Wirtschaft

Immer mehr Containerschiffe stauen sich in chinesischen Häfen

In den zwei führenden Container-Umschlaghäfen in China stauen sich die Schiffe. Hintergrund sind die schärferen Beschränkungen zur Eindämmung des jüngsten Corona-Ausbruchs.
12.08.2021 16:38
Aktualisiert: 12.08.2021 16:38
Lesezeit: 1 min

In den zwei führenden Container-Umschlaghäfen in China stauen sich nach der Schließung eines Terminals infolge eines Corona-Falls immer mehr Schiffe. Die Lage in den Häfen Shanghai und Ningbo Zhoushan verschärfte sich, nachdem der Meidong-Terminal in Ningbo Zhoushan am Mittwoch das Beladen und Löschen von Fracht eingestellt hatte.

Wie Daten des Informationsanbieters Refinitiv zeigten, warteten in Ningbo Zhoushan am Donnerstag bereits 40 Containerschiffe an einem äußeren Ankerplatz des Hafens. Am Mittwoch hatte die Zahl noch zeitweise bei 28 Schiffen gelegen.

Schärfere Beschränkungen zur Eindämmung des jüngsten Corona-Ausbruchs erfassen inzwischen immer mehr Bereiche der Wirtschaft des Landes. Die hochansteckende Delta-Variante wurde seit Ende Juli bereits in mehr als zwölf Städten nachgewiesen.

Ningbo Zhoushan ist Chinas zweitgrößter Containerhafen nach Shanghai und entstand vor Jahren durch die Fusion der Häfen von Ningbo und Zhoushan. Mit dem Stau wächst die Sorge vor weiteren Störungen der ohnehin angespannten globalen Lieferketten.

Für andere Terminals des Hafens Ningbo Zhoushan wurden Einschränkungen verhängt, was die Zahl an Menschen und Fracht betrifft, die in die Hafengebiete hineinkommen.

Das Schifffahrtsunternehmen CMA CGM informierte am Donnerstag, dass unter anderem einige Schiffe nach Shanghai umgeleitet würden. Aber auch im nahegelegene Hafen Shanghai ist die Schlange lang. Dort herrscht mittlerweile der schlimmste Stau seit mindestens drei Jahren. Nach Daten von Refinitiv warten dort außerhalb des wichtigen Container-Terminals Yangshan inzwischen 30 Schiffe.

Erst im Juni war es in Südchina zu massiven Störungen beim Umschlag von Container-Fracht gekommen, nachdem Häfen striktere Maßnahmen zur Eindämmung des Virusgeschehens umgesetzt hatten.

Mehr zum Thema: Halbleiter-Kollaps droht: China schließt zweitgrößten Containerhafen des Landes

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Heidelberger Druck-Aktie: Dividende gestrichen, 300-Millionen-Rüstungsziel
21.06.2026

Heidelberger Druckmaschinen streicht die Dividende, verlagert die Produktion nach China und steigt ins Rüstungsgeschäft ein. Der radikale...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX-Aktie: Nobelpreisträger Krugman kritisiert hohe Bewertung – Musk sei ein „menschliches Ponzi-Schema“
21.06.2026

Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Paul Krugman kritisiert scharf die Bewertung von SpaceX, die nach dem Börsengang...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Goldhandel in Europa: Wie Edelmetallprofis vom Goldboom profitieren
21.06.2026

Der Goldboom hat den europäischen Edelmetallhandel spürbar verändert. Wie stark profitieren spezialisierte Händler von der neuen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Professor: Diese Energieform hat in den USA eine „außergewöhnliche“ Allianz geschaffen
21.06.2026

Während Trump weite Teile der Energiewende in den USA gebremst hat, konnte die Geothermie weiter voranschreiten. Laut einem US-Professor...

DWN
Immobilien
Immobilien Mieterhöhung, Nießbrauch, Grundsteuer: Diese Gerichtsurteile treffen Immobilienbesitzer direkt
21.06.2026

Mieterhöhung, Grundsteuer, Nießbrauch: Hinter diesen Stichworten stecken Urteile, die für Vermieter und Eigentümer über Tausende Euro...

DWN
Politik
Politik Recht auf Homeoffice? Warum Homeoffice kein Allheilmittel ist
21.06.2026

Politik und Experten fordern in Deutschland ein Recht auf Homeoffice, etwa um Beschäftigte wegen der gestiegenen Energiepreise zu...

DWN
Politik
Politik Die Hälfte der Gelder aus Brüssel geht auf dem Weg zum Landwirt verloren
21.06.2026

Der slowenische Agrarunternehmer Aleš Hvalc kritisiert Bürokratie, schwache Genossenschaften und eine Agrarpolitik, bei der zu wenig Geld...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungsmarktkrise: Warum Deutschland falsch baut
21.06.2026

Eine neue Studie zeigt: In Städten sind Wohnungen knapp, doch gebaut wird oft auf dem Land – und meist zu groß. Wie sich das...