Finanzen

Höchste Erzeuger-Preise seit 13 Jahren verderben Börsianern die Stimmung

Die Börsen haben gestern wieder einen neuen Rekord erreicht. Doch halten sich die Anleger heute Morgen wieder etwas zurück.
02.06.2021 11:29
Aktualisiert: 02.06.2021 11:29
Lesezeit: 1 min
Höchste Erzeuger-Preise seit 13 Jahren verderben Börsianern die Stimmung
Die Anleger freut überhaupt nicht, dass der deutsche Einzelhandel im April eingebrochen ist. (Foto: dpa)

Der Dax hat bis um 11 Uhr bei 15.570 Punkten stagniert. Der deutsche Leitindex hatte gestern für kurze Zeit eine neue Höchstmarke gesetzt – und zwar bei 15 685 Zählern. Viele Börsianer zögern jetzt, ob sie die hohen Kursstände nicht für Gewinnmitnahmen nutzen sollten.

Ein Problem: Vorbörslich gab es weniger gute Nachrichten. So haben die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im April 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 5,4 Prozent weniger umgesetzt als im März 2021. Ursächlich für den Rückgang dürften die Bundes-Notbremse in der zweiten Aprilhälfte sowie das Ostergeschäft im März 2021 gewesen sein. Im März 2021 war gegenüber dem Vormonat noch ein starkes Umsatzplus verzeichnet worden.

Darüber hinaus sind in der Euro-Zone die Erzeuger-Preise gestiegen, wie das Statistische Amt in Luxemburg mitteilte. Die Preisteuerung ist im April gegenüber dem Vormonat um 7,6 Prozent geklettert. Dies ist die größte Steigerung seit 2008.

Ebenso geht es nachmittags um die neueste Entwicklung im Einzelhandel – und zwar in den USA. Die Verantwortlichen werden den Redbook-Index vorlegen, der die Erlöse der größten US-Einzelhändler abbildet. Dabei wird gezeigt, wie sich die Stimmung am Markt in der letzte Mai-Woche bis zum 29. Mai entwickelt hat. Die Prognosen liegen bei einem Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13,6 Prozent aus.

Darüber hinaus warten die Anleger auf die aktuellen Statistiken über die Hypotheken-Anträge und sowie auf IBD-Index für den Wirtschaftsoptimismus der Verbraucher.

Gestern sahen die Börsianer eine sehr starke Entwicklung. So hat der deutsche Leitindex ein Prozent auf 15.567 Punkte zugelegt. Die Top-Aktie war Continental, die 3,7 Prozent auf 125,34 Euro gewann. Danach folgte Volkswagen mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 235,40 Euro. Der Dritte im Bunde war BMW mit einem Gewinn von 2,7 Prozent auf 89,01 Euro.

Darüber hinaus gab es Verlierer. Die Nummer eins auf der Liste war Merck, das ein Minus von 0,6 Prozent auf 146,75 Euro verzeichnete. Auf dem weiteren Platz kam Fresenius mit einem Rückgang um 0,5 Prozent auf 43,95 Euro über die Ziellinie. Zusätzlich verbuchte adidas einen Verlust von 0,2 Prozent auf 298 Euro.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Politik
Politik Klimawandel: EU-Kommission will Europa besser gegen Klimaschäden wappnen
28.10.2026

Geschmolzene Gleise, Zehntausende Hitzetote, Hunderttausende verbrannte Hektar: Nach dem heißesten Sommer aller Zeiten in Westeuropa will...

DWN
Finanzen
Finanzen Alternative Investments: Pokémon-Karte für 330.000 Euro verkauft, doch der Verkäufer hofft trotzdem auf 30 Prozent Marktrückgang
28.10.2026

Das dänische Unternehmen Rogerz hat mit dem Verkauf einer Pokémon-Karte für rund 330.000 Euro einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt....

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street steigt, da KI-Optimismus Tech-Aktien beflügelt
27.10.2026

Technologie-Schwergewichte und wichtige Quartalszahlen bringen Bewegung in die US-Märkte – erfahren Sie, welche Entwicklungen die...

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO: Claude-Entwickler lockt mit Wachstum und warnt zugleich vor enormen Kosten
27.10.2026

Das Anthropic-IPO könnte zu einem der wichtigsten Börsengänge des Jahres werden. Der Claude-Entwickler meldet explosives Umsatzwachstum,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ingenieurmangel trotz Rekordarbeitslosigkeit: Warum Deutschlands Technikarbeitsmarkt gespalten ist
27.10.2026

Mehr offene Stellen, aber gleichzeitig ein neuer Höchststand bei der Arbeitslosigkeit: Deutschlands Ingenieur- und IT-Arbeitsmarkt sendet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Temu und Shein werden teurer: EU kassiert ab November zusätzlich
27.10.2026

Ein paar günstige Produkte aus China bestellen und dabei kräftig sparen? Das könnte sich für deutsche Verbraucher bald weniger lohnen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
27.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen Microsoft-Aktie im Fokus: US-Konzern bietet 60.000 Mitarbeitern Abfindungen an
27.10.2026

Der US-Softwarekonzern Microsoft bietet rund 60.000 Beschäftigten in vier Ländern einen freiwilligen Abschied gegen eine Abfindung an....