Wirtschaft

Nächster Preis-Boom? Bei Rohstoffen droht der nächste Super-Zyklus

Einem Top-Investor zufolge könnte bei Rohstoffen der nächste preisliche Super-Zyklus eintreten. Die Preise könnten sogar künstlich in die Höhe getrieben werden.
22.06.2021 12:44
Aktualisiert: 22.06.2021 12:44
Lesezeit: 1 min

In der vergangenen Woche sagte der US-Börsenmakler Paul Tudor Jones im Gespräch mit dem US-Sender „CNBC“, dass sich die Werte auf den Rohstoffmärkten (auch Gold, Silber, Kupfer und weitere Metalle) verdoppeln könnten, da sie größtenteils unterbewertet seien – zumindest in Bezug auf die Fiatwährungswerte wie Aktien und Schuldtitel.

Von den heute verwalteten Vermögenswerten in Höhe von 88 Billionen US-Dollar werden im Jahr 2021 nur etwa drei Viertel eines Prozentsatzes in Rohstoffe investiert, gegenüber über 1,2 Prozent im Jahr 2011. Inflationsabsicherungen sind nach Ansicht von Paul Tudor Jones jetzt ein Muss. Er sagte: „Gott bewahre, wenn die Tyrannen der Finanzmärkte jemals Rohstoffe an sich nehmen würden, wie sie es in den 1970er Jahren getan haben.“

Was Jones in einer verschlüsselten Sprache folgert, ist, dass die Preise auf den Rohstoffmärkten irgendwann künstlich in die Höhe getrieben werden könnten.

Der langjährige Trader fügte hinzu, dass er angesichts der Bewertung des Aktienmarktes im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nervös geworden sei.

„Das Einzige, was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass ich 5 Prozent in Gold, 5 Prozent in Bitcoin, 5 Prozent in bar, 5 Prozent in Rohstoffen halte. Zu diesem Zeitpunkt weiß ich nicht, was ich mit den anderen 80 Prozent machen möchte, bis ich sehe, was die Fed tun wird“, sagte Jones.

Die Zeitung „Entrepreneur“ berichtet: „Tatsächlich schlägt der milliardenschwere Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones vor, dass Anleger in diesem Fall nach Rohstoffen, Krypto und Gold suchen. In den meisten Fällen könnte dieser Schritt für einige sinnvoll sein. Rohstoffe wie Stahl und Kupfer wären aufgrund der steigenden Nachfrage in der Bauindustrie jetzt sicherer. Daher könnten sich Investoren auf Bergbauunternehmen wie Freeport-McMoran (NYSE: FCX) konzentrieren. An anderer Stelle, da der Wert der Fiat-Währung möglicherweise sinkt, wären Unternehmen mit Schwerpunkt auf Kryptowährungen wie MicroStrategy (NASDAQ: MSTR) wahrscheinlich ebenfalls im Spiel. Die FCX-Aktie und die MSTR-Aktie sind im vergangenen Jahr um über 240 Prozent gestiegen. Eine wichtige Ähnlichkeit zwischen den beiden wäre, dass es sich um Inflationsaktien handelt.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen US-Regulierungspläne lösen Turbulenzen am Kryptomarkt aus: XRP legt kräftig zu – Investoren suchen neue Anlagestrategien

Frankfurt/London, Februar 2026 – Der Kryptomarkt befindet sich erneut in einer Phase erhöhter Schwankungen. Makroökonomische...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Roter Februar an den Börsen: KI-Sorgen vernichten Kursgewinne
27.02.2026

Die US-Börsen schlossen am Freitag im Minus, da eine unerwartet hohe Inflation und die Stellenstreichungspläne des Finanzdienstleisters...

DWN
Panorama
Panorama Schufa, Wahlen, Sommerzeit: Diese März-Änderungen betreffen Millionen
27.02.2026

Der März bringt frischen Wind – und zahlreiche Neuerungen für Millionen Menschen in Deutschland. Von Finanzen über Politik bis hin zum...

DWN
Politik
Politik Ungarn treibt Kiew an den Rand des Bankrotts: Orban blockiert EU-Kredit
27.02.2026

Ungarns Regierung bringt den 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU für die Ukraine in einer kritischen Phase ins Wanken und verschärft damit...

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie: Drei Lehren aus den Ergebnissen von Nvidia
27.02.2026

Nvidia wächst in Dimensionen, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar schienen. Das KI-Geschäft boomt, Milliarden fließen an...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Start-up DM Technologies entwickelt KI-Plattform für den Großhandel: Neue Verkaufspotenziale für KMU
27.02.2026

Viele Großhändler haben jede Menge Daten – nutzen sie aber kaum. Das Berliner Start-up DM Technologies schließt diese Lücke mit...

DWN
Politik
Politik Russland im Schatten der Iran-Krise: Gerät Moskaus Macht ins Wanken?
27.02.2026

Die strategische Partnerschaft zwischen Russland und dem Iran steht angesichts wachsender Spannungen mit den USA unter Druck. Welche Folgen...

DWN
Finanzen
Finanzen Netflix-Aktie hebt ab: Netflix gibt Bieterstreit um Warner Bros verloren – was heißt das für Paramount?
27.02.2026

Die Netflix-Aktie reagiert mit einem Kurssprung auf das Aus im milliardenschweren Bieterstreit um Warner Brothers. Während Paramount zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Börsen im Realitätscheck: Hohe Bewertungen, sinkende Dynamik
27.02.2026

Die US-Börsen stehen nach Jahren starker Kursgewinne unter Druck, während Kapital zwischen Technologie, Energie und internationalen...