Politik

Lawrow: Während der Pandemie verstärkt Deutschland die Eindämmung Russlands

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt, dass Deutschland die Eindämmung Russlands verstärkt habe. „Grundlose und zunehmend absurde Anschuldigungen werden gegen Moskau erhoben“, meint der Top-Diplomat. Doch das nationale Interesse Russlands würde darin bestehen, gute russisch-deutsche Beziehungen aufzubauen.
18.05.2021 21:03
Aktualisiert: 18.05.2021 21:03
Lesezeit: 1 min
Lawrow: Während der Pandemie verstärkt Deutschland die Eindämmung Russlands
Die Hauptstoß-Linien der Eindämmung Russlands durch Deutschland. (DWN/Google Maps)

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat während einer Videoansprache gesagt, dass die aktuelle Bundesregierung ihre systemische Eindämmung gegen Moskau während der Pandemie gestärkt habe. „Leider haben die Herausforderungen, vor denen wir alle stehen, noch nicht zur Vereinigung der internationalen Gemeinschaft geführt. Die russisch-deutschen Beziehungen befinden sich ebenfalls in einer schwierigen Zeit. Man muss feststellen, dass Berlin seine Linie zur systemischen Eindämmung Russlands nur verstärkt hat“, zitiert die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass Lawrow.

Der Top-Diplomat stellte fest, dass in Deutschland hochrangige Personen Russland regelmäßig „fast als Bedrohung für die europäische Sicherheit“ charakterisieren. „Grundlose und zunehmend absurde Anschuldigungen werden gegen Moskau erhoben (…) Die antirussische Anklage einiger deutscher Medien ist jenseits von Gut und Böse. Infolgedessen nimmt das Vertrauensdefizit zu, eine gefährliche Erosion der Grundlage unserer Beziehungen ist im Gange“, so Lawrow.

Doch Moskau sei nicht interessiert an einer Konfrontation mit Berlin. Lawrow wörtlich: „Wenn wir alles tun, um die nationalen Interessen zu schützen, stehen wir in den Beziehungen zu Deutschland für die Entwicklung einer positiven Agenda bei unterschiedlichsten Themen.“

Russlands Präsident Putin hatte zuvor deutlich gemacht, dass er sich eine Allianz zwischen Russland und Europa wünscht – von Lissabon bis Wladiwostok. „Russland verfügt über kolossale Ressourcen und ein kolossales menschliches Potenzial. Hier ist nur eines wichtig: Wir sollten den Dialog zwischen uns fair angehen. Wir müssen uns von den Phobien der Vergangenheit lösen“, sagte er (Mehr HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Renditen von US-Staatsanleihen belasten die Wall Street
07.10.2026

Steigende Renditen und neue Zinsängste bringen die US-Märkte ins Wanken – erfahren Sie, welche Schwergewichte es besonders hart trifft.

DWN
Finanzen
Finanzen Beitragsbemessungsgrenzen 2027: Millionen Bürger müssen mehr vom Lohn abgeben
07.10.2026

Für Gutverdiener steigen kommendes Jahr die maßgeblichen Beitragsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung. Besonders deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
07.10.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wang Fengying von XPeng im Porträt: Eine Chinesin mit amerikanischer Erfolgsgeschichte
07.10.2026

Wang Fengying gehört zu den einflussreichsten Managerinnen der chinesischen Autoindustrie. Bei Great Wall Motor prägte sie Vertrieb,...

DWN
Immobilien
Immobilien Superreiche fliehen aus London: Luxusimmobilien stürzen ab
07.10.2026

Londons Luxusimmobilien verlieren dramatisch an Wert, in manchen Nobelvierteln beträgt das Minus mehr als 25 Prozent. Während die...

DWN
Politik
Politik Nach Landtagswahlen: Mehrheit hält Merz' Kanzlerschaft für gescheitert
07.10.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, die Mehrheit der Deutschen sieht keine Zukunft für ihn als Kanzler....

DWN
Politik
Politik Festanstellung adé: Verlängerte Befristungen für Arbeitsverträge geplant
07.10.2026

Die Koalition will die sachgrundlose Befristung für Arbeitnehmer verlängern. Eine Befristung des Arbeitsvertrages soll bald vier statt...