Politik

Im Iran sind Proteste gegen Wasserknappheit ausgebrochen

Bei Protesten gegen Wassermangel im Südwesten des Irans ist ein Demonstrant ums Leben gekommen.
17.07.2021 15:58
Aktualisiert: 17.07.2021 15:58
Lesezeit: 1 min
Im Iran sind Proteste gegen Wasserknappheit ausgebrochen
Demonstrierende im Iran. (Screenshot/Iran International English)

Bei Protesten gegen Wassermangel im Südwesten des Irans ist ein Demonstrant ums Leben gekommen, meldet die dpa. Ein Luftschuss habe den 30-Jährigen in der Provinz Chusestan tödlich getroffen, sagte ein Sprecher des Gouverneursamts in der Provinzstadt Schadegan laut Nachrichtenagentur Isna am Samstag. Der Schuss sei aber nicht seitens der Polizei, sondern der «Krawallmacher» abgegeben worden, behauptete er. Die Polizei untersuche den tödlichen Vorfall.

Der Iran erlebt derzeit erneut eine heftige Dürrewelle. Wassermangel und Stromausfälle gab es in den letzten Wochen landesweit, besonders schlimm traf es aber die Provinz Chusestan mit Temperaturen bis zu 50 Grad. Ausfälle trafen auch die Landwirtschaft. Bei den Protesten in mehreren Städten der Provinz soll es auch zu Parolen gegen das System gekommen sein. Ebenso war von Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sowie von Festnahmen die Rede. Offiziell wurde dies bislang nicht bestätigt.

Bei der iranischen Regierung gibt es Befürchtungen, dass sich die Proteste auf andere Provinzen des Landes ausweiten könnten. Der Regierung wird vorgeworfen, die veraltete Infrastruktur nicht erneuert zu haben. Teheran schickte eine Delegation nach Chusestan, um die Lage zu überprüfen und für eine Lösung der Probleme zu sorgen

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis aktuell unter Druck: Märkte reagieren auf Feuerpause
08.04.2026

Nach politischen Signalen der Entspannung fällt der Ölpreis aktuell deutlich. Anleger reagieren nervös, während Unsicherheiten weiter...

DWN
Politik
Politik Trump droht mit 50-Prozent-Zöllen gegen Iran-Partner – das könnten die Folgen sein
08.04.2026

Mit drastischen 50-Prozent-Zöllen erhöht Donald Trump den Druck auf Irans Unterstützer. Gleichzeitig kündigt er weitreichende...

DWN
Politik
Politik Ungarn vor entscheidenden Wahlen: Orbán setzt gleichzeitig auf die USA und Russland
08.04.2026

Viktor Orbán verschärft im Wahlkampf seinen außenpolitischen Kurs und setzt zugleich auf Unterstützung aus Washington und Moskau....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Netflix verliert Verfahren in Italien: Drohen Milliarden-Rückforderungen?
08.04.2026

Das Urteil eines italienischen Gerichts setzt Netflix in Europa unter juristischen Druck. Könnte der Fall eine Welle neuer Verfahren...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Wallet-Vergleich: So verwalten Sie Bitcoin & Co. sicher – die besten digitalen Geldbörsen
08.04.2026

In digitalen Geldbörsen verwalten Nutzer Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether und bewahren sie sicher auf. Doch welches Krypto-Wallet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Exporteure: Wachstum erwartet – doch Risiken für Exporte steigen
08.04.2026

Die deutsche Exportwirtschaft trotzt internationalen Konflikten und blickt weiterhin nach vorn. Doch steigende Risiken in Lieferketten und...

DWN
Politik
Politik Neuer Wehrdienst: Verteidigungsminister Pistorius schafft Klarheit bei Auslandsreisen
08.04.2026

Der neue Wehrdienst wirft Fragen auf: Müssen junge Männer künftig Auslandsaufenthalte genehmigen lassen? Nach heftiger Kritik stellt...

DWN
Politik
Politik Waffenruhe im Iran-Konflikt: Zehn-Punkte-Plan wirft Fragen auf – wie geht es weiter?
08.04.2026

Nach Wochen der Gewalt bringt eine Feuerpause im Iran-Konflikt Hoffnung auf Entspannung. Doch entscheidende Fragen bleiben offen, und...