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Erfinderin des AstraZeneca-Impfstoffs stellt Kinder-Impfungen infrage, doch Spahn ist anderer Ansicht

Lesezeit: 1 min
17.07.2021 14:08  Aktualisiert: 17.07.2021 14:08
Die Erfinderin des AstraZeneca-Impfstoffs sieht wie die Stiko Kinder-Impfungen kritisch. „Der Nutzen des Impfens ist für Kinder viel geringer als insbesondere für ältere Erwachsene“, so die Wissenschaftlerin. Doch nach Angaben der „BILD“ setzt sich Jens Spahn für Kinder-Impfungen ein – auch ohne Stiko-Empfehlung.
Erfinderin des AstraZeneca-Impfstoffs stellt Kinder-Impfungen infrage, doch Spahn ist anderer Ansicht
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, spricht auf der Bundespressekonferenz über die Entwicklung der Corona-Pandemie und Einreiseverordnungen. (Foto: dpa)

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Sarah Gilbert, die an der Universität Oxford den Corona-Impfstoff von AstraZeneca entwickelte, hält das generelle Impfen von Kindern nicht für notwendig, meldet Reuters. „Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse machen. Der Nutzen des Impfens ist für Kinder viel geringer als insbesondere für ältere Erwachsene“, sagte Gilbert im Interview mit „Welt“ und anderen europäischen Medien. „Sehen wir uns das Beispiel Delta an. Diese Mutation ist sehr ansteckend, die Leute werden trotz zwei Impfungen erneut krank – aber der Verlauf ist sehr mild. Schwere Fälle und Todesfälle sind selten“, fügte Gilbert hinzu. „Womit die Impfungen ihr Ziel erreicht haben: das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu schützen. Wenn die Übertragung nicht zu verhindern ist, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stellt sich die Frage: lohnt sich das Impfen?“

Bei „Markus Lanz“ hat sich der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, gesagt, dass er eine Impfung nicht uneingeschränkt für alle 12- bis 17-Jährigen empfehlen würde. „Würden Sie Ihre Enkel impfen lassen?, wollte Lanz von dem Virologen wissen. ,Nein, gesunde Kinder würde ich jetzt im Augenblick nicht impfen lassen', bekräftigte Mertens. Diese Auffassung habe er auch in seiner Familie vertreten. Der Wissenschaftler verstand den Grund der Frage schon tendenziell nicht. Er nannte es geradezu ,grotesk‘, hätte er für sich persönlich eine andere Entscheidung gefällt, als es seine Kommission nach Auswertung der verfügbaren Daten und Studien für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren getan hat“, so „t-online.de“ (HIER).

Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist anderer Meinung. Die „BILD“ wörtlich: „Bis auf Zwölf- bis 17-Jährige mit gewissen Vorerkrankungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) Corona-Impfung für Kinder nicht – auch nicht, seit die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland immer mehr Infektionen ausmacht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will die Empfehlung des 18-köpfigen Experten-Gremiums aber umgehen. Spahn hatte sich zuvor schon für die Einbeziehung von Jugendlichen in die Impfkampagne starkgemacht und gesagt, und empfohlen, dass Eltern und ihre Kinder gemeinsam mit dem Hausarzt eine individuelle Entscheidung treffen können – auch ohne Stiko-Empfehlung.“


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