Politik

Soll der Lockdown so lange greifen, bis der deutsche Mittelstand kapituliert?

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Lockdowns so lange greifen sollen, bis der deutsche Mittelstand vollständig kapituliert. Jedenfalls fordern hochrangige Personen einen neuen Lockdown im Herbst 2021.
28.07.2021 15:42
Lesezeit: 1 min
Soll der Lockdown so lange greifen, bis der deutsche Mittelstand kapituliert?
Der Mittelstand wird Schritt für Schritt zerstört. (Foto: dpa)

Am Abend des 27. Juli 2021 erreichte die deutsche Öffentlichkeit eine Hiobsbotschaft, wonach das RKI einen neuen Lockdown fordert.

Zuvor hatten Regierungskreise verlautbart, dass ein neuer Lockdown im Herbst 2021 ausgeschlossen ist. Sogar der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte einen neuen Lockdown ausgeschlossen.

Wenn es jedoch trotzdem zu einem weiteren Wirtschaftskiller-Lockdown kommen sollte, hätte die Politik zum x-ten Mal Wortbruch begangen.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass mit den Lockdowns nicht nur die Gesundheit der Menschen geschützt, sondern auch der Mittelstand zerstört werden soll. Wie sonst kann man sich den Umstand erklären, dass die Corona-Maßnahmen während der Lockdowns gegen den Mittelstand angewandt wurden, während Großkonzerne verhältnismäßig große Freiheiten genossen. Auch bei den Finanzhilfen wurden die Großkonzerne bevorzugt.

Wenn man sich die aktuellen Corona-Maßnahmen in Verbindung mit der neuen Zukunftsvision 2030 des Weltwirtschaftsforums (WEF) zusammendenkt, werden all die aktuellen Entwicklungen vor allem Deutschland wirtschaftlich schwer treffen – noch vor allen anderen Ländern auf dem Globus. Der Mittelstand ist bedroht. Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) wörtlich: „Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind KMU (Kleine- und Mittelständische Unternehmen, Anm.d.Red.), sie stellen mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze und erwirtschaften dabei mehr als jeden zweiten Euro (Nettowertschöpfung). Für die Bundesregierung zählen alle Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigen und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz zu den KMU.“

Doch der traditionelle deutsche Mittelstand geht seinem Ende entgegen. Oder wie es der WEF-Gründer Klaus Schwab in seinem Buch „Covid-19: The Great Reset“ wörtlich ausdrückt:

„In Frankreich und im Vereinigten Königreich schätzen mehrere Branchenkenner, dass bis zu 75 Prozent der unabhängigen Restaurants die Lockdowns und die nachfolgenden Social-Distancing-Maßnahmen nicht überleben könnten. Überleben werden hingegen die großen Ketten und Fast-Food-Giganten. Das legt die Vermutung nahe, dass große Unternehmen größer werden, während die kleinsten schrumpfen oder ganz verschwinden.“

Der„Great Reset“ ist schließlich ein sogenanntes Korporatokratie-Projekt, bei dem Macht und Regierung von den Konzernen ausgehen wird: „Steigerung des Wohlstands für die Wenigen, wirtschaftliche Gleichheit unter reduzierten Bedingungen, einschließlich des universellen Grundeinkommens, für den Rest“ (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Immobilien
Immobilien Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgung: Die wichtigsten Begriffe der Baufinanzierung erklärt
23.10.2026

Die Hindernisse für den Hauskauf sind höher denn je. Interessierte Käufer müssen gut vorbereitet bei der Bank vorsprechen. Deswegen...

DWN
Immobilien
Immobilien Zins-Bumerang der EZB: Warum der deutsche Wohnungsbau am Boden liegt
23.10.2026

Die Hoffnung auf eine baldige Erholung am deutschen Immobilienmarkt hat im Herbst einen herben Dämpfer erhalten. Während Ökonomen und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau bei Volvo: Autohersteller baut nach Verlust 2.500 Jobs ab
23.10.2026

In China bricht der Umsatz von Volvo nahezu um die Hälfte ein, auch in den USA lief es schwach. Wie der Autobauer auf die Krise reagiert -...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung wird zur Kostenfalle: Jetzt muss Brüssel seine eigenen Regeln korrigieren
23.10.2026

Eigentlich sollte die EU-Verpackungsverordnung den europäischen Binnenmarkt vereinheitlichen. Doch für kleine Onlinehändler wurde sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Technologie
Technologie Energieverbrauch: Wann sich eine Wärmepumpe rechnet
23.10.2026

Eine Wärmepumpe kostet beim Kauf mehr als eine Gasheizung – doch mit Förderung kann sich der Aufpreis auszahlen. Der WWF hat...

DWN
Technologie
Technologie Batteriespeicher boomen: Deutschland baut Kapazität massiv aus
23.10.2026

Der Ausbau von Batteriespeichern nimmt in Deutschland deutlich Fahrt auf. In den ersten neun Monaten des Jahres gingen bereits rund eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Seltene Erden: Europa bricht mit Russland, doch der Plan hat einen Haken
23.10.2026

Europa will sich bei Seltenen Erden aus der Abhängigkeit von Russland befreien. Ein Werk in Estland soll dabei eine Schlüsselrolle...