Technologie

Russland baut zwei „Doomsday Jets“ für Regierung und Militärspitze

Die russische Regierung hat den Bau zweier Spezialflugzeuge veranlasst, welche im Falle eines Atomkrieges die Regierung und Militärführung beheimaten sollen.
01.08.2021 09:49
Aktualisiert: 01.08.2021 09:49
Lesezeit: 1 min

Die russische Luftwaffe und die Weltraumstreitkräfte werden nach Angaben der amtlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf eine Quelle aus dem Verteidigungssektor des Landes zwei fliegende Kommandoposten erhalten, die auf dem Flugzeugtyp Iljuschin-96-400M basieren.

„Die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte werden zwei Luftkommandostationen auf Basis der Il-96-400M erhalten. Einer ist in Produktion“, schreibt RIA Novosti. Der Berichterstattung zufolge wird nach der Produktion des ersten Paares ein drittes neues Flugzeug auf Basis der in der Entwicklung befindlichen aktualisierten Version erwartet.

Russischen Medienberichten zufolge wird das neu gebaute Flugzeug „eine viel größere Reichweite und die Fähigkeit haben, in der Luft zu tanken und sogar mit U-Booten im Umkreis von 6.000 Kilometern zu kommunizieren.“

Die Iljuschin-96-400M ist die modernisierte Version des Langstrecken-Großraumflugzeugs Iljuschin-96. Eine Iljuschin-96-Variante dient derzeit als primäres Reisemittel von Präsident Wladimir Putin, ähnlich der Air Force One der Vereinigten Staaten.

Derzeit dient eine modifizierte Iljuschin-80 als das „Doomsday Plane“ des Landes - sie stammt noch aus der Sowjetzeit und fungiert als mobiler Kommandoposten, der mit fortschrittlicher Funkausrüstung ausgestattet ist, um die militärische Kommunikation zwischen den obersten Generälen und den darunter rangierenden Einheiten in einem apokalyptischen Szenario aufrechtzuerhalten. Die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte betreiben derzeit vier verfügbare Iljuschin-80-Luftkommandoposten.

Diese Flugzeuge, bei denen ein Großteil der Ausrüstung an Bord als geheim eingestuft wird, verfügen über keine Fenster am Cockpit, um zu verhindern, dass die Flugkapitäne durch eine nukleare Detonation geblendet werden, sowie, um den Strahlungseinfall zu mindern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik AfD-Erfolg im Westen: Trotz Skandalen ist die Partei auf dem Vormarsch
06.04.2026

Trotz Vetternwirtschaftsdebatten, Extremismus-Vorwürfen und interner Konflikte gewinnt die AfD weiter an Zustimmung, auch im Westen. Das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Techpreise steigen: Günstige PCs und Smartphones vor dem Aus
06.04.2026

Günstige Technik verschwindet schleichend aus dem Markt. Chipmangel, geopolitische Krisen und der KI-Boom treiben die Preise nach oben....

DWN
Politik
Politik Ehegattensplitting vorm Aus? "Fiktives Realsplitting": Institution Ehe soll tiefgreifend verändert werden
05.04.2026

Beim Ehegattensplitting wird das Einkommen beider Ehe- oder Lebenspartner gemeinsam versteuert, was sich lohnt, wenn einer deutlich weniger...

DWN
Technologie
Technologie Chinas Vorherrschaft bei Batterien ist eine Tatsache. Was bleibt Europa noch?
05.04.2026

Europa erhält keine Energiespeicher höchster Qualität. Diese werden vom heimischen chinesischen Markt absorbiert, ähnlich verhält es...

DWN
Panorama
Panorama Klimawandel verändert Deutschlands Wälder und die Forstwirtschaft grundlegend
05.04.2026

Der Wald, wie wir ihn kennen, verschwindet langsam. Steigende Temperaturen, Wassermangel und Schädlingsbefall setzen ihm zu. Fachleute...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Emissionsfreie Baumaschinen in Europa: Hohe Kosten bremsen den Markt
05.04.2026

Die Umstellung auf emissionsfreie Baumaschinen gewinnt an Dynamik, bleibt aber durch hohe Kosten und strukturelle Hürden ausgebremst....

DWN
Finanzen
Finanzen Hebel-ETF-Boom: Der Trend, den Millionen handeln – aber kaum jemand versteht
05.04.2026

Hebel-ETFs versprechen schnelle Gewinne, doch ihre Mechanik bleibt für viele Anleger ein Rätsel. Die Produkte funktionieren völlig...

DWN
Finanzen
Finanzen Riester-Rente vor dem Aus: Das plant die Regierung mit dem Riester-Nachfolger
05.04.2026

Mit dem geplanten Riester-Nachfolger wollen Union und SPD die private Altersvorsorge neu aufstellen. Mehr Rendite, weniger Bürokratie und...