Finanzen

Dax: Börsianer holen auf sehr hohem Niveau tief Luft

Aus Deutschland eher schlechte und aus China eher positive Informationen: Damit sind die Märkte heute Morgen in die neue Woche gestartet. Entsprechend unentschlossen zeigte sich der Dax.
07.06.2021 11:02
Aktualisiert: 07.06.2021 11:02
Lesezeit: 1 min
Dax: Börsianer holen auf sehr hohem Niveau tief Luft
Der Tag dürfte heute nachrichtenarm ausfallen. (Foto: dpa)

Der Dax hat heute bis 11 Uhr bei 15.682 Punkten stagniert. Damit holen die Anleger nach dem Rekord aus der vergangenen Woche weiter Luft, ohne weitere Engagements zu wagen und den Index auf neue Höchststände zu treiben.

Ein Thema bleibt die Zinsangst, weil am Freitag der Arbeitsmarkt-Bericht aus den USA nicht sonderlich gut gewesen war. Insgesamt fallen die Nachrichten aus der Gesamtwirtschaft derzeit uneinheitlich aus: So hat die deutsche Industrie nach drei Anstiegen in Folge im April erstmals in diesem Jahr weniger Aufträge an Land gezogen als im Vormonat. Die Bestellungen sanken wegen der schwächeren Binnennachfrage und geringerer Großaufträge um 0,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte.

Immerhin sind vorbörslich aus China positiven Informationen gekommen: Der Außenhandel der globalen Wirtschaftsmacht ist im Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum regelrecht explodiert. So sind die Exporte um fast 28 Prozent auf 263,9 Milliarden Dollar gestiegen, während sich die Importe um 51,1 Prozent auf 218,4 Milliarden Dollar erhöht haben. Die Anstiege sind in erster Linie deswegen so hoch ausgefallen, weil der Außenhandel im Vorjahr aufgrund der Pandemie stark zurückgegangen war.

Bereits die vergangene Woche hat sich der Dax so ähnlich wie heute Morgen entwickelt. Der Index hat den vergangenen Freitag mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 15.633 Punkte beendet. Die Top-Aktie war Merck, das einen Gewinn von 2,1 Prozent auf 146,40 Euro verbuchte. Die Nummer zwei auf der Liste war Delivery Hero, das zwei Prozent auf 111,15 Euro zulegte, während Vonovia 1,2 Prozent auf 52,94 Euro gewann.

Darüber hinaus gab es Verlierer. Diejenige Aktie, die am meisten verlor, war MTU, das 1,4 Prozent auf 207,60 Euro einbüßte. Danach folgte die Deutsche Bank, die ein Minus von 1,3 Prozent auf 12,37 Euro verzeichnete. Zusätzlich verbuchte HeidelbergCement einen Verlust von 1,4 Prozent auf 207,60 Euro und landete damit auf dem dritten Rang der Tabelle.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Goldman Sachs legt nach Bankenbilanzen kräftig zu; sinkende Inflation sorgt für Optimismus
14.07.2026

Spannende Entwicklungen an der Wall Street: Erfahren Sie, welche Faktoren die Märkte heute bewegten und warum Anleger wieder Hoffnung...

DWN
Technologie
Technologie Deutschland fördert Chipfabriken mit 659 Millionen Euro
14.07.2026

Die EU genehmigt Deutschland milliardenschwere Hilfen für den Ausbau der Halbleiterindustrie. Vier Unternehmen erhalten insgesamt 659...

DWN
Technologie
Technologie Fabrik der Zukunft: Die vollautomatische Produktion ist ein Irrweg
14.07.2026

Die vollständig menschenleere Fabrik galt lange als Ideal der Industrie. Doch ausgerechnet leistungsfähigere KI-Systeme machen...

DWN
Finanzen
Finanzen IBM-Aktie verliert massiv: Quartalszahlen schocken Anleger
14.07.2026

Die IBM-Aktie verliert massiv an Wert, nachdem der IT-Konzern mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Anleger verfehlt hat. Ein...

DWN
Politik
Politik Kreml kritisiert Merz für geplante Sicherheitsgarantien an Kiew
14.07.2026

Der Streit um die künftige Absicherung der Ukraine verschärft sich: Der Kreml attackiert Friedrich Merz, während Bulgarien überraschend...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Einzelhandel rutscht tiefer in die Krise
14.07.2026

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher trifft den deutschen Einzelhandel härter als noch vor einem Jahr. Eine neue HDE-Umfrage zeigt, wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Fluggastrechtereform: Das ändert sich für Millionen Reisende
14.07.2026

Wer innerhalb Europas fliegt, muss sich auf neue Regeln einstellen. Die geplante Reform verspricht mehr Transparenz und zusätzliche Rechte...

DWN
Politik
Politik Russische Wirtschaft: Das System steht vor der Zerreißprobe
14.07.2026

Russlands Wirtschaft wächst trotz Krieg und Sanktionen, behauptet die staatliche Statistik. Ein schwedischer Geheimdienst kommt zu einem...