattungshandwerk: Warum das Geschäft mit dem Tod wächst
29.10.2026

Rund eine Million Menschen starben 2024 in Deutschland – neun Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Davon profitiert das Bestattungshandwerk...